Zehn Jahre Universität Potsdam PUTZ 5/01
Sag mir, wodie| Eine beachtliche Erfolgsbilanz
Blumen sind...
...ist eine wichtige Frage, wenn's ans Feiern geht. Anlässlich des zehnjährigen | Jubiläums der Universität Potsdam hat [ die Redaktion der Unizeitung PUTZ I zahlreiche Personen gebeten, einen aroßen Jubiläumsstrauß zu binden. N Voild, hier ist er! Die nachfolgend verI sammelten Statements, Meinungen, || Ansichten und Impressionen von Leuten, || die die Uni von innen her sehr gut ken-| nen, weil sie dort arbeiten oder studieren| N und solchen, die sich von außen zur| | größten Hochschule Brandenburgs auf| | unterschiedliche Weise in Beziehung set-| | zen, sind, um es ein wenig blumig zu| | sagen, so etwas wie ein verbales Gratu-|| Iationsbukett. Ihr wortreiches Werk ist|| zwar kein Siegerkranz, aber es steckt|| I voller persönlicher Wünsche, Erfahrun-|| Igen und Komplimente. Auch voller| | Widersprüche. Mit dem Blick fürs Detail| Il setzt es Akzente. An manchen Stellen ist es dicht, dann wieder locker gehalten, hier hell, da dunkel, mal weit ausholend, mal kurz und bündig. Ernsthaftigkeit und Sachlichkeit sind ebenso drin wie heitere und gelassene Freude. Bescheidener Stolz natürlich auch. Euphorisch oder schwärmerisch ist es nie und sentimental darf es manchmal ruhig sein, denn es lässt innehalten, zeigt Mut zur Lücke, verströmt Vertrautes und Erinnerungen an die Zukunft, skeptisch oft und kritisch allemal. Aber kurzum: es dreht am Rad der Zeit und bewegt die Sinne.
universitäre Forschungseinrichtungen sichern. Es sind alle Bereiche, Fächer und Studiengänge in die Überlegungen einbezogen worden, und es wurde weitgehend im Konsens der Beteiligten festgehalten, welche Prioritäten die Universität mit Blick auf Positionierung, Profilierung und Wettbewerbsfähigkeit entwickeln soll. Die angestrebte Konzentration der Ressourcen und Schärfung der Profile zielen darauf ab, die Universität durch die Bildung von Exzellenzfeldern zukunftsfähig sowie regional, national und international konkurrenzfähig zu machen. Allerdings bedeutet dies auch auf anderen Feldern Reduktion und Verzicht. Wir müssen diesen Weg aber gehen, und wir wollen ihn gehen. Denn die weitere erfolgreiche Entwicklung der Universität wird von der Qualität ihrer Forschung und Lehre, von ihren innovativen Studienangeboten, aber auch von ihrer produktiven Einfügung in die Wissenschaftsregion abhängen.
Die Universität hat mit den strukturellen und inhaltlichen Veränderungen, die sie ins Auge gefasst hat, einen Weg aufgezeigt, der in die Zukunft weist. Es ist jetzt an der Zeit, diesen Weg mit unseren Partnern in der Landespolitik, in der Wissenschaft, in Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam zu gehen. Ich wünsche uns allen dabei ein gutes politisches und wissenschaftspolitisches Augenmaß, Beständigkeit und den notwendigen Erfolg. Mein Dank gilt allen, die uns geholfen haben, bis zum jetzigen Punkt zu gelangen, vor allem aber den Mitgliedern der Universität. Lassen Sie uns auch künftig alles idaransetzen unsere|| Universität voranzubringen.
Der Jahrestag der Gründung der Universität Potsdam gibt Anlass, die vergangenen zehn Jahre zu bilanzieren und kritisch zu reflektieren. Andrerseits sind aber auch die
Aufgaben und Herausforderungen zu benennen, denen sich die Universität und ihre Mitglieder stellen müssen und deren Bewältigung uns beschäftigt. Brandenburg ist ein Bundesland, das an keine vorhandene universitäre Tradition anknüpfen konnte. Umso mehr darf die Universität Potsdam, gegründet unter— teilweiser— Einbeziehung mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen und schnell zur größten Hochschule des Landes gewachsen, mit Stolz zurückblicken: Die Symbiose zwischen Vorigem und Neuem; die Zusammenführung von Ost und West; | die erreichte Qualität in Lehre und ForI Zehn Jahre Universität Potsdam sind schung und die attraktive Position in N natürlich ein Dezenium harter und| einem Geflecht von Wissenschaftseinrichintensiver Arbeit, Erfolge und Rück-| tungen in Berlin und Potsdam, dessen schläge, das sind die beiden Worte, die sie| Dichte in der Bundesrepublik nur noch hinreichend beschreiben. Vor allem aber| von wenigen Orten in Deutschland stehen diese zehn Jahre für den anhal-|| übertroffen wird, all dies sind Elemente tenden Prozess der Selbstfindung und der| einer beachtlichen Erfolgsbilanz. Die Suche nach Identität zwischen Selbst-|| Universität Potsdam ist die Universität der und Fremdwahrnehmung, zwischen Ge- Landeshauptstadt Brandenburgs, der Stadt staltung und Verwaltung,. Wie stellt sich| Potsdam verbunden und eines ihrer prädie Uni dar, wo steht sie heute, wie viel| genden Momente. Profil hat sie wirklich, wohin führt ihr| Die etwa 1996 einsetzende und sich in Weg angesichts weiterhin zu befürchten-| immer kürzeren Abständen wiederholende den Stellenabbaus, fortschreitender| Verschlechterung der staatlichen Vorgaben Mittelkürzungen, wachsender Studieren-| und die zunehmende Planungsunsicherdenzahlen einerseits und hervorragender| heit, insbesondere in den Bereichen der | Forschungsvernetzung, bemerkenswerter| Personal- und Haushaltsentwicklung, Wissenschaftsentwicklungen und-leis-|| haben die Universität vor wachsende tungen sowie baulicher Expansion| Probleme, vor zunehmende Herausandererseits? Nicht zu vergessen die weit-| forderungen gestellt. Um diesen gerecht erhin fehlende Akzeptanz in der Stadt|| zu werden, haben wir die Debatte um eine Potsdam selbst bei gleichzeitig anhal-| Struktur- und Entwicklungsplanung tender Attraktivität im akademischen|| begonnen, deren Ergebnisse heute in Großraum Berlin. Das“Stimmen-| einem, wie wir meinen, schlüssigen gewirr” spiegelt diese Fragen und| Konzept vorliegen. Der geplante Umbau Probleme und ist der Versuch, die soll das Profil der Universität schärfen, zurückliegende Dekade subjektiv zu|| ihre Strukturen"stärken, ihr eine neue fassen.| Attraktivität verleihen und nicht zuletzt Ihre Redaktion| ihre Drittmittelfähigkeit und die damit Wegzeichen I: Heute Teil einer Kultur- und SO einhergehende Akzeptanz durch außer- Wissenschaftslandschaft. Foto: Fritze
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Ihr Wolfgang Loschelder/ Rektor der Universität Potsdam