Heft 
(1.1.2019) 05
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Studiosi

PUTZ 5/01

Tatort Campus

Studentinnen fühlen sich nicht immer sicher

Ende April wurde eine junge Frau auf dem Universitäts­gelände Griebnitzsee verge­waltigt. Leider kein Einzelfall: Mehrfach berichteten Studen­tinnen von Belästigungen, aggressiver Anmache bis hin zu Tätlichkeiten. Die Täter sind vermutlich nicht Studen­ten, sondern Männer aus den umliegenden Wohngebieten, die den Studentinnen gezielt auflauern. Und dazu gibt es genug Gelegenheiten. Die Studentenwohnheime liegen abgelegen und sind nur durch längere und schlecht be­leuchtete Wege zu erreichen. Im Park Babelsberg führen einsame. Pfade zu den ver­streuten Häusern, Bäume und Sträucher bieten Tätern ein ideales. Versteck. Und zum Studentendorf in Griebnitzsee führt vom S-Bahnhof nur ein abgelegener Waldweg, will man den Weg durch die abends unbeleuchtete Bau­stelle vermeiden. Auch die Unterführung am S-Bahnhof gilt als unsicherer Ort.

Nach einem offenen Brief an den Bürgermeister von Potsdam, Matthias Platzeck, und an die Leitung der Universität haben die Studierenden kürzlich da­rüber diskutiert, wie mit der Problematik weiter umgegangen werden soll. Vor allem geht es ihnen um Sicherheit und Be­wegungsfreiheit für die Studen­tinnen. Vielversprechend klingt die Idee, einen Begleitservice auf die Beine zu stellen, der beun­ruhigten Frauen einen sicheren Heimweg garantiert.

Anruf genügt

Miriam von Maydell, die Frauenreferentin des AStA, hofft nun, dass sich viele Freiwillige dafür melden. Der AStA stellt dem jeweils Diensthabenden unter ihnen ein Handy zur Verfügung, dessen Nummer jede Frau wählen könnte, wenn sie von der S-Bahn oder der Bushaltestelle abgeholt werden möchte. Das funktioniert natür­lich umso besser, je mehr Studenten mitmachen, sagt von Maydell.

Aber auch von der Universität und vom Studentenwerk erwarten die Studierenden nun einen stärkeren Einsatz für ihre Sicherheit: Eine einfache Maß­nahme gegen Voyeure oder Spanner wären beispielsweise Rollläden für alle ZimmerJim Erdgeschoss. Damit könnten

Studentinnen ihre Privatsphäre besser schützen.Die Betroffe­nen können sich doch Gardinen anbringen, lautete dazu der erste

Kommentar aus dem

dafür müsste extra ein langes Kabel verlegt werden. Er rät den Studentinnen dazu, sich selbst mit Handys auszurüsten. Die Beleuchtung soll allerdings spätestens ab nächsten Herbst verbessert werden, versichert Pohl.

Zettel-Kästen

Die Frauenreferentin des AStA möchte die Beschwerden von Studentinnen sammeln und bei

Nur am Tag idyllisch: Einsamer Weg zum S-Bahnhof Griebnitzsee.

Studentenwerk, den aber die

Studierenden kritisch bewer­teten. Vor allem aber müssten die

Wege zwischen den Haltestellen des Nahverkehrs und den Wohnheimen besser beleuchtet werden. Als zusätzliche Maß­nahme wäre auch die Installation einer Notrufsäule denkbar. Letzteres ser jedoch zu aufwendig, meint Dr. Volker Pohl vom Dezernat für Bau­angelegenheiten der Uni, denn

Foto: Fritze

Bedarf Kontakte ‚zwischen betroffenen Studentinnen und Beratungseinrichtungen vermit­teln. Außerdem stellt der AStA an allen Mensen Zettel-Kästen auf, in die Studentinnen auch anonym Briefe stecken können, in denen sie von Belästigungen und Aggressionen berichten. ar

Kontakt: asta@rz.uni-pots­dam.de oder Tel.: 0331/977-1225

Gremienwahlen

Die Entscheidung darüber, wer als Interessenvertreter A der

Studierenden. künftig in den

fünf. Fakultätsräten sowie im Senat sitzen wird und wie sich das künftige Studierendenpar­lament(StuPa) zusammensetzt, rückt näher... Am) 26.27.und 28. Juni dieses Jahres können Studis aller Fakultäten vom Recht der Stimmabgabe Ge­brauch machen.

Die von 9.00 bis 15.00 Uhr geöffneten Wahllokale befinden sich{für(die Juristische sowie Wirtschafts- und Sozialwissen­schaftliche Fakultät auf dem Uni-Komplex KGriebnitzsee, Haus 1, Eingangsfoyer; für die Philosophische, Humanwissen­schaftliche sowie Mathematisch­Naturwissenschaftliche Fakultät in Golm, Haus 14, Kleiner Senatssaal Auf Sdem Uni­Gelände Am Neuen Palais wird im Haus 8, Kleiner Konferenz­raum, ebenfalls eine Urne bere­itstehen(nur Briefwahl).

Dieuniversitätsöffentlichen Auszählungen durch. die stu­dentischen und universitären Wahlausschüsse erfolgen am 29. Juni 2001 ab 15.00 Uhr Am Neuen Palais, dann im Kleinen Sitzungssaal und im Senatssaal, beides. Haus-9.

Im Senat und in den Fakultäts­räten werden jeweils zwei Studis das von den Kommilitonen erhaltene Mandat wahrnehmen. Für das Studierendenparlament, dem höchsten beschluss­fassenden Organ aller Studie­renden,, sind insgesamt 27 Mitglieder zu bestimmen. Es legt die Grundlinien der aktuellen Politik fest, beschließt den Haushalt, wählt die zehn Referenten im. Allgemeinen Studierendenausschuss(AStA) und kontrolliert dieses Gre­mium.

Die Amtszeit aller Gewählten dauert. vom 1. Oktober 2001 bis 30. September 2002. Weitere Auskünfte zu den Wahlen erteilen Marina Zimmermann, Tel.: 977-1673, beziehungsweise Thomas Duwe über Tel.:977-1225.

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