PUTZ 5/01
Forschung
Emmermann Ehrendoktor
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Prof. Dr. Rolf Emmermann, Vorstandsvorsitzender des GeoForschungsZentrums Potsdam hat den Grad und die Würde eines Doktors der Naturwissenschaften ehrenhalber(Dr. rer. nat. h. c.) von der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu: Braunschweig erhalten. Emmermann, Jahrgang 1940, ist als Geowissenschaftler in vielfältige nationale und internationale Forschungsaktivitäten eingebunden.
Rolf Emmermann ist Honorarprofessor an der Universität Potsdam und bekleidet an der Universität Gießen die Professur für Mineralogie und Petrologie.
PUTZ
Magazin Das MenschenRechtsMagazin, Heft.1/2001. ist. da. Wieder bietet es zahlreiche Informationen, Meinungen und Analysen. Der Leser findet unter. anderem einen Bericht über die Arbeit des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen ‚im Jahr 2000 oder auch einen Beitrag über Menschenrechtsverletzungen in China vor. Bestellungen können über das MenschenRechtsZentrum der Uni Potsdam, Tel.: 0331/707672 oder per EMail: mrz@rz.uni-potsdam.de erfolgen.
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Armutsbekämpfung weiter Ziel
Der Forschungskreis Vereinte Nationen tagt an der Uni
In der Diskussion um die Vorteile der Globalisierung wird immer wieder der wachsende globale Wohlstand und der Zugang zu FEntwicklungschancen für unterentwickelte Länder und Regionen genannt. Globale Verflechtungen zwischen Staaten, Unternehmen und Menschen, die breitenwirksamere Verteilung von technischem Fortschritt und der Abbau von Transaktionshemmnissen helfen armen Staaten, ihre Entwicklungspotenziale besser auszuschöpfen und damit Armut zu überwinden. Doch trotz stark verbesserter Lebensbedingungen und erweiterter Zugangschancen bleibt die Zahl der Menschen, die in absoluter Armut leben, weiterhin alarmierend hoch.
Denn nicht alle Staaten partizipieren im gleichen Maße an den Gewinnen einer globalisierten Wirtschaft. Auf der einen Seite bleibt die Mehrzahl der Entwicklungsländer von internationalen Kapital- und Handelsströmen unberührt. Auf der anderen Seite gelingt es den Handelspartnern und Empfängerländern von ausländischen Direktinvestitionen nicht, ihren Wohlstandszuwachs nach unten auf alle Regionen oder alle gesellschaftlichen; und ethnischen Gruppen zu verteilen.
Globale Strukturpolitik
Aus diesem Grund muss es weiter auch um Armutsreduzierung als zentralen Bestandteil einer globalen Strukturpolitik gehen. In Abwesenheit einer zentralen globalen Regierungsgewalt spielen internationale Organisationen bei der‘ ‚Entwicklung, Umsetzung und Überwachung von dazu geeigneten Strategien eine entscheidende Rolle. Da der Armutsbegriff heute allerdings nicht nur materiell bestimmt, sondern um politische Faktoren, wie den Mangel an Mitbestimmung, Macht und Interessenvertretung erweitert‘. wird; nimmt die Komplexität der nötigen Strategien zu. Eine Reduzierung von Armut muss somit
auf allen Ebenen der gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ansetzen; sie wird zur Querschnittsaufgabe.
Um die unterschiedlichen Dimensionen und die heterogenen Adressaten Armutsreduzierung zu erreichen, versuchen internationale Entwicklungsorganisationen im Rahmen multilateraler Aktionsprogramme immer häufiger, neben Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen in partnerschaftliche Kooperationen einzubinden. Dabei
der
auch
ist. klar, dass
Entwicklungszusammenarbeit” auseinander. Sie gehen der Frage nach, ‚wie ‚den. veränderten Anforderungen an internationale Organisationen“von außen” sowie,“nach innen” Rechnung getragen werden und versuchen die Beantwortung der Frage„Brauchen die Vereinten}. Nationen... neue Strukturen zur Lösung der globalen Probleme?“.
Stefanie Schurer/Dr. Andreas Obser/Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Die Zahl der Menschen, die in absoluter Armut leben müssen, ist alarmierend
hoch.
unterschiedliche Ebenen existieren. Die eine kann nicht mehr ohne die andere voll funktionieren.
Neue Formen
Dem Gesamtproblem widmen sich: auch Andreas: Obser. und Stefanie Schurer auf der durch den am Menschenrechtszentrum der Uni etablierten Forschungskreis: Vereinte Nationen. veranstalteten kommenden UNOKonferenz... Beide Potsdamer Uni-Wissenschaftler setzen sich dann: mit den.“Herausforderungen an multilaterale Institutionen durch neue Formen der. internationalen
Foto: zg.
Die Potsdamer UNO-Konferenz findet am 29. und 30. Juni dieses Jahres ab 16.00 beziehungsweise 9.00 Uhr in der August-Bebel-Str. 89, Haus 1, Raum, 2.32 statt, Auskünfte zum genauen Programm gibt es über Tel.: 0331/707672 oder per EMail: fkruno@rz.uni-potsdam.de.