Stipendiat in der
Mathematik
Dr. Simon Davis kam mit einem Forschungsstipendium
an die Potsdamer Uni
Seit dem 1. Oktober 2001 weilt der britische Quantengravitationstheoretiker Dr. Simon Davis
an der Uni. Ein Jahr lang will er nun hier bleiben und sein von der Alexander von HumboldtStiftung erhaltenes Stipendium verwenden.
Institut für Mathematik. Die beiden Wissenschaftler haben sich 1999 in Potsdam anlässlich einer internationalen Tagung kennen
E: ist Gast bei Prof. Dr. Elmar Schrohe im
gelernt und erwogen die Möglichkeit einer Zusammenarbeit in einem Bereich des mathematischen Problems von Differentialgleichungen höherer Ordnung. So entstand ein Forschungsprojekt, das beide in einer gemeinsamen Publikation vorstellen wollen. Schrohes Arbeiten zur Theorie der partiellen Differentialgleichung sollen hier in Beziehung gesetzt werden zu Davis’ Forschungen im Bereich der StringTheorie. Der britische Stipendiat hat nach eigener Ansicht in Potsdam sehr gute Bedingungen für seine Forschungsarbeit vorgefunden. Unter
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Foto: Fritze
Dr. Simon Davis weilt für ein Jahr als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Potsdam. Sein Metier ist die Mathematik.
stützung erhält er sowohl von Elmar Schrohe als auch vom Potsdamer Mathematiker Prof. Dr. Bert-Wolfgang Schulze. Bereits in seiner Kindheit interessierte sich Davis für Mathematik. Seine Promotion über die Quantengravitationstheorie erfolgte an der University Cambridge in Großbritannien. Der engagierte Wissenschaftler arbeitete bereits an Universitäten in den USA, in Italien und auch in Australien. In Sydney begann Davis 1996 ein gemeinsames Projekt mit dem dort.arbeitenden Prof. Dr. Hugh Luckock über die Quantenkosmologie vierdimensionaler String-Theorie. Noch heute bilden diese Forschungen die Grundlage seiner Suche nach neuen Erkenntnissen. Der Gast hat vor, seine Arbeit an einer Universität fortzusetzen, wo die Forschung über Quantengravitation aktiv verfolgt wird. In Potsdam fühlt er sich aber erst einmal wohl, zumal seine Eltern längere Zeit mit ihm gemeinsam in der Stadt sind. Energie holt sich der junge Wissenschaftler aber nicht nur durch den Kontakt in der Familie, er findet sie auch in der klassischen Klaviermusik, die er gern hört
und auch selbst spielt. Maria Pichottka
Forschung
www.uni-potsdam.de/portal/dezo1/forschung
Innovationspreis
Die gemeinnützige Berthold Leibinger Stiftung schreibt zum zweiten Mal den internationalen Berthold Leibinger Innovationspreis aus. Mit dem Preis sollen innovative Arbeiten, die zur Weiterentwicklung der Lasertechnik beitragen, gefördert werden. Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen und Projektgruppen, die eine wissenschaftliche Arbeit über angewandte Laserphysik in der Produktionstechnik oder der Lasermedizin abgeschlossen haben. Bewerbungsformulare können im Internet unter http://www. leibinger-stiftung.de bezogen werden. Anmelde
schluss ist der 31. März 2002. Red.
Neu bewilligt
Konferenzserie
Dr. Sigurd Schrader aus dem Institut für Physik erhielt für die Durchführung der Konferenzserie mit dem Titel„European Conference on Organic Electronics and related Phenomena(ECOER)“ eine finanzielle Förderung innerhalb des 5. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Kommission in Höhe von 100.000€ sowie 20.000 DM von der DFG.
Mehlmann-Bibliothek
Seit dem ı. November 2001 läuft für zwölf Monate an der Universitätsbibliothek in Kooperation mit der Professur für Religionswissenschaft ein DFG-Projekt im Rahmen der Förderung zur Erschließung von Spezialbeständen. Die so genannte Mehlmann-Bibliothek umfasst insgesamt 1493 meist hebräische Titel.
Weiterführung klar
Die Weiterführung des gemeinsam mit der Humboldt-Uni zu Berlin durchgeführten Graduiertenkollegs„Ökonomie und Komplexität der Sprache“ ist gesichert. Die DFG stellt für weitere drei Jahre ab ı. April 2002 insgesamt 713.398,€ zur Verfügung.
Blicksteuerung
Eine Sachbeihilfe von rund 196.800,€ bewilligte die DFG für das Projekt„Computationale Modellierung der Blicksteuerung beim Lesen unter Einbezug von Mikrosakkaden als Indikator der Aufmerksamkeitsverschiebung“, das gemeinsam von Prof, Dr. Reinhold Kliegl und Dr. Ralf Engbert aus dem Institut für Psychologie durchgeführt wird. Red.
Portal 12/01