Heft 
(1.1.2019) 12
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Stipendiat in der

Mathematik

Dr. Simon Davis kam mit einem Forschungsstipendium

an die Potsdamer Uni

Seit dem 1. Oktober 2001 weilt der britische Quantengravitationstheoretiker Dr. Simon Davis

an der Uni. Ein Jahr lang will er nun hier bleiben und sein von der Alexander von Humboldt­Stiftung erhaltenes Stipendium verwenden.

Institut für Mathematik. Die beiden Wis­senschaftler haben sich 1999 in Potsdam anlässlich einer internationalen Tagung kennen

E: ist Gast bei Prof. Dr. Elmar Schrohe im

gelernt und erwogen die Möglichkeit einer Zusammenarbeit in einem Bereich des mathe­matischen Problems von Differentialgleichun­gen höherer Ordnung. So entstand ein For­schungsprojekt, das beide in einer gemeinsamen Publikation vorstellen wollen. Schrohes Arbei­ten zur Theorie der partiellen Differentialglei­chung sollen hier in Beziehung gesetzt werden zu Davis Forschungen im Bereich der String­Theorie. Der britische Stipendiat hat nach eige­ner Ansicht in Potsdam sehr gute Bedingungen für seine Forschungsarbeit vorgefunden. Unter­

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Foto: Fritze

Dr. Simon Davis weilt für ein Jahr als Stipen­diat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Potsdam. Sein Metier ist die Mathematik.

stützung erhält er sowohl von Elmar Schrohe als auch vom Potsdamer Mathematiker Prof. Dr. Bert-Wolfgang Schulze. Bereits in seiner Kind­heit interessierte sich Davis für Mathematik. Sei­ne Promotion über die Quantengravitationsthe­orie erfolgte an der University Cambridge in Großbritannien. Der engagierte Wissenschaftler arbeitete bereits an Universitäten in den USA, in Italien und auch in Australien. In Sydney begann Davis 1996 ein gemeinsames Projekt mit dem dort.arbeitenden Prof. Dr. Hugh Luckock über die Quantenkosmologie vierdimensionaler String-Theorie. Noch heute bilden diese For­schungen die Grundlage seiner Suche nach neu­en Erkenntnissen. Der Gast hat vor, seine Arbeit an einer Universität fortzusetzen, wo die For­schung über Quantengravitation aktiv verfolgt wird. In Potsdam fühlt er sich aber erst einmal wohl, zumal seine Eltern längere Zeit mit ihm gemeinsam in der Stadt sind. Energie holt sich der junge Wissenschaftler aber nicht nur durch den Kontakt in der Familie, er findet sie auch in der klassischen Klaviermusik, die er gern hört

und auch selbst spielt. Maria Pichottka

Forschung

www.uni-potsdam.de/portal/dezo1/forschung

Innovationspreis

Die gemeinnützige Berthold Leibinger Stiftung schreibt zum zweiten Mal den internationalen Berthold Leibinger Innovationspreis aus. Mit dem Preis sollen innovative Arbeiten, die zur Weiterentwicklung der Lasertechnik beitragen, gefördert werden. Teilnahmeberechtigt sind Ein­zelpersonen und Projektgruppen, die eine wis­senschaftliche Arbeit über angewandte Laser­physik in der Produktionstechnik oder der Laser­medizin abgeschlossen haben. Bewerbungsfor­mulare können im Internet unter http://www. leibinger-stiftung.de bezogen werden. Anmelde­

schluss ist der 31. März 2002. Red.

Neu bewilligt

Konferenzserie

Dr. Sigurd Schrader aus dem Institut für Phy­sik erhielt für die Durchführung der Konfe­renzserie mit dem TitelEuropean Conferen­ce on Organic Electronics and related Pheno­mena(ECOER) eine finanzielle Förderung innerhalb des 5. Forschungsrahmenpro­gramms der Europäischen Kommission in Höhe von 100.000 sowie 20.000 DM von der DFG.

Mehlmann-Bibliothek

Seit dem ı. November 2001 läuft für zwölf Monate an der Universitätsbibliothek in Kooperation mit der Professur für Religions­wissenschaft ein DFG-Projekt im Rahmen der Förderung zur Erschließung von Spezialbe­ständen. Die so genannte Mehlmann-Biblio­thek umfasst insgesamt 1493 meist hebräische Titel.

Weiterführung klar

Die Weiterführung des gemeinsam mit der Humboldt-Uni zu Berlin durchgeführten Gra­duiertenkollegsÖkonomie und Komplexität der Sprache ist gesichert. Die DFG stellt für weitere drei Jahre ab ı. April 2002 insgesamt 713.398, zur Verfügung.

Blicksteuerung

Eine Sachbeihilfe von rund 196.800, be­willigte die DFG für das ProjektComputa­tionale Modellierung der Blicksteuerung beim Lesen unter Einbezug von Mikrosakkaden als Indikator der Aufmerksamkeitsverschiebung, das gemeinsam von Prof, Dr. Reinhold Kliegl und Dr. Ralf Engbert aus dem Institut für Psychologie durchgeführt wird. Red.

Portal 12/01