Studiosi
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sprächsklima und die Ansprechbarkeit aller Lehrkräfte, selbst die Weitergabe ihrer Privattelefonnummer, ist eine starke Seite des Instituts, die hoffentlich auch bei steigenden Studentenzahlen erhalten werden kann.
Unklar und kritikwürdig bleibt allerdings die Überfrachtung mit Inhalten in der Studienordnung. Gerade als Anfängerstudent sucht man nach Orientierung und Zusammenhängen. Finden könnte man diese, würden in allen Proseminaren Bezüge zueinander hergestellt und würde zudem eingeflochten, an welcher Stelle in diesem Wissenschaftsgebiet gerade gearbeitet wird. Eine Entlastung der Studienordnung ist erforderlich. Arbeiten an ausgewählten Problemen und Anknüpfen von Kontextwissen, dazu ein vorlesungsartiger Überblick über den Gesamtzusammenhang würden mehr Zeit für eigenverantwortliches Lesen und Lernen ermöglichen. Bitte Qualität statt Quantität als Zielstellung setzen und Leistungen fordern, aber nicht überfordern und gängeln. Also runter mit den Scheinforderungen und weg mit Belegen für fakultative Kurse oder Vorlesungen.
Rückmeldung— nicht im verwaltungstechnischen Sinne- sondern von Lehrkraft an Student und umgekehrt, ist ein nächstes Stichwort. Wie
oft liegt etwas unausgesprochenes in der Luft oder herrscht Unklarheit über Inhalte? Wie oft gibt es Referate, bei denen alle mit den Augen rollen und zum Schluss nur pflichtbewusst auf die Tische klopfen? Lehren und Lernen müssen ständig gelernt werden. Aber dazu gehört auch, Kritik einzufordern und zu üben, auf positive
und negative Ansätze hinzuweisen sowie Verbesserungen anzuregen. Die derzeitigen Evaluierungsbögen sind dafür zu umständlich. Einfacher wäre vorab eine interne Auswertung: kleine Handzettel an die Dozenten mit Diskussion in der nachfolgenden letzten Veranstaltung. Für Referate sollte von Beginn an feststehen, dass eine Auswertung nicht nur inhaltlich sondern auch formal erfolgt, ohne den lampenfiebernden Referenten in Grund und Boden zu stampfen. Dass eine Rückmeldung auch dort vonnöten ist, wo es um das Schreiben wissenschaftlicher Hausarbeiten geht, kann hier nur angeregt, nicht näher vertieft werden. Denn oft sind zwar die Inhalte geklärt, also das Was. Es fehlt aber am Wie, an Strategien im Umgang mit wissenschaftlicher Materie und beim Schreiben.
Was die Praxisrelevanz des Studiums betrifft, so erscheint mir das Angebot der Fachdidaktik auf dem richtigen Wege zu sein: schulrelevante Themen und schuleingebundene Seminare sind die gesunde Mischung.
Die Erziehungswissenschaft
Die wissenschaftliche Auslegung von eher lebendigen Vorgängen wie pädagogischer Interaktion von Lehrern und Schülern oder von lebensweltlichen Problemen im Unterricht führte dazu, dass ich mich leider nach manchem Seminar fragen musste, was ich denn nun eigentlich als Sinn und Fazit mitnehmen kann.
Der Lehrerberuf ist eine Art Managertätigkeit verschiedener gleichzeitiger Dinge: fachliche, gruppenrelevante, persönliche, außerunterrichtliche. Hier bedarf es mehr Training. Besonders wichtig scheint vor allem der Umgang mit der eigenen Persönlichkeit. Lehrer lernen heißt zum Großteil Arbeit an sich selbst. Mehr als zuvor ist wohl die Lehrerpersönlichkeit an sich entscheidend im Umgang mit Schülern. Rückmeldung an Studierende in allen relevanten Lehrveranstaltungen ist deshalb das A und O. Gerade unter angehenden Pädagogen sollten(nichtinhalts-bezogene) Auswertungen zu Referaten, Seminargestaltung und Eignung als Lehrerperson an der Tagesordnung sein.
Nötig ist aus meiner Sicht auch eine bessere Balance zwischen purer Berufsorientierung und einer reinen Wissenschaftlichkeit. Das meiste an Erfahrung habe ich aus diversen Praktika mitnehmen können. Deren geforderte hohe Anzahl scheint derzeit der einzig spürbare Vorteil des
Potsdamer Modells. Christian Knappe
Geschäftsideen gefragt
Der von den Hochschulen der Länder Berlin und Brandenburg getragene BusinessplanWettbewerb Berlin-Brandenburg ist in seine siebte Runde gestartet. Bis zum 23. Mai 2002 haben die Teilnehmer nun Zeit, ihre Gründungsidee in einem tragfähigen Gründungskonzept zu entwickeln, sie von der Produktbeschreibung bis zur Finanzplanung darzustellen. Dabei stehen die Jungunternehmer in spe nicht allein da. Über 100 Unternehmen und Institutionen begleiten sie bei der Erstellung ihres Konzepts. Beim Wettbewerb ist keine Branche ausgeschlossen. Einzige Bedingung ist, dass die Gründung in Berlin oder Brandenburg geplant sein muss. Einsendeschluss für die erste Etappe der Aktion ist der 17. Januar 2002. Ansprechpartner für Interessenten ist das Wettbewerbsbüro in der Investitionsbank Berlin, Hotline 030/21252121. Detaillierte Informationen gibt es aber auch im Internet unter der Adresse http://www.b-p-w.de. Red.
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