Heft 
(1.1.2019) 12
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Vermischtes

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Manchmal sind Hindernisse wirklich welche. Der Schlagbaum am Haupteingang des StandortesGriebnitzsee beispielsweise liegt von sechs Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags geradezu mustergültig in der Quere. Unüberwindbarkeit demonstrierend, verhindert er den freien Autoverkehr auf dem dortigen Campus resolut. Hier durchzukommen heißt Vorkehrungen zu treffen: Der Besuch muss rechtzeitig und präzise angemeldet werden, die Institutssekretärin wartet schon darauf. Mit einer so genannten Identifikationskarte holt sie den motorisierten Ankömmling an der Schranke ab und lässt ihn passieren. Jeder Lieferservice lernt so die Solidität genauester Absprachen schätzen. Somit buchstäb­lich in die Schranken gewiesen, ist der verabredete Zeitpunkt gewissermaßen wie ein Ultimatum, das abläuft. Die Sekretärin wiederum weiß nicht genau, ob sie stolz darauf sein soll, dass ihr dieser elektronische Schlüssel in die Hände gegeben wurde oder ob dieser nicht besser beim vertrauensvollen Kollegen von der Security im Empfangsbereich des Hauptgebäudes aufgehoben wäre. Dort hat man Kompetenz, Autorität, Autonomie,

Im Dreivierteltakt

Wer mal wieder das Tanzbein schwingen möch­te, hat demnächst Gelegenheit dazu. Am 19. Januar 2002 findet um 20.00 Uhr der Ball der Technischen Universität Berlin statt, bei dem alle Tanzfreunde über das Parkett schweben können. Karten für die im Festzentrum der Trabrenn­bahn Mariendorf, Mariendorfer Damm 222(Ein­gang Hirzer Weg) stattfindende Veranstaltung gibt es jeden Dienstag ab 21.00 Uhr in der Alten Mensa der TU, Hardenbergstr. 34. Bestellungen sind jedoch auch unter Tel.: 030/4049551 oder per E-Mail: tu,formation@berlin.de möglich. Die Tickets kosten 35 DM. Red.

Portal 12/01

DIE SCHRANKENWÄRTERINNEN

Uniformen, diverse Schlüssel und Listen, Taschenlampen sogar, auch eine Pistole wurde dort schon gesehen. Warum also nicht diese Karte mit dem geheimen Code, fragt sie sich immer wieder, als sie beflissentlich in ihr Arbeitskämmerlein zurück marschiert? Schließ­lich ist sie doch eine ausgebildete Bürokraft, keine ungelernte Schrankenwärterin. Auch weil der Weg hin und zurück an die sechshundert Meter beträgt, hinterfragt sie das Privileg, Besitzerin eines solchen Stückes Plastik sein zu dürfen. Unterwegs trifft sie eine Kollegin, die gerade zur Schranke eilt, um auch jemanden Einlaß zu gewähren. Der war gestern schon mal da, aber da funktionierte plötzlich die Karte nicht. Oder die Schranke? Oder beides? Leider habe sie auch niemanden erreicht, der ihr helfen konnte. Manchmal komme eben alles zusammen. Peinlich berührt und völlig verloren habe sie sich gefühlt. Sicherheitshalber habe sie sich heute eine zusätzliche Karte geborgt. Als beide in unterschiedlichen Richtun­gen von dannen ziehen, zweifelt die eine daran, ob der Weg wirklich immer das Ziel sei, während die andere darüber nachsinnt, was einem eigentlich im Leben alles so im Wege steht und warum? tp

Feiert schön!

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