Heft 
(1.1.2019) 05
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Personalia

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Eine Stimme von Gewicht

Nahaufnahme: Karin Becher ist die Schwerbehinderten-Vertrauensfrau

der Universität Potsdam

Sie hat sich extra einen Schlüssel geben lassen für Haus 9 in Golm, um gelegentlich auch am Wochenende in ihrem Büro das erledigen zu kön­nen, was die Woche über liegen bleiben musste. Als Vertrauensfrau für Schwerbehinderte an der Universität Potsdam zählt Karin Becher zu jenen Ehrenamtlichen, die immer dienstbereit und ansprechbar sind.Alle Termine unter einen Hut zu bekommen, ist das Schwierigste, auch wenn mich meine Kollegen in allen Belangen so gut es geht unterstützen.

Is sie im Januar 2000 die Vertrauensfrau der etwa sechzig an der Universität täti­gen Schwerbehinderten wurde, war ihr klar, dass damit nicht nur zahllose persönliche Einzelgespräche und Arbeitsplatzinspektionen auf sie zukommen würden. Von nun an würde sie, und zwar quasi nebenberuflich, sämtliche damit verbundenen Fragen und Probleme koor­dinieren müssen. Das eigentliche Arbeitsfeld der

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promovierten Psychologin ist die Förder- und Entwicklungsdiagnostik am Institut für Grund­schulpädagogik. Sie, die 1953 in Neustrelitz gebo­ren wurde und aus einem Lehrerelternhaus stammt, ist selbst schwerbehindert; ein wichti­ger Impuls, sich in diesem Bereich zu engagie­ren. Zum Beispiel für die Bereitstellung von behindertengerechten Arbeitsplätzen. Betrifft es ihre Zuständigkeit, ist die.im ersten Berufsweg diplomierte Lehrerin für Russisch und Englisch bei Stellenbewerbungen oder Berufungsverfah­ren ebenso gefordert wie bei der Einstellung und beruflichen Qualifizierung von Auszubildenden. Die verheiratete Mutter zweier Kinder hilft dort, wo ein Antrag auf Feststellung der Schwerbehin­derteneigenschaft gestellt wird. Oder denjeni­gen, die auf dem Arbeitsamt ihre arbeitsrechtli­che Gleichstellung erwirken wollen. Die vom Gesetzgeber garantierten Bestimmungen und deren Achtung hat sie ohnehin immer im Blick. Hinzu kommen Vorstands- und Kommissions­

Karin Becher legt auch mal den Finger auf die

Wunde, wenn es um die Belange von Schwerbehin­

derten an der Universität geht.

arbeit, immer mit dem Ziel, die Richtlinien zur Förderung behinderter Mitglieder der Univer­sität umzusetzen. Sie, die nach dem Abitur in Templin im Jahre 1972 zum Studium nach Pots­dam kam, gratuliert jedem an der Universität arbeitenden Schwerbehinderten mit einem Brief persönlich zum Geburtstag.Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen spüren, das es mich gibt. Sie macht sich bemerkbar, ihre Stim­me hat Gewicht. Sie sitzt im Senat, Informatio­nen aus erster Hand holt sie sich in den Sitzun­gen der Personalräte, deren Kooperationsbereit­schaft sie ebenso schätzt wie sie die gute Zusammenarbeit mit den Schwerbehinderten­beauftragten des Arbeitgebers und dem Perso­naldezernat lobt. Nicht minder würdigt sie die Kooperation mit dem Zentrum für Hochschul­sport.Meine Arbeit, sagt sie,wird akzeptiert und ich bin mit dem Umfeld hier ganz zufrie­den. Auch wenn ich immer mal wieder den Fin­ger auf die Wunde legen muss. tp

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