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(1.1.2019) 05
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Neu ernannt

Ursula Gärtner ist Professorin für Klassische Philologie im Historischen Institut und Klassi­sche Philologie der Philosophischen Fakultät. Die 1965 in Heidelberg Geborene studierte von 1984 bis 1991 Evangelische Theologie und Klassische Philologie an den Universitäten Heidelberg, Frei­burg im Breisgau, Pittsburgh/USA und Basel. Im Jahre 1992 promovierte die zum ThemaGehalt und Funktion der Gileich­nisse bei Valerius Flac­

Wissenschaftlerin

cus in Freiburg. Als wis­senschaftliche Mitarbei­terin beziehungsweise wissenschaftliche Assis­tentin war Ursula Gärtner von 1993 bis 2000 am Institut für Klassische Philologie der Universität Leipzig tätig. Zum ThemaZur Nachwirkung Ver­gils in der griechischen Literatur der Kaiserzeit habilitierte sie sich im Jahre 2000 an dieser Uni­versität. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Epos, insbesondere das der Kaiserzeit sowie die Nachwirkung des Lateinischen in der griechi­schen Literatur.

Gertrud Lehnert hat eine Professur für Allgemei­ne und Vergleichende Literaturwissenschaft im Institut für Künste und Medien der Philosophi­schen Fakultät, dessen Direktorin sie ist, inne. Sie wurde 1956 in Mainz geboren und studierte von 1974 bis 1980 Vergleichende Literaturwissen­schaft, Romanistik(Französisch und Italienisch), Germanistik und Kunstgeschichte sowie ungari­sche Sprache und Literatur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Sor­bonne Paris. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitete Gertrud Leh­nert von 1984 bis 1990 in der Abteilung für Ver­gleichende Literaturwis­senschaft am Germanis­tischen Seminar der Universität Bonn. 1985 promovierte sie zum ThemaZeitreisen. Un­tersuchungen zu einem Motiv der erzählenden Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts in Bonn. In den 90o-er Jahren war sie als Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Colum­bia University in New York, vertrat Professuren an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und an der Universität Bielefeld. Ab 1994 führten sie Lehraufträge an die Bergische Universität-Ge­samthochschule Wuppertal, an die Johannes Gu­

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Foto: Tribukeit

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tenberg-Universität Mainz, an die Universität­Gesamthochschule Essen und an die Freie Uni­versität Berlin. Im Jahre 1994 habilitierte sie sich mit dem ThemaFrauen in Männerkleidern in der europäischen Literatur in Mainz. Von 1999 bis 2002 arbeitete die Wissenschaftlerin als Ober­assistentin und Geschäftsleiterin des Sonderfor­schungsbereichesKulturen des Performativen am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Zu ihren Forschungsschwer­punkten gehören Europäische Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, Gender-Forschung, Kulturwis­senschaft, insbesondere Geschichte und Theorie der Mode.

Matthias Steinmetz bekleidet eine Professur für Astrophysik. Es handelt sich um eine gemeinsa­me Berufung der Universität Potsdam und des Astrophysikalischen Institutes Potsdam. Der Wis­senschaftler wurde 1966 in Saarbrücken geboren. Er studierte von 1986 bis 1991 Mathematik und Physik an der Universität des Saarlandes in Saar­brücken und der Technischen Universität Mün­chen. 1993 promovierte erÜber die Entstehung und Morphologie der Galaxien in München. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching und war Gastwissen- Zn

schaftler an der Univer­sity of California, Berke­ley/USA. Von 1997 bis 2002 war er am Steward Oberservatory der Uni­versität Arizona/USA tä­tig, zuletzt als Associate Professor. Seit diesem Jahr ist Matthias Steinmetz Direktor des Bereiches Extragalaktische Astronomie und Kosmologie des Astrophysikalischen Institutes Potsdam. Er beschäftigt sich insbesondere mit theoretischer Astrophysik, computergestützter Physik-Kosmo­logie und der Entstehung von Galaxien und Gala­

xienhaufen.

Ralph Tiedemann ist zum Professor für Evolu­tionsbiologie/Spezielle Zoologie am Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam ernannt worden. Er wurde 1963 in Neumünster geboren und studierte von 1982 bis 1990 Biolo­gie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der University of Iceland in Reykjavik. Bis 1991 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Genetik am Institut für Biologie in Reykjavik. Dort erhielt er Lehraufträge für Biome­trie und Zoologische Grundübungen. 1991 kehrte

Personalia

www.uni-potsdam.de/portal/maio2/personalia

Werner Jann in Kommission

Bundesarbeitsminister Walter Riester hat als einen von zwei Wissenschaftlern Professor Wer­

ner Jann von der Universität Potsdam in die KommissionModerne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt berufen. Geleitet wird das Gre­mium von Peter Hartz, dem Personalvorstand der Volkswagen AG. Die Kommission soll bis August grundlegende Vorschläge zur Reform der Arbeitsmarktpolitik und der Bundesanstalt für Arbeit vorlegen. Werner Jann wurde 1950 in Hamburg geboren und studierte von 1970 bis 1976 Politikwissenschaft, Mathematik und Öko­nomie in Berlin und Edinburgh. An die Univer­sität Potsdam kam er 1993. Hier hat er seither die Professur für Politikwissenschaft, Verwaltung und Organisation inne. Red.

er an die Universität Kiel zurück und promovierte dort 1994 über Populationsgenetik und Systema­tik von Enten- und Watvögeln anhand mitochon­drialer Genvergleiche. Darauf forschte er als wis­senschaftlicher Mitarbeiter mit Schweinswalen. Seit 1995 war er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Kiel. Gastforschungsaufenthalte führten ihn an die Universite Libre de Bruxelles in Belgien und die Uni­versity of Colombo in Sri Lanka, wo er mit Saug­mündern(Myzostomi­den), Walen und Elefan­ten arbeitete. 2000 habi­litierte sich Tiedemann im Fach Zoologie mit dem ThemaOn deter­minants of genetic population structure in birds and mammals: Selection, migration, and popula­tion history an der Universität Kiel. Bis zur Annahme seiner Professur in Potsdam war er wis­senschaftlicher Oberassistent und Privatdozent in Kiel. Sein wissenschaftliches Interesse gilt Artbil­dungsprozessen, der molekularen Evolution von MHC-Genen und Retrotransposons sowie der Interaktion zwischen Genotyp und Phänotyp. be

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Foto: Fritze

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