Vermischtes
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Kooperation in Dur
Nicht immer spielen Kooperationen von UniEinrichtungen nur auf wissenschaftlichem Parkett. Ganz im Gegenteil. Unter Dach und Fach ist jetzt eine Vereinbarung, die das kulturelle Leben an der Hochschule weiter belebt. Die„Sinfonietta Potsdam“, das so benannte Orchester der Universität, und die Kammerakademie Potsdam werden von nun an eng zusammenarbeiten. Dabei wollen zum Beispiel Musiker des städtischen Ensembles kontinuierlich mit einzelnen Gruppen des Uni-Orchesters üben. Vorgesehen ist auch eine gemeinsame Arbeit an der Programmplanung der„Sinfonietta“. Eine erste Probe, die beide Seiten zusammenführte, hat bereits stattgefunden. Red.
Durch Südamerika
Auf Einladung des Goethe-Instituts und mit finanzieller Unterstützung des deutschen Musikrates bereisten die vokal-concertisten von der Uni Potsdam unter ihrem Dirigenten Kristian Commichau, Professor für Chorund Ensemleleitung, Ende März Südamerika. Bei neun Auftritten in Brasilien, Chile und Uruguay begeisterten sie ihr Publikum.
Zu Gehör brachte der Kammerchor, zusammen mit den städtischen Sinfonieorchestern und Solisten, das Requiem von Mozart. Dazu gab es von namhaften Schauspielern gesprochene Zwischentexte, die Walter Jens eigens für die vocal-concertisten geschrieben hatte. Die Texte behandeln vornehmlich die letzten Lebenstage des großen Komponisten. Unter dem Motto„Un funeral para Mozart“ wurde durch die Kombination von Wort und Musik ein symbolischer Begräbnisgottesdienst inszeniert, den Mozart in Wirklichkeit nie bekam. Die Aufführungen, die vorher auch insgesamt sechsmal in Deutschland mit Erfolg liefen, wurden enthusiastisch aufgenommen.„Obwohl wir um die Wirksamkeit des Projekts wussten, haben uns die standing ovations der südamerikanischen Zuhörer doch alle sehr überrascht“, so Commichau im Rückblick.
Die nahezu ausverkauften Konzerte in der brasilianischen 16 Millionen Metropole Sao Paulo wurden vom Radio, die in Montevideo
vom Fernsehen mitgeschnitten, Red.
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Foto: Fritze
Mit ganzer Kraft wurde für Perugia geprobt, bevor die Potsdamer Uni-Musiker zum Gastspiel aufbrachen.
Mit Mozart und Beethoven nach Italien
Uni-Orchester zum Gastspiel in Perugia
Konzerte in Potsdam zu geben, ist für die vorwie- te Programm reiht sich ein in das vom Orchesgend studentischen Mitglieder des Uni-Orchesters ter gepflegte klassische Orchesterrepertoire, von Sinfonietta Potsdam schon fast Routine. Ein Aus- Haydn über Schubert bis zu Mendelssohn und landsgastspiel ist dagegen ein Novum für sie. Im Mozart. Mai dieses Jahres standen die Laienmusiker vor Die Resonanz auf das Konzert zeigte, dass dieser neuen Herausforderung. mit der Musikauswahl der Nerv des italienischen Publikums getroffen wurde. Gespielt wurde im twa 50 Musiker des Orchesters reisten Konzertsaal der Uni Perugia vor internationalem FE gemeinsam mit ihrem Leiter und Dirigen- Publikum. Denn diese Hochschule ist europaten, Prof. Kristian Commichau, und der weit dafür bekannt, dass hier besonders viele StuKlaviersolistin Iris Unger aus dem Institut für dierende aus der ganzen Welt immatrikuliert Musik und Musikpädagogik der Uni für sechs sind. Kontakte nach Perugia gab es übrigens Tage nach Italien. Ihr Ziel war Perugia, eine Part- schon vor dieser Reise. Der Universitätschor nerstadt Potsdams. Perugia trat im Jahre 2000 im Rahmen eines Bei den Überlegungen, was aufgeführt wer- viertägigen Potsdam-Besuchs mit einem Konzert den soll,„haben wir uns ganz bewusst dafür ent- an der Uni auf. schieden, in Italien deutsche Komponisten zu Wer hören möchte, was Sinfonietta in PeruGehör zu bringen“, sagt Kristian Commichau. gia zur Aufführung brachte, sollte die nächsten Auf dem Programm der Potsdamer standen des- Auftritte des Uni-Orchesters an der Uni Potsdam halb auch die erste Sinfonie von Ludwig van am ı. und 2. Juni 2002 nicht versäumen.
Beethoven und das Klavierkonzert d-Moll von be Wolfgang Amadeus Mozart. Geprobt wurde
dafür eineinhalb Semester, einmal wöchentlich Die Konzerte beginnen jeweils 19.30 Uhr und und an einigen Wochenenden. Neuerdings gibt finden im Auditorium maximum der Hochschues fachliche Unterstützung von der Kammeraka- le statt. Am Klavier begleitet Iris Unger vom demie Potsdam(siehe dazu auch den Beitrag Institut für Musik und Musikpädagogik.
links). Das für das Gastspiel in Italien erarbeite
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