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(1.1.2019) 07
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Uni Aktuell

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Spende von Siemens Stiftung

Die Bibliothek der Universität Potsdam bekommt wertvolle finanzielle Hilfe. Insgesamt rund 200.000 stellt die Carl Friedrich von Sie­mens Stiftung der Hochschuleinrichtung bis zum 31. Dezember 2003 zur Verfügung. Hinter­grund dafür ist der Beschluss der Stiftung, die Universität in ihr Bibliotheksförderprogramm aufzunehmen.

Nach dem Willen der Stiftung soll der Förderbe­trag ausschließlich für den Ankauf von Büchern verwendet werden. Die Gelder verteilen sich auf drei Fachrichtungen. Dabei handelt es sich zum einen um die Rechtswissenschaft mit 100.000 . Zum anderen kommen sowohl der Philoso­phie als auch den Sozialwissenschaften jeweils 50.000 ZU.

Die Universitätsbibliothek ist die größte wissen­schaftliche Bibliothek in Brandenburg. Insge­samt steht gegenwärtig ein Medienbestand von einer Million Einheiten und über 4800 laufend gehaltenen Zeitschriften bereit. Red.

Foto: Fritze

LM er Studium braucht Bücher. Damit es an ihnen

nicht mangelt, hat die Siemens Stiftung jetzt Hilfe zugesichert.

Dia-Sammlung für die Uni

Das Potsdamer Künstler-Ehepaar Suse Ahl­grimm und Hubert Globisch stellte ihre Dia­Sammlung dem Institut für Künste und Medien der Uni zur Verfügung. Sie umfasst etwa 15000 Dias mit zum Teil historisch wertvollen Architek­turaufnahmen aus allen Bezirken der ehemali­gen DDR, vor allem aus Brandenburg, aber auch Reproduktionen aus Büchern zur allgemeinen Kunstgeschichte. Die Sammlung kann nun in den Lehrveranstaltungen zur Kunstgeschichte zum Einsatz kommen. Suse Ahlgrimm und Hubert Globisch haben in Potsdam als Gymna­siallehrer im Bereich der Kunsterziehung gear­beitet und sind selbst künstlerisch tätig. be

Portal 7-9/02

Foto: Schobert

Service kommt an

Universitätsbibliothek führte Nutzerbefragung durch

Mitarbeiter und ihre kompetente Beratung.

Kontinuierliche Verbesserung des Dienstleistungs­angebots und Nutzerorientierung, dies sind pro­grammatische Ziele der Universitätsbibliothek (UB). Um die Wünsche ihrer Kunden besser auf­greifen zu können, hat die UB erstmals eine allge­meine Umfrage zur Nutzerzufriedenheit durchge­führt. An allen Standorten wurden Besucher gebe­ten, einen Fragebogen auszufüllen. Von 8768 ver­teilten Fragebögen wurden 787 zurückgegeben.

rwartungsgemäß wird die Bibliothek vor allem von Studierenden der Universität (rund 95 Prozent) frequentiert. Die meis­ten kommen regelmäßig und wollen in erster Linie das Literatur- und Medienangebot vor Ort nutzen: Bücher ausleihen und in den Lesesälen arbeiten. Seltener nehmen sie Dienste der UB von außerhalb über das Internet in Anspruch. Die einzelnen Serviceleistungen finden ein weitgehend positives Urteil. Die Öffnungszeiten werden von 60 Prozent der Befragten als nutzer­freundlich eingestuft. Auch das Medienangebot ist für die Mehrheit zufriedenstellend: 51 Prozent finden gesuchte Titel in den meisten Fällen vor Ort. Allerdings sehen 45 Prozent ihre Literatur­wünsche häufiger nicht erfüllt, weil Bücher nicht im Bestand sind oder ausleihbare Mehrfach­exemplare fehlen. Die Mitarbeiter der UB zeich­nen sich nach Meinung einer überwältigenden Mehrheit der Befragten durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aus. An den Informations­plätzen fühlen sich die meisten(78 Prozent) kompetent beraten. Mit dem Online-Katalog und dem Web-Angebot ist jeweils mehr als die Hälf­

Nutzer der Universitätsbibliothek schätzen die Freundlichkeit der dortigen

te der Nutzer zufrieden. Die weiteren elektroni­schen Dienstleistungen finden zwar auch ein überwiegend positives Urteil, werden aber noch wenig wahrgenommen: 46 Prozent der Besu­cher geben an, mit den Datenbanken der UB bis­her keine Erfahrungen gemacht zu haben. Bei den elektronischen Zeitschriften sind es sogar 63 Prozent. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich beim Schulungsangebot, das noch zu wenig genutzt wird. Bekannt ist es lediglich 45 Prozent der Befragten, nur ein knappes Drittel von ihnen hat bereits an einer Schulung teilgenommen. Arbeitsumfeld und Ausstattung entsprechen besonders im neuen Bibliotheksgebäude in Babelsberg den Benutzerwünschen. Andernorts werden, bedingt durch räumliche Gegebenhei­ten, einzelne Aspekte wie fehlende Lese- und Arbeitsplätze kritisiert. Ein standortübergreifen­des Problem liegt in der offenbar unzureichen­den Funktionsfähigkeit der Kopierer.

Insgesamt lassen die Umfrageergebnisse weitgehende Zufriedenheit mit den Dienstleis­tungen der UB erkennen. Gleichzeitig zeigt sich in einzelnen Bereichen Verbesserungsbedarf. So wird die UB künftig noch stärker auf ihre weni­ger genutzten Angebote(Schulungen, elektroni­sche Dienste) aufmerksam machen, denn Infor­mationskompetenz ist für Forschung und Lehre unverzichtbar. Vor allem gilt es, das Medienan­gebot weiter-auszubauen und aktuell zu halten, um das bisher erreichte Niveau zu sichern. Dies gelingt allerdings nur, wenn der sich für 2003 abzeichnende Einbruch bei den Literaturerwer­bungsmitteln verhindert werden kann.

Dr. Doris Grüter/Universitätsbibliothek

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