Uni Aktuell
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Spende von Siemens Stiftung
Die Bibliothek der Universität Potsdam bekommt wertvolle finanzielle Hilfe. Insgesamt rund 200.000€ stellt die Carl Friedrich von Siemens Stiftung der Hochschuleinrichtung bis zum 31. Dezember 2003 zur Verfügung. Hintergrund dafür ist der Beschluss der Stiftung, die Universität in ihr Bibliotheksförderprogramm aufzunehmen.
Nach dem Willen der Stiftung soll der Förderbetrag ausschließlich für den Ankauf von Büchern verwendet werden. Die Gelder verteilen sich auf drei Fachrichtungen. Dabei handelt es sich zum einen um die Rechtswissenschaft mit 100.000 €. Zum anderen kommen sowohl der Philosophie als auch den Sozialwissenschaften jeweils 50.000€ ZU.
Die Universitätsbibliothek ist die größte wissenschaftliche Bibliothek in Brandenburg. Insgesamt steht gegenwärtig ein Medienbestand von einer Million Einheiten und über 4800 laufend gehaltenen Zeitschriften bereit. Red.
Foto: Fritze
LM er Studium braucht Bücher. Damit es an ihnen
nicht mangelt, hat die Siemens Stiftung jetzt Hilfe zugesichert.
Dia-Sammlung für die Uni
Das Potsdamer Künstler-Ehepaar Suse Ahlgrimm und Hubert Globisch stellte ihre DiaSammlung dem Institut für Künste und Medien der Uni zur Verfügung. Sie umfasst etwa 15000 Dias mit zum Teil historisch wertvollen Architekturaufnahmen aus allen Bezirken der ehemaligen DDR, vor allem aus Brandenburg, aber auch Reproduktionen aus Büchern zur allgemeinen Kunstgeschichte. Die Sammlung kann nun in den Lehrveranstaltungen zur Kunstgeschichte zum Einsatz kommen. Suse Ahlgrimm und Hubert Globisch haben in Potsdam als Gymnasiallehrer im Bereich der Kunsterziehung gearbeitet und sind selbst künstlerisch tätig. be
Portal 7-9/02
Foto: Schobert
Service kommt an
Universitätsbibliothek führte Nutzerbefragung durch
Mitarbeiter und ihre kompetente Beratung.
Kontinuierliche Verbesserung des Dienstleistungsangebots und Nutzerorientierung, dies sind programmatische Ziele der Universitätsbibliothek (UB). Um die Wünsche ihrer Kunden besser aufgreifen zu können, hat die UB erstmals eine allgemeine Umfrage zur Nutzerzufriedenheit durchgeführt. An allen Standorten wurden Besucher gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Von 8768 verteilten Fragebögen wurden 787 zurückgegeben.
rwartungsgemäß wird die Bibliothek vor allem von Studierenden der Universität (rund 95 Prozent) frequentiert. Die meisten kommen regelmäßig und wollen in erster Linie das Literatur- und Medienangebot vor Ort nutzen: Bücher ausleihen und in den Lesesälen arbeiten. Seltener nehmen sie Dienste der UB von außerhalb über das Internet in Anspruch. Die einzelnen Serviceleistungen finden ein weitgehend positives Urteil. Die Öffnungszeiten werden von 60 Prozent der Befragten als nutzerfreundlich eingestuft. Auch das Medienangebot ist für die Mehrheit zufriedenstellend: 51 Prozent finden gesuchte Titel in den meisten Fällen vor Ort. Allerdings sehen 45 Prozent ihre Literaturwünsche häufiger nicht erfüllt, weil Bücher nicht im Bestand sind oder ausleihbare Mehrfachexemplare fehlen. Die Mitarbeiter der UB zeichnen sich nach Meinung einer überwältigenden Mehrheit der Befragten durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aus. An den Informationsplätzen fühlen sich die meisten(78 Prozent) kompetent beraten. Mit dem Online-Katalog und dem Web-Angebot ist jeweils mehr als die Hälf
Nutzer der Universitätsbibliothek schätzen die Freundlichkeit der dortigen
te der Nutzer zufrieden. Die weiteren elektronischen Dienstleistungen finden zwar auch ein überwiegend positives Urteil, werden aber noch wenig wahrgenommen: 46 Prozent der Besucher geben an, mit den Datenbanken der UB bisher keine Erfahrungen gemacht zu haben. Bei den elektronischen Zeitschriften sind es sogar 63 Prozent. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich beim Schulungsangebot, das noch zu wenig genutzt wird. Bekannt ist es lediglich 45 Prozent der Befragten, nur ein knappes Drittel von ihnen hat bereits an einer Schulung teilgenommen. Arbeitsumfeld und Ausstattung entsprechen besonders im neuen Bibliotheksgebäude in Babelsberg den Benutzerwünschen. Andernorts werden, bedingt durch räumliche Gegebenheiten, einzelne Aspekte wie fehlende Lese- und Arbeitsplätze kritisiert. Ein standortübergreifendes Problem liegt in der offenbar unzureichenden Funktionsfähigkeit der Kopierer.
Insgesamt lassen die Umfrageergebnisse weitgehende Zufriedenheit mit den Dienstleistungen der UB erkennen. Gleichzeitig zeigt sich in einzelnen Bereichen Verbesserungsbedarf. So wird die UB künftig noch stärker auf ihre weniger genutzten Angebote(Schulungen, elektronische Dienste) aufmerksam machen, denn Informationskompetenz ist für Forschung und Lehre unverzichtbar. Vor allem gilt es, das Medienangebot weiter-auszubauen und aktuell zu halten, um das bisher erreichte Niveau zu sichern. Dies gelingt allerdings nur, wenn der sich für 2003 abzeichnende Einbruch bei den Literaturerwerbungsmitteln verhindert werden kann.
Dr. Doris Grüter/Universitätsbibliothek
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