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(1.1.2019) 07
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Gemeinsame

Standards überprüfen

Verwaltungswissenschaftler und-praktiker diskutieren über das Zusammenwachsen der europäischen Verwaltungen

Vom 4. bis 7. September 2002 ist die Universität Potsdam wieder einmal Gastgeber einer großen internationalen Konferenz. Die European Group of Public Administration(EGPA) wird ihre diesjährige Jahrestagung an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni am Standort Babelsberg abhalten, und zwar unter dem GeneralthemaThe European Administrative Space: Governance in Diversity.

ie jährlichen Konferenzen von EGPA [DS regelmäßig von rund 200 hoch­

rangigen Praktikern und Verwaltungs­wissenschaftlern besucht, und auch in Potsdam wird mit einer entsprechenden Teilnehmerzahl gerechnet. Bei dem Generalthema der Konferenz geht es um die zentrale Frage, inwieweit sich in verschiedenen Ländern Europas, nicht zuletzt durch die Anforderungen der EU, gemeinsame Standardsguter Verwaltung(good gover­nance) entwickelt haben, wie diese gegebenen­falls aussehen, ob dies überhaupt erstrebenswert ist und welche verwaltungspolitischen Implika­tionen solche Standards nicht zuletzt für die Osterweiterung der EU haben. Governance meint dabei nicht nur die interne Organisation von Politik und Verwaltung, sondern vor allem die Entwicklung und Ausgestaltung der Netzwer­ke zwischen öffentlichem Sektor, der privaten

Neuer Wettbewerb

Die Präsidenten und Rektoren der Freien Uni­versität Berlin, der Humboldt-Universität zu Ber­lin, der Technischen Universität Berlin, der Ber­lin-Brandenburgischen Akademie der Wissen­schaften, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und des Wissenschaftskollegs zu Berlin schreiben einen Ideenwettbewerb zum ThemaKultureller und sozialer Wandel aus.

Diese Ausschreibung richtet sich vor allem an jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler im Bereich der Geistes- und Sozialwis­senschaften, die sich dabei um die Finanzierung

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Wirtschaft und nicht zuletzt der Zivilgesell­schaft.

Neben international besetzten Workshops zum Generalthema und einem German Panel, auf dem die Staatssekretärin im Bundesinnenmi­nisterium Brigitte Zypries die Teilnehmer über die neuesten Entwicklungen in Deutschland informieren wird, gibt es eine Reihe von Stu­diengruppen zu Themen wie Produktivität and Qualität im öffentlichen Sektor, Personalpolitik oder auch Öffentliche Finanzierung and Management. Schlüsselreden halten der Gene­raldirektor des European Institutes of Adminis­trative Sciences(EIPA), Gerard Druesne, und Johan P. Olsen, Research Director von ARENA (Advanced Research on the Europeanization of the Nation State) in Oslo, derzeit einer der inter­national angesehensten Organisationsforscher.

Zu den weiterenHighlights der Konferenz zählen zweifelsohne ein Empfang der Teilneh­mer durch die Bundesregierung im Bundes­kanzleramt Berlin sowie ein Empfang des bran­denburgischen Ministerpräsidenten während einer Schiffstour.. Red.

Wer sich weiter über die Konferenz informieren will, kann dies im Internet unter http: //www.uni­potsdam.de/egpa2002 tun.

von internationalen Colloquien in Schloss Blan­kensee bei Berlin bewerben können. Zu diesen Blankensee-Colloquien werden auch Beobach­ter aus den Forschungsförderungsorganisatio­nen eingeladen. Die Bewerbungsfrist für das Auswahlverfahren endet am 30. September 2002. Red. Die genaue Ausschreibung finden Interessenten

im Internet unter der Adresse http: //www.wiko­

berlin.de /Information /dblankensee_ausschreib.htm

Forschung www.uni-potsdam.de/portal /julo2/forschung

Im vereinten Deutschland gibt es auch hinsichtlich verwaltungswissenschaftlicher Fragen viel Bewegung. Die Debatte über Standardsguter Verwaltung wird jedoch längst nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene geführt. Inwieweit sich erfolg­reich gemeinsame Standards entwickelt haben, messen Experten auch an den von der Europäischen

Union vorgegebenen Anforderungen.

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Das Gremium

EGPA ist ein Zusammenschluss von Verwaltungs­wissenschaftlern und Praktikern sowie wichtiger verwaltungswissenschaftlicher Institutionen und gleichzeitig der europäische Zweig des Internatio­nal Institute of Administrative Sciences(IIAS) mit Sitz in Brüssel. In den letzten Jahren sind EGPA­Konferenzen unter anderem in Budapest, Paris, Rotterdam, Athen, Glasgow und Vasaa durchge­führt worden. EGPA ist damit so etwas wie das jährlicheFamilientreffen der europäischen Verwaltungswissenschaftler und-reformer, auf dem man sich über die neuesten Entwicklungen, Probleme und Lösungsmöglichkeiten informiert. und austauscht. Seit Sommer 2001 ist Prof. Dr. Werner Jann von der Wirtschafts- und Sozial­wissenschaftlichen Fakultät Präsident der EGPA, und er ist auch, zusammen mit den Professoren Thomas Edeling, Harald Fuhr, Christoph Reichard und Thomas Edeling, Organisator der Konferenz. Dass die Veranstaltung in Potsdam stattfindet, werten Beobachter des Geschehens als Aner­kennung für die hier geleistete Arbeit in der ver­waltungswissenschaftlichen Forschung und Lehre. Die Potsdamer sind zunehmend auch international gefragt.

Portal 7-9/02

Foto: Archiv