Heft 
(1.1.2019) 10
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Foto: Fritze

Eine der herausragendsten Errungenschaften ist das im Oktober 1998 gegründete Hasso-Plattner­Institut für Softwaresystemtechnik(HPI), ein An-Institut der Universität. Hasso Plattner, der Mitgründer des Software-Riesen SAP und Vor­standssprecher des Unternehmens, beteiligte sich mit einem dreistelligen Millionenbetrag am Aufbau eines neuen Gebäudekomplexes am Uni­Standort August-Bebel-Straße in Babelsberg und stellt dem Institut über zwanzig Jahre hinweg einen jährlichen Haushalt von 2,5 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen zur Verfügung. Das HPI ist damit eine der größten privaten Stif­tungen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und zeigt, wie öffentliche Zuwen­dungen sinnvoll durch private Investitionen ergänzt werden können.

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Portal 10/02

Spitzenleistungen liefern

Wissenschaftler.

DasNetzwerk Wissenschaft verleiht Potsdam somit längst eine neue Qualität als Wissen­schaftsstandort auch wenn diese Tatsache noch nicht immer in das öffentliche Bewusstsein gedrungen ist. Schon jetzt übersteigen die priva­ten Investitionen und der Drittmitteleinsatz am Wissenschaftsstandort Potsdam den Etat der Universität um ein Mehrfaches. Von den über 650 Millionen DM, die im Jahre 2000 in Pots­dam für die wissenschaftliche Forschung ausge­

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geben wurden, entfielen nur etwa 150 Millionen auf den Haushalt der Universität. Allerdings: Ohne den Beitrag der Universität, der Hochschu­len insgesamt, wären die übrigen Mittel kaum in diesem Ausmaß geflossen. Von den außeruni­versitären Einrichtungen wird die Zusammenar­beit mit den Hochschulen nicht nur gewünscht,

sondern meist zur Bedingung ihres Engage­

ments gemacht.

Die Entwicklung der Wissenschaftsland­schaft Potsdam ist deshalb kein Selbstläufer, son­dern bedarf kontinuierlicher Aufmerksamkeit und Pflege. Wissenschaftsförderung und Wis­senschaftsentwicklung setzen ein Bewusstsein für die Notwendigkeit entsprechender Investitio­nen in die eigene Zukunft voraus. Die Stadt Pots­dam und das Land Brandenburg sind hierbei ebenso gefordert wie die örtlichen Hochschulen, die sich durch ein attraktives wissenschaftliches Profil und überzeugende Leistungen in For­schung und Lehre auszeichnen müssen.

Potsdam ist ein idealer Ort für Einrichtungen der wissenschaftlichen Forschung und Lehre, die ihrerseits dazu beitragen, der Stadt ein neues, zusätzliches und vor allem zukunftsfähiges Pro­fil zu verleihen. Die Verantwortlichen wären gut beraten, dieses Potential nicht durch Unacht­samkeit zu gefährden oder gar leichtfertig zu ver­spielen.

Manfred Görtemaker/Historisches Institut

Die Universität Potsdam spielt in der Wissen­schaftslandschaft der brandenburgischen Landeshauptstadt eine zentrale Rolle. Trotz finanzieller Zwänge sichert sie.die Aus­bildung in einem breiten Fächerspektrum und leistet eine auch international aner­

kannte Forschung.

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Manfred Görtemaker bekleidet im Histori­schen Institut der Universität Potsdam die Professur für Neuere Geschichte I mit dem Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert. Derzeit weilt Görtemaker am St. Antony's College in Oxford/Großbritannien, um in Lehre und Forschung zu wirken.

Foto: privat