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(1.1.2019) 10
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Image braucht Pflege

Die Universität Potsdam als Wirtschafts- und Standortfaktor für die Stadt Potsdam

Studierende und Mitar­beiter der Hochschule bringen Geld in die

Der Wirtschaftsfaktor Stadt. Nicht nur die Inhaber der zahlreichen Die Bedeutung der Universität Potsdam als Wirt- Kneipen, Cafes und

schaftsfaktor leitet sich aus Faktoren ab, die posi- Restaurants freut's.

Potsdam ist eine Universitätsstadt. Was verspricht diese Aussage? Ist es nur ein Imagefaktor, oder verbergen sich dahinter harte Wirtschaftsfakten? Die Universität Potsdam ist die mit Abstand größte und wichtigste Hochschule des Landes Brandenburg.

egenwärtig studieren hier rund 14.000 ( junge Leute an fünf Fakultäten. In Leh­

re und Forschung sind 1.060 und in der Verwaltung noch einmal 779 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vollzeitbeschäftigt. Nur wenige Institutionen beschäftigen in Potsdam ebenso viele oder mehr Personen, so beispielsweise das Krankenhaus, die Stadtverwaltung oder auch die Landesregierung. Die Gesamtausgaben der Uni­versität belaufen sich für 2002 auf etwa 91 Milli­onen Euro. Für die Stadt Potsdam ergeben sich hieraus in zweierlei Hinsicht positive Effekte: Zum einen werden von der Universität Einkom­mens- und Beschäftigungseffekte in einer beträchtlichen Größenordnung ausgelöst(Uni­versität als Wirtschaftsfaktor) und zum anderen trägt die Universität sehr viel zur Attraktivität Potsdams als internationalem renommierten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort bei (Universität als Standortfaktor).

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tive Einkommens- und Beschäftigungseffekte für die Stadt Potsdam auslösen. Denn hier wer­den circa 1.800, zum Teil hoch- und höchstqua­lifizierte Arbeitsplätze in Lehre und Forschung sowie in der Verwaltung bereit gestellt. Indirekte Einkommens- und Beschäftigungseffekte erge­ben sich zudem durch die Einkommensverwen­dung von Mitarbeitern mit Wohnsitz in Pots­dam. Sie kaufen beispielsweise in den Geschäf­ten der Stadt ein, verbringen ihre Freizeit in ihr. Nicht vergessen werden darf, dass die Einrich­tung die für einen funktionierenden Betrieb not­wendigen Waren aus der Stadt beschafft. Und nicht nur das. Sie nimmt auch Dienstleistungen in Anspruch, die sich hier bieten. Die Universität ist damit ein bedeutender Abnehmer des städti­schen Waren- und Dienstleistungsangebots, zum Beispiel bei Verbrauchsmaterialien, Büro­möbeln, baulichem Unterhalt. Natürlich tätigen die Studierenden ebenso wichtige Konsumaus­gaben, etwa für Nahrungsmittel, Literatur und anderes. Zur exakten Quantifizierung dieser Effekte müsste jedoch eine genaue und differen­zierte Analyse der Einnahmen und Ausgaben der Universität durchgeführt werden.

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Ingo Balderjahn beklei­det die Professur für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing an der Wirt­schafts- und Sozialwis­senschaftlichen Fakultät.