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(1.1.2019) 11
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Uni Aktuell

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Minimalprogramme sind out

Prorektorin Prof. Dr. Gerda Haßler drängt auf modulare Gestaltung von Studiengängen

Module schaffen für die Studierenden eine gute Übersicht über das, was ihnen abverlangt wird.

Weltweit gehört die Gestaltung von Hochschulstu­diengängen als ein System zeitlich aufeinander folgender oder in der Abfolge austauschbarer Module zu den wichtigsten Ansätzen zukunfts­orientierter Studienformen. Diesem Trend folgt auch die Universität Potsdam, allen voran moderne Studiengänge wie Europäische Medien­wissenschaften, Informatik, Polymer Science, Public Management und Regionalwissenschaften. Über Prinzipien der Gestaltung von Modulen, ihre Funktionen, ihre Vor- und Nachteile, ihre lei­stungsfördernden Potenzen und schließlich über den aktuellen Entwicklungsstand sprach Armin Klein mit der Prorektorin für Lehre und Studium, Prof. Dr. Gerda Haßler.

Der BegriffModul ist vielen aus der Elektro­technik und Elektronik oder aus der Datenverar­beitung bekannt, als Schaltungseinheit aus meh­reren Bauteilen oder als Untereinheit eines EDV­Programmes...

Haßler: Als Module bezeichnet man bekanntlich auch ganz allgemein austauschbare, komplexe Elemente eines Gesamtsystems. Bezogen auf das Hochschulstudium sind mit dem Begriffdas Modul in sich geschlossene, nach inhaltlichen Leitlinien strukturierte Baueinheiten ganzer Stu­diengänge zu verstehen.

Zum Beispiel?

Haßler: Nehmen wir die Europäischen Medien­wissenschaften. Hier besteht der Bachelor-Stu­diengang aus vier Makromodulen: Theorie und Systematik der Medien, Geschichte und Analyse der Medien im Kulturvergleich, Gesellschaftli­

Foto: Tribukeit

che Steuerung und Wirkung der Medien im europäischen Vergleich und Praxis der Medien. ImPraxismodul beispielsweise sind verschie­dene Formen der Medienarbeit vereinigt, unter anderem Programmgestaltung, Berichterstat­tung, Dramaturgie, Konzeptentwicklung und kritische Produktionsbeobachtung.

Ganze vier Module ist das für einen so anspruchsvollen Studiengang nicht ein bisschen wenig?

Haßler: Ich kann nicht sagen, wie viele Module für einen Studiengang optimal sind und wie vie­le Vorlesungs-, Seminar- oder Praktikumseinhei­ten ein Modul enthalten muss. Das hängt sicher vom konkreten Studiengang ab. Mir fällt auf, dass Naturwissenschaftler beispielsweise zur Aufnahme recht vieler Einheiten in ein Modul neigen. Mir sind Fächer eben mit vier, mit zehn, ja sogar mit 30 Modulen bekannt.

Sollte es aber nicht doch ein Maß geben? Haßler: Wichtig ist, dass Module für die Studie­renden überschaubar bleiben. Ich plädiere dafür, dass sie in zwei Semestern bei einem wöchent­lichen Zeitaufwand von vier bis acht, maximal aber nicht mehr als zehn Stunden studierbar sein sollten. Schon ein Drei-Semester-Modul würde unnötige studienorganisatorische Proble­me mit sich bringen.

Sie setzen sich bekanntlich für modularisierte Studiengänge in allen Fakultäten ein. Liegen Ihnen da einzelne Studiengänge besonders am Herzen?

Haßler: Eigentlich alle, aber an unserer tradi­tionsreichen Lehrerbildungsstätte, an der wir uns für ein integriertes Lehramtsstudium ent­schieden haben, interessieren mich natürlich besonders Modularisierungsbemühungen in diesem Bereich. Wie ließe sich ein integriertes Lehramtsstudium besser realisieren als mit Modulen, die fachwissenschaftliche, didaktisch­methodische und erziehungswissenschaftliche Einheiten in sich vereinigen?

Tut sich denn da schon etwas? Haßler: Ja, es gibt vielfältige Überlegungen. Ein

Beispiel könnte ich aus dem Institut für Germa­

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