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genannt, schaffen. Hiermit verbindet sich die Idee, Verwaltungsprozesse durchgängig mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken abzuwickeln. Der Bürger hat dann beispielweise die Möglichkeit, umfangreiche Verwaltungsleistungen direkt über das Internet, über ein Call-CenMW£°° ter oder über ein Yejtere Informationen Bürgerbüro in sei-; http://www.ifg.cc http://www.kommunaler-wettbewerb.de /files /800.htm
ner Gemeinde in Anspruch zu nehmen. Diese neuen Zugangswege zu Verwaltungsleistungen erfordern jedoch erhebliche informationstechnische, organisatorische und auch juristische Änderungen in der Verwaltung. Hier setzt das Projekt„eLoGo“, Electronic local government, an, indem es untersucht, wie kommunale Dienstleistungen zukünftig unter Berücksichtigung von Effizienzkriterien und Bürgerorientierung in der kreisangehörigen Kommunalverwaltung produziert und abgegeben werden können. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Möglichkeiten und Chancen einer dezentralen Wahrnehmung von Kreisaufgaben durch die Gemeinden gerichtet. Gemeinsam mit dem Partnerlandkreis Potsdam-Mittelmark sind auch praktische Referenzprojekte im Bereich der Kfz-Zulassung und der Sozialdienste durchgeführt worden. Ergebnisse der Studie fließen darüber hinaus in ein Forschungs- und Anwendungsnetzwerk für den Bereich des eGovernment ein. Als Ergebnis dieser Netzwerkaktivitäten wurde Anfang August 2002 das„Institute for eGovernment“ an der Universität Potsdam
http://www.pots-puma.de
gegründet. Einen anderen Weg beschreitet das Forschungsvorhaben„Konkurrieren statt Privatisieren“(ProKon), ein von der Hans-Böckler-Stiftung gefördertes Projekt zur Analyse der Teilnahme von Kommunen am Marktwettbewerb. Dr. Alexander Wegener und seine Mitarbeiter gehen davon aus, dass kommunale Dienstleistungen zunehmendem Anpassungsdruck ausgesetzt sind, was häufig zu vorschnellen Privatisierungen führt. Privatisierungen erfüllen jedoch nicht immer die in sie gesetzten Erwartungen.„ProKon“ untersucht deshalb, welche Strategien die Kommunen entwickeln können, um sich den besonderen Anforderungen des zunehmenden Wettbewerbes zu stellen, und mit welchen Wirkungen sie im Hinblick auf Beschäftigung, Qualität und Kosten bei der Wettbewerbsteilnahme zu rechnen haben. Das Projekt konzentriert sich auf ein ausgewähltes Spektrum an internen Dienstleistungen wie etwa Gebäudereinigung, Grünflächenpflege oder die Bereitstellung von Informationstechnik und Druckerzeugnissen.
Christoph Reichard
Portal 10/02
Moderne Studienrichtungen
Im Bereich der Lehre bietet die Universität Potsdam eine einmalige Möglichkeit der Kombination unterschiedlicher Fächer und Disziplinen, die sich mit den Problemen und Chancen eines modernen öffentlichen Sektors beschäftigen. Die Besonderheit besteht zum einen in einer engen Verflechtung zwischen Lehre, Forschung und praktischer Beratung, zum anderen in einer zumindest in Deutschland einmaligen engen Zusammenarbeit zwischen Politik- und Sozialwissenschaften auf der einen, Betriebswirtschaftslehreund Managementlehre auf der anderen Seite unter gleichzeitiger Einbeziehung der klassischen Volkswirtschaftslehre und der Jurisprudenz.
So ist die Universität Potsdam eine von nur zwei Universitäten in Deutschland, die einen grundständigen Studiengang im Bereich Verwaltungswissenschaft mit Diplomabschluss anbietet, ein sozialwissenschaftlicher Studiengang mit Anteilen von Management, Volkswirtschaftslehre und Jura. Gleichzeitig gibt es daneben eine spezifische Managementorientierung mit dem Abschluss Diplom Kaufmann oder Kauffrau unter Beteiligung der gesamten Betriebswirtschaftslehre und einer entsprechenden Spezialisierung im Bereich Public Management. Möglich ist auch, einen Abschluss in Volkswirtschaftslehre mit einer Spezialisierung im Bereich öffentlicher Sektor und Verwaltungswissenschaft zu kombinieren. Auch in der Soziologie gibt es die Möglichkeit, sich im Bereich Organisations- und Verwaltungssoziologie zu spezialisieren. Und als einzige Universität Deutschlands bietet Potsdam derzeit einen Master of Public Management als einjährigen Aufbaustudiengang für Studierende mit Berufserfahrung(Midcareer) in englischer Sprache an. Er wird im nächsten Jahr durch einen verwandten Abschluss Master of Global Public Policy ergänzt. Red.
Rund um die Welt
Der Lehr- und Forschungsschwerpunkt VOM ist nicht nur durch eine sehr gute interdisziplinäre Zusammenarbeit und enge Kontakte zur Praxis gekennzeichnet, die Wissenschaftler sind darüber hinaus auch international vernetzt. Sie lehren und forschen an verschiedenen internationalen Institutionen, sind Mitherausgeber nationaler und internationaler Zeitschriften und nehmen wichtige internationale Aufgaben wahr. So ist Prof. Dr. Christoph Reichard Mitglied des Vorstands der EAPAA(European Association or Public Administration Accreditation), der europäischen Vereinigung zur Akkreditierung verwaltungswissenschaftlicher Studiengänge, und Prof. Dr. Werner Jann ist seit 2002 Mitglied des Committee of Experts on Public Administration des Wirtschafts- und Sozialausschusses der UNO in New York. Die VOMProfessoren sind als Berater des Arbeitsbereiches Public Management (PUMAJ) der OECD in Paris tätig, arbeiten für die Weltbank in Washington D.C. oder betreuen Projekte der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit(GTZ) unter anderem in Äthiopien und Südamerika.
Seit dem letzten Jahr ist Prof. Dr. Werner Jann zudem Präsident der European Group of Public Administration(EGPA) mit Büro in Brüssel. EGPA ist der europäische Zweig des International Institute of Administrative Sciences (IAS), ein Zusammenschluss angesehener Verwaltungswissenschaftler und Praktiker sowie wichtiger verwaltungswissenschaftlicher Institutionen.(Siehe dazu auch Portal vom Juli 2002) Red.
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