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(1.1.2019) 11
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Exmatrikulierten.

Der häufigste Grund für einen Studienabbruch sind enttäuschte Erwartungen. Das ergab eine Befragung der

Mit Abstand betrachtet

Exmatrikulierte der Uni Potsdam beurteilen die Qualität von Lehre und Studium

Die Hälfte der Befragten einer Exmatrikulierten­studie des Wintersemesters 2001/2002 verließen die Universität Potsdam ohne Abschluss in der Tasche. Rund 20 Prozent brachen das Studium nach weniger als vier Semestern ganz ab, etwa 31 Prozent wechselten durchschnittlich nach dem 3. Semester an eine andere Hochschule.

m mehr über die Gründe und Ursachen

| zu erfahren und daraus Handlungs­

empfehlungen für die Uni Potsdam

abzuleiten, führte Philipp Pohlenz von der Ser­

vicestelle für Lehrevaluation im Auftrag des Rek­torats eine Befragung durch.

Von den insgesamt 1.023 nach dem letzten Wintersemester Exmatrikulierten beantworteten 240 Absolventen, Studienabbrecher und Hoch­schulwechsler die zusammengestellten Fragen. Es interessierte die Unileitung, was die Studie­renden ursprünglich nach Potsdam gelockt hat­te, welche Gründe gegebenenfalls für Studien­abbruch und Hochschulwechsel ausschlagge­bend waren, wie Qualität der Lehre und Studien­bedingungen rückblickend eingeschätzt werden und wie sich die persönliche Situation der Befragten heute darstellt.

Für die Exmatrikulierten war der Studienall­tag jenseits vonMassenuniversität das größte Plus der Uni Potsdam, und für die Abbrecher

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Die StudieExmatrikulierte der Universität Pots­dam im Wintersemester 2001/2002 der Servi­cestelle für Lehrevaluation ist zugänglich unter http://www.uni-potsdam.de/u/evaluation/ index.htm

blieb es das auch in der Retrospektive. Die Nähe zum Heimatort stand für die Mehrheit an zwei­ter Stelle und die Nähe zu Berlin an der dritten. Als weitere Gründe wurden das kulturelle Umfeld von Potsdam, der gute Ruf der Univer­sität und die Empfehlung anderer Studierender genannt.|

Die häufigsten Gründe für den Studienab­bruch waren dagegen enttäuschte Erwartungen der Befragten, die sich auf das Studium und das gewählte Fach bezogen. Sie waren also vor Stu­dienbeginn nicht ausreichend über fachliche und sonstige Anforderungen informiert. Wie auch andere Forschungen zeigen, besteht an die­ser Stelle häufig eine große Informationslücke, die durch Schulen, Arbeitsämter und Universitä­ten in Zukunft gezielter gefüllt werden muss.

Zu den abbruchrelevanten Gründen gehör­ten weiterhinallgemeine Studienbedingun­gen, die an der Uni Potsdam als schlecht beur­teilt wurden. Dazu zählten eine mangelnde

Foto: Fritze

Alumni

www.uni-potsdam.de/portal/dezo2/alumni

inhaltliche und zeitliche Abstimmung des Lehr­angebotes sowie eine für die Befragten unzurei­chende Transparenz der Leistungsanforderun­gen. So scheint den Studierenden oft nicht klar gewesen zu sein, wie sie zu ihren Scheinen kom­men! Hier zeigt sich für die Universität bereits ein Handlungsansatz.

Die gewichtigsten Gründe für einen Hoch­schulwechsel spiegeln dagegen eher persönliche Dispositionen wider, die von der Universität Potsdam nicht beeinflusst werden können. Eine Ausnahme bildet die Angabeschlechter Stu­dienbedingungen an der dritten Stelle, die von der Universität zumindest grundsätzlich verbes­sert werden könnten. Dazu gehören neben den oben erwähnten Aspekten einer besseren Abstimmung der Angebote: die Erhöhung der Beratungsleistungen in der Prüfungsvorberei­tung, die regelmäßigere Information über Lern­fortschritte, bedarfsgerechtere fachliche Spezia­lisierungsmöglichkeiten in den Fächern und die zusätzliche Vermittlung fachübergreifender Qualifikationen wie sozialer Kompetenzen. Aus Sicht der Befragten optimiert werden müssten unter anderem noch die Ausstattung mit Com­puterarbeitsplätzen und die Zahl der Teilnehmer pro Lehrveranstaltung, was sicherlich jeder unterschreiben würde.

Die aktuelle beziehungsweise angestrebte beruf­liche Situation der ehemaligen Studierenden variiert stark, je nach dem, aus welchem Grund das Studium beendet wurde. Während gut die Hälfte der Absolventen mit Studienabschluss bereits eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, ist dies bei den Studienabbrechern erst bei einem knappen Fünftel der Fall. Die Hälfte von ihnen will dagegen eine Berufsausbildung aufnehmen. Bei den ehemaligen Studierenden mit Hoch­schulabschluss sind es immerhin auch 18 Pro­

zent. Christina Zech

StartUp 2003

Seit Anfang September dieses Jahres läuft die sechste Runde vonStartUP. Deutschlands größter Gründungswettbewerb wird gemein­sam von den Sparkassen, McKinsey& Compa­ny, dem stern und dem ZDF veranstaltet. Am Wettbewerb 2003 kann jeder teilnehmen, der in diesem Jahr ein Unternehmen gegründet hat oder die Gründung bis zum Jahresende plant. Bewertet wird der Geschäftsplan des zu gründenden Unternehmens. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2002. Auskünfte sind zu erhalten unter Tel.: 0331/8914018 oder unter http: //www.startup-initiative.de. Red.

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