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Alumni

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Lebenslanges Netzwerk: Aus Studierenden werden Alumni

Die Uni Potsdam will den Kontakt zu ihren Ehemaligen halten

Abschied und Willkommen.

Studieren, promovieren, ein Zeugnis und tschüß! So oder ähnlich würden wohl einige Hochschulabgänger hierzulande nicht ohne Bedauern das KapitelMeine Universität und ich abschließen. Schade eigentlich. Denn bei näherer Betrachtung wird klar, dass sich Absol­venten und Hochschulen auch nach der Studien­zeit noch Einiges zu geben hätten: Weiterbildung, durch die Berufspraxis angereichertes Fachwissen, Anregungen, Kritik und Kontakte zum Beispiel. Die Idee dahinter hat nun auch in Deutschland einen Namen bekommen:Alumni.

lumni sind die ehemaligen Studierenden A Wissenschaftler einer Universität, ie die Verbindung zu dieser und mitein­ander halten wollen, und umgekehrt. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlichdie Genährten. Er fand, weil er so schön nach Tradition duftete, im 19. Jahrhundert Eingang in die neuen amerikanischen Colleges und in den letzten Jahren, verbunden mit der Idee einer systematischen Kontaktpflege durch Universitäten, seinen Weg zurück nach Europa. 1995 wurden in Deutschland ganze zehn Alumni-Organisationen gezählt. Heute sind es etwa 400 der verschiedensten Couleur: kleine

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fachbezogene Vereine ebenso wie hochschulwei­te Netzwerke mit Regionalgruppen in aller Welt.

Seit Anfang 2002 entwickelt auch die Uni Potsdam ihr Alumni-Programm. Es ist im Refe­rat für Presse-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit angesiedelt. Alumni, Hochschulangehörige, Stu­

Christina Zech ist seit Juli 2002 Alumni-Refe­

Foto: Fritze

rentin der Universität Potsdam im Referat für Presse-, Öffentlichkeits­und Kulturarbeit. Ihr Studium der Gesell­schafts- und Wirt­BA. 4 schaftskommunikation schloss sie Ende 2001 an der Universität der Künste Berlin mit einer Diplomarbeit über deut­sche Hochschulen und Alumni-Bindung ab. Praktika und Studienaufenthalte führten sie nach England und Frankreich. Während des Studiums beschäftigte sie sich in verschiedenen Projekten mit dem Thema Kommunikationspolitik für Hochschulen, Werbung für Non-Profit-Organi­sationen und Verbraucherinformationspolitik. Red.

dierende und externe Partner werden in Zukunft leichter miteinander in Verbindung treten kön­nen, um persönliche und institutionelle Ziele besser zu erreichen. Die Ehemaligen sollen dar­über hinaus verstärkt in Forschung, Lehre und Hochschulentwicklung eingebunden werden. Denn sie sind wichtige Ratgeber und Botschaf­ter, potenzielle Kooperationspartner, Kunden und auch Unterstützer der Universität wenn es gelingt, sie dafür zu begeistern.

Alle, die mindestens zwei Jahre hier studiert oder geforscht haben, können sich dem Netzwerk anschließen. Sie werden kostenlose Informa­tions- und Serviceangebote und später zusätzli­che Dienstleistungen mit Alumni-Rabatt bezie­hen können.

So soll es beispielsweise eine lebenslange E-Mail­Adresse für alle geben. Ein Alumni-Magazin wird einmal im Jahr Neues über Bekannte und Bekanntes berichten. Ergänzt wird es durch ein Online-Magazin, das offen ist für weitere Beiträ­ge von und für Alumni und solche, die es einmal werden. Eine Alumni-Plattform im Internet mit Links zu allen Alumni-Initiativen der Universität wird virtueller Knoten des Netzwerks sein. Ver­anstaltungen in der Uni Potsdam oder in der Stadt sollen als Anlässe für Absolvententreffen genutzt werden. Ehemaligen aus dem Ausland werden Leistungen von Drittmittelgebern ver­mittelt, und Alumni aus der Region können monatlich den Veranstaltungskalender beziehen. Daneben will das Alumni-Programm die Idee zum Thema machen und die hochschulinterne und-externe Vernetzung fördern. Denn eins ist klar: Lebendige Netzwerke können nicht von oben organisiert werden. Sie müssen von allen

Seiten her wachsen. Christina Zech

Wer selbst schon eine Alumni-Initiative ins Leben gerufen hat oder Lust hätte, dies zu tun, melde sich im Referat für Presse-, Öffentlich­keits- und Kulturarbeit bei Christina Zech unter 0331/977-1898,-1474 oder per Mail: zech@rz.uni-potsdam.de

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