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(1.1.2019) 03
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Titel

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Auch nach der, Ausgründung besteht ein enger Kontakt zur Universität

Gerade Wissenschaftler kennen das Problem zur Genüge: Historische Dokumente mit Seltenheitswert oder bibliophile Bücher und Schriften sind oftmals nur schwer zugänglich, weil eben einmalig und darum in

Bibliotheken oder Museen gut behütet. Will der Fachmann Einsicht neh­

men, kostet es viel Zeit, manchmal sogar diplomatisches Geschick, um an die Quelle zu gelangen. Das bekamen auch die Mitarbeiter der Pots­damer Firma ArDiCon zu spüren, als sie konkrete Bitten um Abhilfe erhielten. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Universität Potsdam und der WiSenT GmbH wurde getüftelt und schließlich eine Lösung gefun­den. Herausgekommen ist dabei eine Software für Frakturschriften. Doch jene Eigenentwicklung für altdeutsche Schriftfonts des 17. bis 19. Jahrhunderts ist nur einer der Farbtupfer in der Angebotspalette des Unternehmens. Es widmet sich der Digitalisierung ganz unterschied­

licher Arten papiergebundener Information und hat sich in diesem Rah­

men Dienstleistung von A bis Z auf die Fahnen geschrieben.

n Abhängigkeit von den speziellen Anforde­| in00n kann der komplette Prozess vom Scannen über die Volltexterfassung, Forma­tierung und Meta-Daten Ergänzung bis hin zur direkten Übertragung in die EDV-Systeme der

Kunden durchgeführt werden, erklärt

Geschäftsführer Andreas Donle. Die besondere Leistungsfähigkeit seines Unternehmens resul­tiert aus bildverarbeitenden Verfahren, die in der eigenen Firmengruppe entwickelt wurden. Flaggschiff dabei ist die WiSenT GmbH, eine

Alte Schrift

auf neuestem Scanner

Foto: Fritze

unmittelbare Ausgründung aus der Universität Potsdam. 1995 hatten sich die Mathematiker Prof. Dr. Peter Maaß, Dr. habil. Hartmut Schacht­zabel und Dr. Martin Böhm zusammengetan, um sie zu etablieren. Dahinter stand die Über­zeugung, dass mit modernen Verfahren der numerischen Mathematik marktfähige Produk­te herzustellen sind.Der Weg vom Verfahren zum Produkt ist allerdings weit, weiß Donle heute und kritisiert zugleich ein bisschen den ihm häufig fehlenden Anwendungsbezug in der universitären Lehre und Forschung.

Nachdem WiSenT immer mehr expandierte, erfolgte im Jahr 2000 die Gründung von ArDi­Con.Inzwischen waren die Aufgabenfelder so vielfältig geworden, dass eine Trennung Sinn machte, erzählt Donle rückblickend.Auf der einen Seite gibt es heute die rauchenden Köpfe, die Algorithmen für die Bildverarbeitung bear­beiten, auf der anderen machen Mitarbeiter Sys­temintegration, Dokumentenmanagement. Dass die Aufteilung überhaupt möglich wurde, ist kein Zufall. Den Grundstein dafür legte die Teilnahme an einem 1999 vom Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg und der Deutschen Telekom AG durchgeführten Ideen­wettbewerb. Hier gingen die WiSenT-Leute als ein Sieger hervor und partizipierten damit von derTelekooperation für Brandenburg, die ihnen finanzielle Mittel sowohl vom Land als auch von der Telekom bescherte.

An erster Stelle rangiert heute bei ArDiCon die Dienstleistung für den Kunden. Dass jener Schritt nötig würde, hatte sich schon lange vor 2000 angedeutet. Unter anderem auch, als das WiSenT-Team 1997/98 Geschäftsprozesse in der LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse Potsdam analysierte und automatisierte. Die Einrichtung am Luftschiffhafen bekam damals ein völlig neu­es Geschäftsprozesssteuerungssystem, das zu Zeit-, aber auch Materialeinsparungen führte und für einen reibungsloseren Ablauf im Betriebsgeschehen sorgte.

Auch wenn im Zuge des schwierigen wirt­schaftlichen Umfeldes einige öffentliche Aufträ­ge weggebrochen sind, gab es in den vergange­nen zwei Jahren interessante Aufgaben, so Don­le. Dazu zählt der Diplomingenieur für Informa­tionstechnik nicht nur das gerade im Auftrag von

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