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Forschung
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Arbeitskreis Online-Forschung widmet sich internetbasierten Umfragen
Schnell und ohne große Probleme können heute Internet-Nutzer an Umfrageaktionen verschiedenster Couleur teilnehmen. Doch während kommerzielle Anbieter mit den regelmäßig auftretenden Verzerrungen offensichtlich ganz gut leben, bereiten die solcherart erreichten Ergebnisse denjenigen Sorgenfalten, die einen sozialwissenschaftlichen Qualitätsstandard der erhobenen Daten anstreben. Mit dem Problem beschäftigen sich auch Claudia Buchheister, Philipp Pohlenz und JanPeter Hagemüller von der Universität Potsdam. Die drei haben sich deshalb vor einem reichlichen Jahr im Arbeitskreis„ Online Forschung“ zusammengetan.
„- hre Arbeit bestimmen eigentlich gleich zwei
Schwerpunkte. Zum einen wollen sie fachliche Unterstützung und Betreuung bei der Umsetzung von Online-Befragungen durch Mitarbeiter und Studierende leisten, zum anderen geht es ihnen um einen eigenen Beitrag zur Verbesserung der Erhebungsmethoden bei internetbasierten Umfragen.„Gegenwärtig kann aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet, nicht davon gesprochen werden, dass es sich bei mit Hilfe des Internets erhobenen Daten um wirk
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lich repräsentative Stichproben handelt“, beschreibt Philipp Pohlenz das bestehende De. siderat. Der Leiter der Servicestelle für Lehrevaluation der Hochschule und zugleich Lehrbeauftragte im Fachbereich Soziologie erklärt auch warum.„Repräsentativität erreicht man Mur, wenn Zufallsstichproben aus einer kontrollierbaren Grundgesamtheit ausgewählt werden“, erklärt er. Online sei die Kontrolle über eben diese Grundgesamtheit nicht möglich. Zudem können Umfrage-Initiatoren nicht überprüfen, wie viele und welche Nutzer sich tatsächlich hinter dem an das Netz angeschlossenen Computer verbergen.„Wenn jemand zum Beispiel ein Starkes persönliches Interesse an einer Thematik besitzt und den Online-Fragebogen ohne Beden. ken mehrfach ausfüllt, verfälscht er das Ergebnis“, so Pohlenz dazu. Bisher gäbe es technisch kein Verfahren, das zu 100 Prozent vor einem solchen Missbrauch schützt, ohne dass dabei Personen von der Online-Umfrage ausgeschlos. sen werden und sie so an Benutzerfreundlichkeit verliert.
Trotzdem möchte die Gruppe das ErhebungSinstrument Internet nutzen, auch wegen der erheblich geringeren Kosten im Vergleich zur
herkömmlichen Papierform. Bei der Anlage der Befragungen geht das Team den Weg über die experimentelle Forschung.„Wir setzen auf die parallele Verwendung ‚alter' und ‚neuer’ Medien und auch auf die Entwicklung von neuen Gewichtungsverfahren, um etwaige Unterschiede zwischen postalischen und OnlineUmfragen zu quantifizieren und rechnerisch
auszugleichen“, erklärt Pohlenz. Dazu dient unter anderem auch eine internetbasierte Erhebung über die Nutzung verschiedener
Verkehrsmittel bei Potsdamer Studenten. Die Umfrage wurde zuvor vom Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität(AStA) auf konventionelle Weise durchgeführt. Die Mitglieder des Arbeitskreises haben beides miteinander verglichen. Erste Ergebnisse der
Analysen wurden für Interessierte unter http: //www.uni-potsdam.de/db/of bereits ins Netz gestellt. pg
All diejenigen, die Unterstützung bei der Durchführung von Online-Umfragen benötigen, können sich per E-Mail an Philipp Pohlenz wenden: pohlenz@rz.Uni-potsdam.de
Problem bei. Online-Umfragen: Wer sitzt hinter dem Computer?
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