Nobelpreisatmosphäre im „ausverkauften“ Audimax
Das 7. Leibniz-Kolleg befasste sich mit Gegenwart und Zukunft
der„grünen“ Gentechnik
„Es ist eine der attraktivsten, innovativsten Initiativen, die in den letzten Jahren auf dem Boden der Potsdamer Universität entstanden ist“, sagte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder vor nunmehr bereits fünf Jahren. Gemeint war das gerade aus der Taufe gehobene Leibniz-Kolleg. Und das lief nun bereits zum siebenten Male auf hohem Niveau, diesmal veranstaltet vom Institut für Biochemie und Biologie der Universität, dem MaxPlanck-Institut(MPI) für molekulare PflanzenPhysiologie und dem DFG-Sonderforschungsbereich„Molekulare Physiologie, Energetik und Regulation primärer pflanzlicher Stoffwechselprozesse“. Unter dem Thema„Faszination Pflanze“ war am 14. und 15. Mai viel Interessantes über Zusammenhänge von Genomforschung, Gentechnik und klassischer Pflanzenzucht zu erfahren.
= n das personelle und inhaltliche„Top-Spektrum“ vergangener Jahre fügte sich mühe3. los der diesjährige Hauptvortrag des welt
weit führenden Molekularbiologen und Genetikers Prof. Dr. Chris Somerville von der Carnegie Institution an der Stanford University Kalifornien(USA) zum Thema„The Future of Plant Genetik Engineering“ ein.
Doch Leibniz-Kolleg bedeutet nicht nur Nobelpreisatmosphäre im meist„ausverkauften“ Auditorium Maximum. Das Kolleg widmet sich vielmehr auch auf verschiedene Weise der Sicherung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Nachwuchses. So unterstützt es Schülerolympiaden und die Potsdamer Sommeruniversität für Mädchen. Auch rund um den jeweiligen Hauptvortrag geschieht vieles, um bei Schülern oder in der Studentenschaft das Inter
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Preis verliehen
Während des 7. Leibniz-Kollegs wurde traditionsgemäß der mit 2500 Euro dotierte Publikationspreis verliehen. Er ging diesmal an Norbert Marwan, Promovend in der Arbeitsgruppe Nichtlineare Dynamik der Universität. Marwan hatte in der angesehenen Zeitschrift„Physical Review E.“ veröffentlicht. Sein Verdienst ist es, eine neue Methode Nichtlinearer Datenanalyse entwickelt zu haben. Der Nachwuchswissenschaftler wendete sie bereits bei Patienten mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen an. Das Ergebnis: Derartige Störungen sind jetzt schon kurz vor ihrem Auftreten festzustellen. Dies dürfte für neuartige Therapien von besonderer Bedeutung sein.
Portal 5-7/03
Fotos: Fritze