Heft 
(1.1.2019) 05
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Nobelpreisatmosphäre im ausverkauften Audimax

Das 7. Leibniz-Kolleg befasste sich mit Gegenwart und Zukunft

dergrünen Gentechnik

Es ist eine der attraktivsten, innovativsten Initia­tiven, die in den letzten Jahren auf dem Boden der Potsdamer Universität entstanden ist, sagte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder vor nun­mehr bereits fünf Jahren. Gemeint war das gerade aus der Taufe gehobene Leibniz-Kolleg. Und das lief nun bereits zum siebenten Male auf hohem Niveau, diesmal veranstaltet vom Institut für Bio­chemie und Biologie der Universität, dem Max­Planck-Institut(MPI) für molekulare Pflanzen­Physiologie und dem DFG-Sonderforschungsbe­reichMolekulare Physiologie, Energetik und Regulation primärer pflanzlicher Stoffwechselpro­zesse. Unter dem ThemaFaszination Pflanze war am 14. und 15. Mai viel Interessantes über Zusammenhänge von Genomforschung, Gen­technik und klassischer Pflanzenzucht zu erfah­ren.

= n das personelle und inhaltlicheTop-Spek­trum vergangener Jahre fügte sich mühe­3. los der diesjährige Hauptvortrag des welt­

weit führenden Molekularbiologen und Geneti­kers Prof. Dr. Chris Somerville von der Carnegie Institution an der Stanford University Kalifor­nien(USA) zum ThemaThe Future of Plant Genetik Engineering ein.

Doch Leibniz-Kolleg bedeutet nicht nur Nobelpreisatmosphäre im meistausverkauf­ten Auditorium Maximum. Das Kolleg widmet sich vielmehr auch auf verschiedene Weise der Sicherung des mathematisch-naturwissen­schaftlichen Nachwuchses. So unterstützt es Schülerolympiaden und die Potsdamer Som­meruniversität für Mädchen. Auch rund um den jeweiligen Hauptvortrag geschieht vieles, um bei Schülern oder in der Studentenschaft das Inter­

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Preis verliehen

Während des 7. Leibniz-Kollegs wurde traditions­gemäß der mit 2500 Euro dotierte Publikations­preis verliehen. Er ging diesmal an Norbert Mar­wan, Promovend in der Arbeitsgruppe Nichtline­are Dynamik der Universität. Marwan hatte in der angesehenen ZeitschriftPhysical Review E. ver­öffentlicht. Sein Verdienst ist es, eine neue Metho­de Nichtlinearer Datenanalyse entwickelt zu haben. Der Nachwuchswissenschaftler wendete sie bereits bei Patienten mit lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen an. Das Ergebnis: Der­artige Störungen sind jetzt schon kurz vor ihrem Auftreten festzustellen. Dies dürfte für neuartige Therapien von besonderer Bedeutung sein.

Portal 5-7/03

Fotos: Fritze