Tibetischer Gast an Uni-Zentrum
Menschenrechtsverletzungen kritisiert
Am 9. Mai dieses Jahres weilte Professor Samdhong Rinpoche, Ministerpräsident der Exilregierung Tibets und damit Regierungschef des Dalai Lama, zu Gast am MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam. Der Aufenthalt diente einem Gedankenaustausch zwischen dem Leiter des Uni-Zentrums, Prof. Dr. Eckart Klein, und dem tibetischen Politiker. Gegenstand des Gespräches waren die Menschenrechtsverletzungen, die von der Regierung der Volksrepublik China in Tibet begangen werden, vor allem aber auch die von verschiedenen Seiten entwickelten Vorschläge zur Lösung der Tibetfrage. Die der Volksrepublik China recht weit entgegenkommenden Vorstellungen des Dalai.Lama von einer kulturellen Autonomie der Tibeter sind auch in tibetischen Kreisen nicht unumstritten. Sie ent
Im Gespräch: Professor Eckart Klein(r.) und Professor Samdhong Rinpoche(l.).
halten zum Teil sehr bestimmt die Forderung der Wiederherstellung der Eigenstaatlichkeit Tibets.
Das etwa einstündige Treffen an der Potsdamer Alma mater fand im Rahmen eines mehrtägigen Besuchsprogramm statt, das Rinpoche auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Berlin absolvierte. Der Gast nutzte in der Zeit vom 8. bis 11. Mai dieses Jahres die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen mit Politikern, Wissenschaftlern, Journalisten und in Deutschland lebenden Tibetern.
Samdhong Rinpoche ist im Sommer 2001 von den wahlberechtigten Exiltibetern in einer demokratischen Wahl zum Kalon Tripa, dem Vorsitzenden des Ministerrates, gewählt worden. Er ist Ministerpräsident sowie Minister für Sicherheit, Minister für Information und Außenminister. pg
Konferenz zu Managing Diversity
Die 4. Internationale Managing Diversity Konferenz findet am 3. Juli 2003 an der Universität Potsdam statt. Unter dem Motto„Beiträge zur Professionalisierung und Internationalisierung“ vermitteln international renommierte Fachreferenten, nationale und international geschäftsverantwortliche Wirtschaftsexperten und Repräsentanten aus der Politik Eindrücke zu aktuellen Herausforderungen und Tendenzen in Theorie und Praxis.
Diversity hat sich als eines der prägenden Schlagworte in den Sphären von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft etabliert. Der Anspruch des
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Konzeptes Managing Diversity ist hoch: Es erfordert den professionellen Umgang mit Spannungsfeldern, die auf einem breiten Spektrum von Verschiedenartigkeit beziehungsweise Vielfalt angesiedelt werden können. Dabei meint Managing Diversity den Umgang mit direkt personenbezogener Diversität, berücksichtigt zunehmend aber auch Effekte organisationaler und strategischer Pluralität.
Diversity wird als Ressource und im modernen betriebswirtschaftlichen Kontext konkret als Unternehmenswert angesehen. Nicht die Frage
nach dem„entweder— oder!“ von Verschiedenar
Uni Aktuell
www.uni-potsdam.de/portal juno3/uniaktuell
Promotoren sensibilisieren
Der Global Entrepreneurship Monitor(GEM) des Jahres 2001 untersuchte weltweit, welche Faktoren Gründungsaktivitäten hemmen beziehungsweise fördern. Für Deutschland kam man zu dem Ergebnis, dass Werte und Einstellungen zu Thematiken wie Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Unternehmertum eine bisher untergeordnete Rolle spielen sowie die gründerbezogene Aus- und Weiterbildung im internationalen Vergleich noch erhebliche Defizite aufweist. Mit dem Projekt Brandenburger Existenzgründer im Netzwerk(BEGiN) wird nun, unter der Federführung von Prof. Dr. Dieter Wagner, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Potsdam, versucht, eben diese Mängel zu beheben. Das geschieht, indem Studierende, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Professorinnen und Professoren für die Thematik „Existenzgründung“ sensibilisiert und motiviert werden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Gewinnung von Promotoren, die in allen Fakultäten und auch in den außeruniversitären Einrichtungen für das Projekt werben. Bisher konnten rund 20 Professoren aus allen Bereichen für eine Mitarbeit in BEGiN gewonnen werden. Der
EU HE EXIST— Workshop n im Mai, bei dem die Universität Potsdam
Gastgeber war und der alle wichtigen Köpfe in der deut
ON DEN WSELN ZU DEN BRÜCKEN
BEGiINYAe
KL
schen Gründerlandschaft versammelte, hat mit einem sehr positiven Feedback bestätigt, dass BEGIiN auf einem richtigen Weg ist, die Thematik„Gründung“ in der brandenburgischen Hochschullandschaft zu etablieren.
Alexander Böhne/BEGiN
tigkeit, sondern Überlegungen zum„wie viel mehr oder weniger wovon?“ bestimmen die aktuellen politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Diskussionen um einen sinnvollen Umgang mit Diversity, dem Managing Diversity.
Organisation und Ausrichtung der Konferenz liegen bei Prof. Dr. Dieter Wagner und Dipl.Psychologen Bernd Voigt aus der Wirtschaftsund Sozialwissenschaftlichen Fakultät. UniAngehörige können sich noch anmelden. Informationen zum Programm erteilt Bernd Voigt telefonisch unter 0331/977-3808. Red.
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