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(1.1.2019) 05
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Tibetischer Gast an Uni-Zentrum

Menschenrechtsverletzungen kritisiert

Am 9. Mai dieses Jahres weilte Professor Samdhong Rinpoche, Ministerpräsident der Exil­regierung Tibets und damit Regierungschef des Dalai Lama, zu Gast am MenschenRechtsZent­rum der Universität Potsdam. Der Aufenthalt diente einem Gedankenaustausch zwischen dem Leiter des Uni-Zentrums, Prof. Dr. Eckart Klein, und dem tibetischen Politiker. Gegenstand des Gespräches waren die Menschenrechtsverletzun­gen, die von der Regierung der Volksrepublik China in Tibet begangen werden, vor allem aber auch die von verschiedenen Seiten entwickelten Vorschläge zur Lösung der Tibetfrage. Die der Volksrepublik China recht weit entgegenkom­menden Vorstellungen des Dalai.Lama von einer kulturellen Autonomie der Tibeter sind auch in tibetischen Kreisen nicht unumstritten. Sie ent­

Im Gespräch: Professor Eckart Klein(r.) und Professor Samdhong Rinpoche(l.).

halten zum Teil sehr bestimmt die Forderung der Wiederherstellung der Eigenstaatlichkeit Tibets.

Das etwa einstündige Treffen an der Potsda­mer Alma mater fand im Rahmen eines mehrtä­gigen Besuchsprogramm statt, das Rinpoche auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Berlin absolvierte. Der Gast nutzte in der Zeit vom 8. bis 11. Mai dieses Jahres die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen mit Politikern, Wis­senschaftlern, Journalisten und in Deutschland lebenden Tibetern.

Samdhong Rinpoche ist im Sommer 2001 von den wahlberechtigten Exiltibetern in einer demo­kratischen Wahl zum Kalon Tripa, dem Vorsitzen­den des Ministerrates, gewählt worden. Er ist Ministerpräsident sowie Minister für Sicherheit, Minister für Information und Außenminister. pg

Konferenz zu Managing Diversity

Die 4. Internationale Managing Diversity Konfe­renz findet am 3. Juli 2003 an der Universität Potsdam statt. Unter dem MottoBeiträge zur Professionalisierung und Internationalisierung vermitteln international renommierte Fachrefe­renten, nationale und international geschäftsver­antwortliche Wirtschaftsexperten und Repräsen­tanten aus der Politik Eindrücke zu aktuellen Herausforderungen und Tendenzen in Theorie und Praxis.

Diversity hat sich als eines der prägenden Schlagworte in den Sphären von Wirtschaft, Poli­tik und Wissenschaft etabliert. Der Anspruch des

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Konzeptes Managing Diversity ist hoch: Es erfor­dert den professionellen Umgang mit Span­nungsfeldern, die auf einem breiten Spektrum von Verschiedenartigkeit beziehungsweise Viel­falt angesiedelt werden können. Dabei meint Managing Diversity den Umgang mit direkt per­sonenbezogener Diversität, berücksichtigt zunehmend aber auch Effekte organisationaler und strategischer Pluralität.

Diversity wird als Ressource und im moder­nen betriebswirtschaftlichen Kontext konkret als Unternehmenswert angesehen. Nicht die Frage

nach dementweder oder! von Verschiedenar­

Uni Aktuell

www.uni-potsdam.de/portal juno3/uniaktuell

Promotoren sensibilisieren

Der Global Entrepreneurship Monitor(GEM) des Jahres 2001 untersuchte weltweit, welche Faktoren Gründungsaktivitäten hemmen bezie­hungsweise fördern. Für Deutschland kam man zu dem Ergebnis, dass Werte und Einstellungen zu Thematiken wie Selbstständigkeit, Eigeniniti­ative und Unternehmertum eine bisher unterge­ordnete Rolle spielen sowie die gründerbezoge­ne Aus- und Weiterbildung im internationalen Vergleich noch erhebliche Defizite aufweist. Mit dem Projekt Brandenburger Existenzgründer im Netzwerk(BEGiN) wird nun, unter der Federfüh­rung von Prof. Dr. Dieter Wagner, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer an der Uni­versität Potsdam, versucht, eben diese Mängel zu beheben. Das geschieht, indem Studierende, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Profes­sorinnen und Professoren für die Thematik Existenzgründung sensibilisiert und motiviert werden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Gewinnung von Promotoren, die in allen Fakul­täten und auch in den außeruniversitären Ein­richtungen für das Projekt werben. Bisher konn­ten rund 20 Professoren aus allen Bereichen für eine Mitarbeit in BEGiN gewonnen werden. Der

EU HE EXIST Workshop n im Mai, bei dem die Universität Potsdam

Gastgeber war und der alle wichtigen Köpfe in der deut­

ON DEN WSELN ZU DEN BRÜCKEN

BEGiINYAe

KL

schen Gründerlandschaft versammelte, hat mit einem sehr positiven Feedback bestätigt, dass BEGIiN auf einem richtigen Weg ist, die Thema­tikGründung in der brandenburgischen Hoch­schullandschaft zu etablieren.

Alexander Böhne/BEGiN

tigkeit, sondern Überlegungen zumwie viel mehr oder weniger wovon? bestimmen die aktuellen politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Diskussionen um einen sinnvol­len Umgang mit Diversity, dem Managing Diver­sity.

Organisation und Ausrichtung der Konferenz liegen bei Prof. Dr. Dieter Wagner und Dipl.­Psychologen Bernd Voigt aus der Wirtschafts­und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Uni­Angehörige können sich noch anmelden. Infor­mationen zum Programm erteilt Bernd Voigt telefonisch unter 0331/977-3808. Red.

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