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ist behindertenfreundlich
Irma Bürger über die Situation Studierender mit Handicap
Für Studierende mit Handicap ist sie die erste Adresse an der Uni.
Dr. Irma Bürger ist Ansprechpartnerin und wichtige Ratgeberin zugleich, wenn es um die Klärung wichtiger Fragen des Studiums geht. Aber auch für Probleme, die darüber hinaus reichen, hat sie immer ein offenes Ohr. Die diplomierte Lehrerin und heutige Mitarbeiterin der Zentralen Studienberatung kann zuhören. Wohl auch deshalb schätzen sie die jungen Leute. Und wegen des Sachverstandes und der Beharrlichkeit, mit der sie um Lösungen in so manther Angelegenheit ringt. Mit der Behindertenbeauftragten für Studierende sprach Portal-Redakteurin Petra Görlich.
Seit Anfang der 90-er Jahre sind Sie Studienberaterin und zugleich auch Ansprechpartnerin für Studierende mit Handicap. Wie fing alles an?
Bürger: Im Jahr 1993 begann ich meine Tätigkeit gemeinsam mit drei Studierenden mit Handicap. Bis zu diesem Zeitpunkt spielte das Thema Studium und Behinderung noch eine unterge
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ordnete Rolle. Aus diesem Grund wurde dieser Aufgabenbereich in der Zentralen Studienberatung angesiedelt. Jetzt sind wir inzwischen an dem Punkt, dass selbst die historischen Bauwerke Am Neuen Palais so behindertengerecht wie möglich gestaltet werden. Der zuständige Dezernent, Dr. Volker Pohl, setzt sich hierfür vehement ein. In den letzten Jahren ist eine positive Entwicklung auf diesem Gebiet unübersehbar.
Sie sind die erste Anlaufstelle für die Studierenden. Lernen Sie sie erst kennen, wenn sie bereits an der Uni sind?
Bürger: Nein, häufig schon in der zwölften Klasse. Das ist günstig, weil das Studium so gemeinsam gut vorbereitet werden kann. Wir sprechen darüber, welche Beeinträchtigung vorliegt, welche Schwierigkeiten damit verbunden sind und wie Chancengleichheit herzustellen ist.
Portal 5-7/03
Fotos: Fritze
Teamarbeit: Oft willkommene Hilfe.