Heft 
(1.1.2019) 05
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Hasso Plattner stolz: Bestenauslese des ersten Jahrgangs

Ein Erntefest

mitten im Frühling

Die ersten Bachelor-Absolventen des Hasso-Plattner-Institutes

nahmen ihre Zeugnisse entgegen

Sie haben es geschafft: Am 4. April 2003 konnten die ersten 37 Studierenden des Hasso-Plattner­Institutes für Software-Systemtechnik(HPI) in Potsdam-Babelsberg ihre Zeugnisse alsBachelor of Science in Software Engineering feierlich in Empfang nehmen. Damit haben 48 Prozent der 77 Studierenden die Ausbildung erfolgreich been­det, die sie im Wintersemester 1999/2000 begon­nen hatten.

= iese Quote übertrifft die aller vergleich­D baren Universitäten erheblich und wur­de vom Rektor der Universität Potsdam, Prof. Wolfgang Loschelder, als Zeichen für die wissenschaftliche Qualität des Instituts und eine erfolgreicheBestenauslese gewertet. Die meis­ten der Absolventen werden weiter studieren, um den Master-Titel zu erwerben.

Das HPI konnte 1999 durch die größte Stif­tung, die einer deutschen Hochschule je zuge­flossen ist, in Public-Private-Partnership mit dem Land Brandenburg und der Universität Potsdam gegründet werden. Als eine der ersten fünf Absolventinnen vermittelte Tina Richter ein Bild von den Aufbaujahren des Instituts: familiäre Atmosphäre, offene Ohren von Professoren, zunächst Provisorien und schließlich ein eige­nes Gebäude, das sich sehen und in dem es sich hören lassen kann.

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Dies alles wäre nicht möglich ohne den Mitbe­gründer des Software-Unternehmens SAP und Namensgeber Hasso Plattner. Er setzt jährlich 3,8 Millionen Euro seines Privatvermögens für das HPI und die Ausbildung der Software-Inge­nieure ein.

Die besten der ersten Absolventen des HPI bekamen ihre Abschlusszeugnisse nun durch Plattner persönlich überreicht. Catharina Anne Gramlich und Christian Saalfrank erhielten ein Stipendium für den Masterabschluss in Höhe von 650 Euro monatlich für herausragende Leis­tungen. Stephan Andreas Kirsch, Haik Lorenz und Peter Grabs wurden jeweils mit einem Preis in Höhe von 2.000 Euro ausgezeichnet.

In seiner Rede zeigte sich Prof. Loschelder, derMitherausgeber unserer Absolventen, wie ihn der Geschäftsführer des HPI Alfred Klein nannte, optimistisch, dass der Markt den jungen Experten offen steht, denn ihr Fach sei ange­sichts der immer komplexeren informations­technischen Umgebungen und Anwendungen in Zukunft von entscheidender Bedeutung. Den Eindruck verstärkte auch, das Siemens-Vor­stands-Mitglied Claus Weyrich. Als Festredner entwarf er die Vision eines wissensbasierten Unternehmertums, in dem Kenntnisse der Soft­waresystemtechnik zumHandwerk der Mitar­beiter gehören. Christina Zech

Studiosi/Forschung

www.uni-potsdam.de/portal /juno3/studiosi

Preis für Europa-Forschung

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V.(VBKI) hat wiederholt den Preis für Europa­Forschung ausgeschrieben. Noch bis zum 15. August 2003 können Arbeiten zu Themen einge­reicht werden, die die ganze Breite der durch die europäische Einigung einsetzenden Veränderun­gen widerspiegeln. Geehrt werden auch diesmal drei herausragende Dissertationen sowie ebenfalls drei Diplom-, Magister- beziehungsweise Studien­abschlussarbeiten mit je 3.000 Euro. Auch den Europa-Sonderpreis gibt es wieder, der in gleicher Höhe dotiert ist. Die Ausschreibung rich­tet sich an Angehörige aller sechs Universitäten der Länder Berlin und Brandenburg. Weitere Informa­tionen sind erhältlich beim Verein Berliner Kauf­leute und Industrieller e.V., Tel.: 030/7261080, Internet: www.vbki.de, E-Mail: info@vbki.de. Red.

Förderpreis für Wissenschaftlerinnen

Die Shell Gesellschaften Deutschland, Österreich und Schweiz verleihen zum siebten Mal den She­Study Award. Dabei handelt es sich um einen För­derpreis für junge Wissenschaftlerinnen, die zukunftsweisende Studienarbeiten rund um die Bereiche Mineralöl, Erdgas, Chemie oder erneu­erbare Energien vorzuweisen haben. Vorausset­zung ist, dass die Dissertation, Diplomarbeit oder Studie nicht älter als zwei Jahre und bis zum 31. Juli 2003 abgeschlossen ist. Die Verfasserinnen müssen Hochschulabsolventinnen sein oder zumindest in technischen beziehungsweise natur­wissenschaftlichen Bereichen studieren. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September dieses Jahres. Es winken Preise in Höhe von 5.000, 2.500 und 1.000 Euro. Weitere Informationen sind im

Internet unter der Adresse www.shell-she-study­award.net erhältlich.

Red.

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