Hasso Plattner stolz: Bestenauslese des ersten Jahrgangs
Ein Erntefest
mitten im Frühling
Die ersten Bachelor-Absolventen des Hasso-Plattner-Institutes
nahmen ihre Zeugnisse entgegen
Sie haben es geschafft: Am 4. April 2003 konnten die ersten 37 Studierenden des Hasso-PlattnerInstitutes für Software-Systemtechnik(HPI) in Potsdam-Babelsberg ihre Zeugnisse als„Bachelor of Science in Software Engineering“ feierlich in Empfang nehmen. Damit haben 48 Prozent der 77 Studierenden die Ausbildung erfolgreich beendet, die sie im Wintersemester 1999/2000 begonnen hatten.
= iese Quote übertrifft die aller vergleichD baren Universitäten erheblich und wurde vom Rektor der Universität Potsdam, Prof. Wolfgang Loschelder, als Zeichen für die wissenschaftliche Qualität des Instituts und eine erfolgreiche„Bestenauslese“ gewertet. Die meisten der Absolventen werden weiter studieren, um den Master-Titel zu erwerben.
Das HPI konnte 1999 durch die größte Stiftung, die einer deutschen Hochschule je zugeflossen ist, in Public-Private-Partnership mit dem Land Brandenburg und der Universität Potsdam gegründet werden. Als eine der ersten fünf Absolventinnen vermittelte Tina Richter ein Bild von den Aufbaujahren des Instituts: familiäre Atmosphäre, offene Ohren von Professoren, zunächst Provisorien und schließlich ein eigenes Gebäude, das sich sehen und in dem es sich hören lassen kann.
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Dies alles wäre nicht möglich ohne den Mitbegründer des Software-Unternehmens SAP und Namensgeber Hasso Plattner. Er setzt jährlich 3,8 Millionen Euro seines Privatvermögens für das HPI und die Ausbildung der Software-Ingenieure ein.
Die besten der ersten Absolventen des HPI bekamen ihre Abschlusszeugnisse nun durch Plattner persönlich überreicht. Catharina Anne Gramlich und Christian Saalfrank erhielten ein Stipendium für den Masterabschluss in Höhe von 650 Euro monatlich für herausragende Leistungen. Stephan Andreas Kirsch, Haik Lorenz und Peter Grabs wurden jeweils mit einem Preis in Höhe von 2.000 Euro ausgezeichnet.
In seiner Rede zeigte sich Prof. Loschelder, der„Mitherausgeber unserer Absolventen“, wie ihn der Geschäftsführer des HPI Alfred Klein nannte, optimistisch, dass der Markt den jungen Experten offen steht, denn ihr Fach sei angesichts der immer komplexeren informationstechnischen Umgebungen und Anwendungen in Zukunft von entscheidender Bedeutung. Den Eindruck verstärkte auch, das Siemens-Vorstands-Mitglied Claus Weyrich. Als Festredner entwarf er die Vision eines wissensbasierten Unternehmertums, in dem Kenntnisse der Softwaresystemtechnik zum„Handwerk der Mitarbeiter“ gehören. Christina Zech
Studiosi/Forschung
www.uni-potsdam.de/portal /juno3/studiosi
Preis für Europa-Forschung
Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V.(VBKI) hat wiederholt den Preis für EuropaForschung ausgeschrieben. Noch bis zum 15. August 2003 können Arbeiten zu Themen eingereicht werden, die die ganze Breite der durch die europäische Einigung einsetzenden Veränderungen widerspiegeln. Geehrt werden auch diesmal drei herausragende Dissertationen sowie ebenfalls drei Diplom-, Magister- beziehungsweise Studienabschlussarbeiten mit je 3.000 Euro. Auch den „Europa-Sonderpreis“ gibt es wieder, der in gleicher Höhe dotiert ist. Die Ausschreibung richtet sich an Angehörige aller sechs Universitäten der Länder Berlin und Brandenburg. Weitere Informationen sind erhältlich beim Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V., Tel.: 030/7261080, Internet: www.vbki.de, E-Mail: info@vbki.de. Red.
Förderpreis für Wissenschaftlerinnen
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Die Shell Gesellschaften Deutschland, Österreich und Schweiz verleihen zum siebten Mal den SheStudy Award. Dabei handelt es sich um einen Förderpreis für junge Wissenschaftlerinnen, die zukunftsweisende Studienarbeiten rund um die Bereiche Mineralöl, Erdgas, Chemie oder erneuerbare Energien vorzuweisen haben. Voraussetzung ist, dass die Dissertation, Diplomarbeit oder Studie nicht älter als zwei Jahre und bis zum 31. Juli 2003 abgeschlossen ist. Die Verfasserinnen müssen Hochschulabsolventinnen sein oder zumindest in technischen beziehungsweise naturwissenschaftlichen Bereichen studieren. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September dieses Jahres. Es winken Preise in Höhe von 5.000, 2.500 und 1.000 Euro. Weitere Informationen sind im
Internet unter der Adresse www.shell-she-studyaward.net erhältlich.
Red.
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Portal 5-7/03