Heft 
(1.1.2019) 08
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Titel

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Den Gürtel nochmals

enger schnallen

Der Haushalt 2004 bringt keine Entspannung

Die derzeitige Prognose des Haushalts der Univer­sität Potsdam weist zum Jahresende 2003 unter dem Strich einen Fehlbetrag von mehr als 1,35 Millionen Euro aus, sagt die Kanzlerin Steffi Kirchner und verweist auf ihren aktuellen Status­bericht zum Haushalt. Seit Jahren nun schon wird die Schere zwischen den angemeldeten Bedarfen an Finanzmitteln der Hochschule und den staatlichen Zuwendungen immer größer. Was tun?, fragt Janny Glaesmer.

Wie gestaltet sich die Haushaltssituation der Universität Potsdam im nächsten Jahr?

Kirchner: 2003 wurde für die Hochschulen im Land Brandenburg erstmals eine aufgaben- und leistungsbezogene Landeszuweisung konzipiert. Das von der Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, dem Kabinett zur Entscheidung vorgelegte Modell der Mittelvergabe leitet einen tief greifenden Umbruch ein. Die Abkehr bloßer Fortschreibungen etablierter Zuteilungen nach

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bürokratischen Kriterien ist erfolgt, der Über­gang zu einem neuen staatlichen Steuerungsmo­dell damit vorbereitet.

Gegenwärtig steht nun die Entscheidung des Parlaments zum Haushaltsentwurf 2004 an und damit die Bestätigung des neuen Finanzierungs­systems. Unsere Hochschule hat einen jähr­lichen Bedarf von cirka 88,3 Millionen Euro angemeldet, was eine Steigerung um 8,7 Millio­nen Euro bedeutete. Aufgrund des neuen Finan­zierungsmodells können wir in 2004 allerdings nur mit einem Zuwachs von einer halben Milli­onen Euro rechnen. Damit stehen wir erneut vor einer großen Herausforderung. Bei der Bewälti­gung der Finanzprobleme hat nach meinem Ver­ständnis die Absicherung des störungsfreien Studienbetriebs höchste Priorität. Dafür sind personelle und sächliche Mittel bereitzustellen sowie eine funktionierende Infrastruktur abzu­

sichern. Durch die seit Jahren praktizierte viermonatige hochschulinterne Stellenbesetzungssperre wer­

Portal 8-10/03

Foto: Fritze

Steffi Kirchner:Die Anerkennung der Schlüsselstellung der Hochschulen und der Wissenschaft als innova­tive Kräfte des Landes wird noch keine Haus­haltskonsolidierung ergeben.