Titel
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Den Gürtel nochmals
enger schnallen
Der Haushalt 2004 bringt keine Entspannung
Die derzeitige Prognose des Haushalts der Universität Potsdam weist zum Jahresende 2003 unter dem Strich einen Fehlbetrag von mehr als 1,35 Millionen Euro aus, sagt die Kanzlerin Steffi Kirchner und verweist auf ihren aktuellen Statusbericht zum Haushalt. Seit Jahren nun schon wird die Schere zwischen den angemeldeten Bedarfen an Finanzmitteln der Hochschule und den staatlichen Zuwendungen immer größer. Was tun?, fragt Janny Glaesmer.
Wie gestaltet sich die Haushaltssituation der Universität Potsdam im nächsten Jahr?
Kirchner: 2003 wurde für die Hochschulen im Land Brandenburg erstmals eine aufgaben- und leistungsbezogene Landeszuweisung konzipiert. Das von der Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, dem Kabinett zur Entscheidung vorgelegte Modell der Mittelvergabe leitet einen tief greifenden Umbruch ein. Die Abkehr bloßer Fortschreibungen etablierter Zuteilungen nach
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bürokratischen Kriterien ist erfolgt, der Übergang zu einem neuen staatlichen Steuerungsmodell damit vorbereitet.
Gegenwärtig steht nun die Entscheidung des Parlaments zum Haushaltsentwurf 2004 an und damit die Bestätigung des neuen Finanzierungssystems. Unsere Hochschule hat einen jährlichen Bedarf von cirka 88,3 Millionen Euro angemeldet, was eine Steigerung um 8,7 Millionen Euro bedeutete. Aufgrund des neuen Finanzierungsmodells können wir in 2004 allerdings nur mit einem Zuwachs von einer halben Millionen Euro rechnen. Damit stehen wir erneut vor einer großen Herausforderung. Bei der Bewältigung der Finanzprobleme hat nach meinem Verständnis die Absicherung des störungsfreien Studienbetriebs höchste Priorität. Dafür sind personelle und sächliche Mittel bereitzustellen sowie eine funktionierende Infrastruktur abzu
sichern. Durch die seit Jahren praktizierte viermonatige hochschulinterne Stellenbesetzungssperre wer
Portal 8-10/03
Foto: Fritze
Steffi Kirchner:„Die Anerkennung der Schlüsselstellung der Hochschulen und der Wissenschaft als innovative Kräfte des Landes wird noch keine Haushaltskonsolidierung ergeben.“