Otis 31( 2024): 1-66
Hartmut Haupt , Hannemannei 8, 15848 Beeskow , hartmuthaupt@gmx.de Wolfgang Mädlow, In der Feldmark 7, 14476 Potsdam , wmaedlow@t-online.de
Einleitung
Für diesen Jahresbericht wurden rund 523.000 Datensätze aus Brandenburg ausgewertet sowie zusätzlich Daten aus Berlin , die den Jahresberichten des„ Berliner ornithologischen Berichtes" entnommen sind. Fast 99% der Meldungen erreichten uns über das Eingabeportal www.ornitho.de. Die Bearbeitung dieser Daten ist aus verschiedenen Gründen nicht immer einfach. Wir appellieren an alle Beobachter, bei der Meldung zu bedenken, dass sie für Auswertungen Dritter Verwendung finden. Deshalb sollten bitte keinesfalls eigene Abkürzungen genutzt werden, die nicht allgemein verständlich sind.
Wie in den letzten Jahren sind einige Anmerkungen zum besseren Verständnis des Jahresberichtes erforderlich. Die Artenreihenfolge und die wissenschaftlichen Vogelnamen richten sich nach der Artenliste von BARTHEL& KRÜGER( 2019). Rastvogelansammlungen in benachbarten Gebieten wurden teilweise zusammengefasst, wenn es sich um ineinander übergehende Rastflächen handelt. Dies betrifft vor allem die großen Flussauen der Elbaue, der Unteren Havelniederung und des Unteren Odertals. Hier wurden Einzelwerte benachbarter Flächen vom selben Tag addiert, wenn sich Doppelzählungen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausschließen ließen. Die Abgrenzung der aggregierten Gebiete ist dabei manchmal willkürlich gewählt. Darüber hinaus wird aus den Daten nicht immer deutlich, ob Einzelwerte addiert werden können oder nicht. Insofern ist hier
nicht mit einer vollständigen und vollständig reproduzierbaren Auswertung zu rechnen. Am sichersten werden großräumige Rastbestände bei der Auswertung erkannt, wenn sie von den Beobachtern bereits als Summe gemeldet werden.
Die Brutvorkommen ausgewählter gefährdeter Arten werden üblicherweise in den separaten Brutvogel- Jahresberichten der Staatlichen Vogelschutzwarte ausführlich dargestellt. Diese Berichte befinden sich inzwischen seit einigen Jahren im Rückstand. Für 2021 lag eine Liste vorläufiger Bestandsdaten für ausgewählte Arten vor( T. RYSLAvy, schriftl.). Diese werden als RYSLAVY( in Vorb.) zitiert. Es ist jedoch möglich, dass es im Einzelfall an den Bestandszahlen bis zur endgültigen Publikation in der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg noch geringfügige Veränderungen gibt.
„ Seltenheiten" entsprechend der Meldeliste ( www.abbo-info.de ) wurden nur aufgenommen, wenn eine Dokumentation eingereicht und von AKBB( Avifaunistische Kommission Brandenburg und Berlin ) bzw. DAK( Deutsche Avifaunistische Kommission) anerkannt wurde. Hinsichtlich der Meldung von Gänse- und Entenhybriden besteht der übliche Vorbehalt, dass die Angabe der Elternarten in vielen Fällen nicht überprüfbar ist.
Dank: Der erste Dank geht wie immer an die vielen Beobachterinnen und Beobachter, die ihre Daten gemeldet haben. Karsten Siems führte die Daten unterschiedlicher Herkunft in eine