Möckel: Die Brutvogelfauna von zwei Photovoltaik- Freiflächenanlagen
113
Abb. 3: Gehölzfreie Grasflur zwischen zwei Solarfeldern der PV- FFA Cahnsdorf, 03.04.2023. Foto: R. Möckel. Wood- free grassland between two solar fields of the PV- FFA Cahnsdorf, 03.04.2023.
ren( insgesamt 13 ha) um die Solarfelder werden- ebenso wie das Innere derselben - von Schafen beweidet. Die Hauptwege sind geschottert. Nur im Süden wird die Kontrollfläche von einer 4 m breiten Betonpiste begrenzt.
Im Frühjahr 2019 waren bereits zwei der drei Solarfelder( im Westen und im Zentrum) sowie der Norden des östlichen Solarfeldes in Betrieb. Zwei Jahre später erfolgten die Untersuchungen erstmals im vollen Ausbauzustand der PV- FFA.
Die Kontrollfläche befindet sich nordöstlich des Dorfes Bresinchen, etwa 7 km nördlich vom Zentrum der Stadt Guben ( Landkreis Spree- Neiße ). Die frühere Deponie liegt auf einer mittleren Höhe von 61 m ü. NN. Sie unterteilt sich in zwei Teilareale: der bis Juli 1990 betriebenen Hausmülldeponie ( 5,2 ha) und einer bis April 2001 genutzten Aschedeponie( 4,9 ha). Beide Bereiche wurden saniert. Danach unterlag das rund 10 ha große Areal der freien Sukzession.
Die bis Juli 1990 genutzte Hausmülldeponie hatte man anschließend mit bindigem Boden überzogen und einem Gemisch aus Gräsern und Rotklee begrünt. Daraus entwickelte sich eine trockene Hochstaudenflur, in der einzelne Gehölze( Robinie, Hybridpappel, Kiefer, verschiedene Weiden) aufwuchsen( Abb. 4). Auf der früheren
Abb. 4: Zentraler Bereich der sanierten Deponie( frühere Hausmülldeponie) bei Guben vor Errichtung der PV- FFA, 17.06.2013. Foto: R. Möckel.
The central area of the renaturised landfill( former household waste landfill) near Guben before the PVFFA was built, 17.06.2013.
Aschedeponie fehlten bis 2014 Gehölze weitgehend. Auch dieser Bereich entwickelte sich zu einer trockenen Hochstaudenflur( Abb. 5).
Im Jahr 2014 wurden die 2m hohen Module in starren Reihen auf Ständerfundamenten aufgestellt( Abb. 6). In den 3 m breiten Gassen dominiert der Rotklee. Neben diversen Gräsern wachsen Disteln und Wicken sowie Schafgarbe, Rainfarn, Johanniskraut, Sauerampfer, Löwenzahn, Huflattich, Schachtelhalm und( wenig) Brennnessel. Dazwischen stehen vereinzelt junge Pappeln und Robinien sowie Himbeeren. Um eine Beschattung zu vermeiden, wird der weitere Aufwuchs der