Heft 
(2024) 31
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Möckel: Die Brutvogelfauna von zwei Photovoltaik- Freiflächenanlagen

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Abb. 3: Gehölzfreie Grasflur zwischen zwei Solarfeldern der PV- FFA Cahnsdorf, 03.04.2023. Foto: R. Möckel. Wood- free grassland between two solar fields of the PV- FFA Cahnsdorf, 03.04.2023.

ren( insgesamt 13 ha) um die Solarfelder werden- ebenso wie das Innere derselben - von Schafen beweidet. Die Hauptwege sind geschottert. Nur im Süden wird die Kontrollfläche von einer 4 m brei­ten Betonpiste begrenzt.

Im Frühjahr 2019 waren bereits zwei der drei Solarfelder( im Westen und im Zentrum) sowie der Norden des östlichen Solarfeldes in Betrieb. Zwei Jahre später erfolgten die Untersuchungen erstmals im vollen Ausbauzustand der PV- FFA.

2.2 Photovoltaik- Freiflächenanlage

Bresinchen bei Guben

Die Kontrollfläche befindet sich nordöstlich des Dorfes Bresinchen, etwa 7 km nördlich vom Zen­trum der Stadt Guben ( Landkreis Spree- Neiße ). Die frühere Deponie liegt auf einer mittleren Höhe von 61 m ü. NN. Sie unterteilt sich in zwei Teilarea­le: der bis Juli 1990 betriebenen Hausmülldeponie ( 5,2 ha) und einer bis April 2001 genutzten Asche­deponie( 4,9 ha). Beide Bereiche wurden saniert. Danach unterlag das rund 10 ha große Areal der freien Sukzession.

Die bis Juli 1990 genutzte Hausmülldeponie hatte man anschließend mit bindigem Boden überzogen und einem Gemisch aus Gräsern und Rotklee begrünt. Daraus entwickelte sich eine trockene Hochstaudenflur, in der einzelne Gehöl­ze( Robinie, Hybridpappel, Kiefer, verschiedene Weiden) aufwuchsen( Abb. 4). Auf der früheren

Abb. 4: Zentraler Bereich der sanierten Deponie( frü­here Hausmülldeponie) bei Guben vor Errichtung der PV- FFA, 17.06.2013. Foto: R. Möckel.

The central area of the renaturised landfill( former household waste landfill) near Guben before the PV­FFA was built, 17.06.2013.

Aschedeponie fehlten bis 2014 Gehölze weitge­hend. Auch dieser Bereich entwickelte sich zu ei­ner trockenen Hochstaudenflur( Abb. 5).

Im Jahr 2014 wurden die 2m hohen Module in starren Reihen auf Ständerfundamenten aufge­stellt( Abb. 6). In den 3 m breiten Gassen dominiert der Rotklee. Neben diversen Gräsern wachsen Disteln und Wicken sowie Schafgarbe, Rainfarn, Johanniskraut, Sauerampfer, Löwenzahn, Huf­lattich, Schachtelhalm und( wenig) Brennnessel. Dazwischen stehen vereinzelt junge Pappeln und Robinien sowie Himbeeren. Um eine Beschattung zu vermeiden, wird der weitere Aufwuchs der

Abb. 5: Zuletzt sanierter Bereich der Deponie( frühere Aschedeponie) bei Guben vor Errichtung der PV- FFA, 17.06.2013. Foto: R. Möckel.

The most recently renaturised landfill area( former ash landfill) near Guben before construction of the PV - FFA, 17.06.2013.