Heft 
(2024) 31
Seite
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Möckel: Die Brutvogelfauna von zwei Photovoltaik- Freiflächenanlagen

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Tab. 3: Brutvögel der Kontrollfläche bei Guben ( PV - FFA Bresinchen) in den Jahren 2013( Null- Monitoring) und 2020. Breeding birds in the control area near Guben ( PV - FFA Bresinchen) in 2013( zero monitoring) and 2020.

Vogelart

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

Anzahl Reviere in den Jahren...

2013

2020

Heidelerche

Lullula arborea

3

5

Feldlerche

Alauda arvensis

3

0

Dorngrasmücke

Sylvia communis

0

2

Braunkehlchen

Saxicola rubetra

3

0

Baumpieper

Anthus trivialis

3

1

Bluthänfling

Goldammer Summe

Linaria cannabina Emberiza citrinella 7 Arten

1

0

4

6

17

14

Nach Errichtung der PV- FFA setzte sich die Brut­vogelfauna nur noch aus vier Arten zusammen ( Abb. 14). Insgesamt waren es noch 14 Reviere ( Tab. 3). Feldlerche, Braunkehlchen und Bluthänf­ling hatten die Fläche geräumt. Neu hinzu kam die Dorngrasmücke als Randsiedler. Die häufiger gewordene Goldammer nutzte gern die Umzäu­nung

-

als Ansitzwarte. Sie nistete- wie auch der Baumpieper nicht im Inneren des Solarparks. Dennoch war die PV - FFA Teil ihres Lebensraumes. Hier saßen die Vögel oft auf den Modulen und sangen. Das Innere des Solarparks wurde gemie­den. Hier war lediglich die Heidelerche Brutvogel ( Abb. 14).

N

Legende °

Baumpieper Dorngrasmücke

O Goldammer

°

Heidelerche gezäunte PV- FFA Acker( Winterroggen) Kiefernforst

0

50

100

150

200 m- Weg

Abb. 14: Verteilung der Brutvögel in der PV - FFA Bre­sinchen bei Guben im Frühjahr 2020. Distribution of breeding birds in the PV - FFA Bre­sinchen near Guben in spring 2020.

4.2.2 Nahrungsgäste

Nach Errichtung der PV- FFA wurden hier Kolkra­be, Ringeltaube Columba palumbus , Eichelhäher Garrulus glandarius und Amsel als Nahrungs­gäste im Solarpark angetroffen( Einzelvögel). Am 24.06.2020 jagten im Luftraum über der PV - FFA drei Mauersegler Apus apus und eine Rauch­schwalbe. Mehrfach nutzte ein Mäusebussard den Zaun als Ansitzwarte. Nebelkrähe und Grünspecht Picus viridis überflogen das Areal lediglich.

5

Diskussion

Obwohl seit über 20 Jahren bundesweit viele PV­FFA gebaut wurden und es bei zahlreichen Pro­jekten ein nachgeschaltetes Monitoring gab( u. a. JESSEL& KULER 2006), sind zugängliche Doku­mentationen, welche die Reaktion der Vogelwelt auf diese neuartigen Strukturen in unserer Kultur­landschaft objektiv bewerten, spärlich( ZAPLATA & STÖFER 2022, Peschel& PeschEL 2023). Insbe­sondere fehlen Vorher- Nachher- Studien. Um die Ergebnisse bei Luckau und Guben einzuordnen, werden diese mit anderen deutschen Solarparks verglichen.

TRÖLTZSCH& NEULING( 2013) erfassten im Inneren der untersuchten PV - FFA Finow und Lie­ berose hauptsächlich die auch bei Luckau und Guben angetroffenen Arten als Brutvögel. Dazu kamen Braunkehlchen, Steinschmätzer Oenanthe oenanthe und Brachpieper Anthus campestris. Die Heidelerche- ein Bodenbrüter in lichten Kie­fernwäldern auf sandigem Standort- besiedelte in diesen Solarparks die kargen Grasfluren. Die Zu­nahme an Singwarten( Zäune, Solarmodule) dürfte