»Im Übrigen ist alles hinüber« Ritter 57 Gartenlaube passt, die der Diffusion von Wissenskulturen durch novellistische, d.h. verständliche Formen der Unterhaltung entgegentrat und somit ein größeres Publikum erreichen wollte. Ethel Matala de Mazza: Offene Magazine für Erfahrungswissen. Sprichwörter, Fabeln und Exempel . In: Michael Bies und Michael Gamper(Hrsg.): GattungsWissen. Wissenspoetologie und literarische Form . Göttingen 2013, S. 265–284, hier S. 282. 12 Walter Erhart: Die Wanderungen durch die Mark Brandenburg . In: Christian Grawe und Helmuth Nürnberger(Hrsg.): Fontane-Handbuch , Tübingen 2000, S. 818–850, hier S. 823. 13 Vgl. Rolf Parr: Kleine und große Weltentwürfe. Theodor Fontanes mentale Karten . In: Hanna Delf von Wolzogen, Richard Faber, Helmut Peitsch(Hrsg.): Theodor Fontane. Berlin, Brandenburg, Preußen, Deutschland, Europa und die Welt . Würzburg 2014, S. 15–40, hier S. 26 f. 14 Jan Broch; Jörn Lang: Literatur der Archäologie. Materialität und Rhetorik im 18. und 19. Jahrhundert: Annäherungen an ein begriffliches Spannungsfeld . In: Jan Broch und Jörn Lang(Hrsg.): Literatur und Archäologie. Materialität und Rhetorik im 18. und 19. Jahrhundert . München 2012. (Morphomata 3), S. 9–28, hier S. 24. 15 Erhart, wie Anm. 12, S. 847; vgl. Hugo Aust: Trümmer – Natur, Geschichte und Poesie des Verfalls, wie er sich im Vorübergehen zeigt . In: Delf von Wolzogen, wie Anm. 5, S. 487–501, hier S. 491. 16 Gert Selle: Siebensachen. Ein Buch über Dinge . Frankfurt am Main 1997, S. 35. 17 GBA Wanderungen durch die Mark Brandenburg . Bd. 1. Grafschaft Ruppin , S. 5. 18 Katharina Grätz: Alles kommt auf die Beleuchtung an. Theodor Fontane – Leben und Werk . Stuttgart 2015, S. 37. 19 Nora Hoffmann: Photographie, Malerei und visuelle Wahrnehmung bei Theodor Fontane . Berlin, Boston 2011. (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft 8), S. 138. 20 Wie er im Vorwort zur zweiten Auflage des ersten Bandes der Wanderungen am Beispiel von Küstrin exemplifiziert:»Wer nach Küstrin kommt und einfach das alte graugelbe Schloß sieht, das, hinter Bastion Brandenburg, mehr häßlich als gespensterhaft aufragt, wird es für ein Landarmenhaus halten und entweder gleichgültig oder wohl gar in ästhetischem Mißbehagen an ihm vorübergehn; wer aber weiß: ›hier fiel Kattes Haupt; an diesem Fenster stand der Kronprinz‹, der sieht den alten unschönen Bau mit andern Augen an. – So überall. Wer, unvertraut mit den Großtaten unserer Geschichte, zwischen Linum und Hakenberg hinfährt, rechts das Luch, links ein paar Sandhügel, der wird sich die Schirmmütze übers Gesicht ziehn und in der Wagenecke zu nicken suchen; wer aber weiß, hier fiel Froben, hier wurde das Regiment Dalwigk in Stücke gehauen, dies ist das Schlachtfeld von Fehrbellin, der wird sich aufrichten im Wagen und Luch und Heide plötzlich wie in wunderbarer Beleuchtung sehn«(GBA Wanderungen durch die Mark Brandenburg . Bd. 1. Grafschaft Ruppin , S. 5). 21 Grätz, wie Anm. 18, S. 36 f. 22 GBA Wanderungen durch die Mark Brandenburg . Bd. 4. Spreeland , S. 324.
Heft
(2018) 105
Seite
57
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