Heft 
(2017) 103
Seite
66
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Signatur SBB St 58, 43, TFA Pa 7,2 [1] j, 12 (Hier die ganze S. 306 bis Mitte 307). Fontane (Hier die ganze S. 306 bis Mitte 307) .] Vgl. Parerga I. Ver­such über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 306  f.: Schopenhauer gibt hier Belege für die Annahme, derartige Visionen würden durch ein »Ueberbleibel« des S V c e h rs o t p or e b n e h n a e u n er hervorgerufen: »Und somit könnte es sein, daß auch leichtere, unsern Sinnen kaum mehr wahrnehm­bare Spuren, wie z. B. längst vom Boden eingesogene Blutstropfen, oder vielleicht gar das bloße von Mauern eingeschlossene Lokal, wo einer, unter großer Angst, oder Verzweiflung, einen gewaltsamen Tod erlitt, hinreichten, in dem dazu Prädisponirten eine solche rückwärts gekehr­te Deuteroskopie hervorzurufen. [] Die besagten objek­tiven Anlässe spielen bei diesem durch das Traumorgan vermittelten Erkennen des Vergangenen gewissermaaßen die Rolle, welche bei dem normalen Denken der nexus ide­arum seinen Gegenständen ertheilt.« Revelationen Enthüllungen, Offenbarungen. Revelationen ...] Vgl. Parerga I. Versuch über das Geis­tersehn und was damit zusammenhängt , 307: »Wenn nun aber, [], erzählt wird, die erscheinenden Verstorbenen hätten dem sie Schauenden gewisse, bis dahin unbekann­te Thatsachen revelirt; so ist Dies zuvörderst nur auf die sichersten Zeugnisse hin anzunehmen und bis dahin zu bezweifeln: [].« Daß zwei Personen dieselbe Erscheinung eines Verstorbenen haben können, läßt sich auf die An­steckungsfähigkeit des Somnambulismus etc zu­rückführen. Daß zwei Personen ] Parerga I. Versuch über das Geister­sehn und was damit zusammenhängt , 307 f.: »Imgleichen läßt sich, daß die erscheinende Gestalt eines Verstorbe­nen bisweilen von zwei Personen gesehn und gehört wor­den, auf die bekannte Ansteckungsfähigkeit sowohl des Somnambulismus, als auch des zweiten Gesichts, zurück­führen.« (Deuteroskopie dasselbe wie second sight ). Also: »Verstorbene sehen ist in den meisten Fällen retrospektive Deuteroskopie.« 65 66 S. 308. Der lebhafte und sehnsüchtige Gedanke eines Andern, namentlich eines Sterbenden ver­mag die Vision seiner Gestalt in unsrem Gehirn zu erregen, nicht als bloßes Phantasma, sondern so, daß es leibhaftig oder von der Wirklichkeit unun­S. 308. ] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 308: »8) Der lebhafte und sehn­süchtige Gedanke eines Andern an uns vermag die Vision seiner Gestalt in unserm Gehirn zu erregen, nicht als blo­ßes Phantasma, sondern so, daß sie, leibhaftig und von der 66 Fontane Blätter 103 Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes