Heft 
(2017) 103
Seite
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Signatur SBB St 58, 44, TFA Pa 7,2 [1] j, 12 W i l l e n, genau bestimmte Träume in Andern bewirkt hat: da nun aber, [], die betreffende Person noch nicht zu Bette gegangen war, hatte sie, [], die beabsichtigte Er­scheinung im W a c h e n und ganz wie eine Wirklichkeit.« D Fo a n n t n an d e ie St. Augustinus Geschichte S. 309. D Sc a h n o n p d e i n e h S a t u . e A r ugustinus Geschichte ] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 309: »Viel seltener hingegen ist es, daß Menschen, bei voller Gesundheit, diese Wirkung hervorzubringen vermögen: [] Den ältesten giebt St. Augustinus, zwar aus zweiter, aber, seiner Versicherung nach, sehr guter Hand; [...], im Verfolg der Worte: Indicavit et alius se domi suae etc. Hier erscheint nämlich was der Eine träumt dem Andern im Wachen als Vision, die er für Wirklichkeit hält; [].« Alle diese Visionen entstehen jedenfalls nicht mit­telst Einwirkung von außen auf die Sinne, son­dern vermöge einer magischen Wirkung des Wil­lens. (Er führt das noch ein wenig weiter aus und zwar sehr hübsch, S. 310 unten.) Alle diese Visionen entstehen ] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 310 unten: »Offenbar also entstehen die Visionen dieser Art, so täu­schend und leibhaftig sich auch in ihnen die erscheinende Person darstellt, keineswegs mittelst Einwirkung von Au­ßen auf die Sinne, sondern vermöge einer magischen Wir­kung des W i l l e n s Desjenigen, von dem sie ausgehn, auf den Andern, also auf das Wesen an sich eines fremden Or­ganismus, der dadurch, von innen aus, eine Veränderung erleidet, die nunmehr, auf sein Gehirn wirkend, daselbst das Bild des solchermaßen Einwirkenden eben so lebhaft erregt, wie eine Einwirkung mittelst der, von dessen Leibe auf die Augen des Andern zurückgeworfenen Lichtstrah­len es nur irgend könnte.« 67 Es ist hierbei nicht nöthig, daß der den Willen aus¬übende und durch ihn Wirkende ein Ster­bender ist, er kann auch frisch und gesund sein. So entsteht das was wir Doppelgänger nennen. Nun die ganze Seite 311 die so zu sagen sein Glau­bensbekenntniß giebt, das darin besteht: daß die­se Erscheinungen unzweifelhaft sind, aber nicht durch äußere Einwirkung auf die Sinne, sondern von innen heraus durch Einwirkung auf Geist und Seele geboren werden. _______ ... Doppelgänger nennen ] Parerga I. Versuch über das Geis­tersehn und was damit zusammenhängt , 310 f.: »Eben die hier zur Sprache gebrachten Doppelgänger, als bei wel­chen die erscheinende Person offenkundig am Leben, aber abwesend ist, auch in der Regel von ihrer Erscheinung nicht weiß, geben uns den richtigen Gesichtspunkt für die Erscheinungen Sterbender und Gestorbener, also die ei­gentlichen Geistererscheinungen, an die Hand, indem sie uns lehren, daß eine unmittelbare reale Gegenwart, wie die eines auf die Sinnen wirkenden Körpers, keineswegs 68 68 Fontane Blätter 103 Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes