Heft 
(2017) 103
Seite
74
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SBB St 58, 49, TFA Pa 7,2 [1] j, 13 und TFA Pa 7,2 [1] j, 14 Signatur S. 489 An Gutem und Schlechtem gleich viel Geschmack Fand zu allen Zeiten das dumme Pack. F »WS o ao n l t t a ewr n u e SrdcoettbbeaislpdiedlsuwrcehiseundweürrduingveeNrgalcehicahhlimcheer aus der Aufmerksamkeit des großen Publikums verdrängt«. S. 489 ] Parerga II. 20. Ueber Urtheil, Kritik, Beifall und Ruhm . § 245, 489: »Darum eben hebt Yriarte 48 die 28ste sei­ner Litteratur-Fabeln an mit: / Siempre acostumbra hacer el vulgo necio / De lo bueno y lo malo igualaprecio.« S » KS c roi h ti o kw p , u e Br n ed h ief a ab u lle e ui r snpdieRlsuwhemis . e § ] Parerga II. 20. Ueber Urtheil, 245, 489: »So mußten auch Sha­kespeares Dramen, [...], denen von Ben Johnson, Massin­ger, Beaumont, und Fletscher Platz machen [...]. So wurde Kants ernste Philosophie durch Fichtes Windbeutelei, Schellings Eklektismus und Jakobis widrigsüßliches [...] Gefasel verdrängt, bis [...] zuletzt [...] ein ganz erbärmlicher Scharlatan, Hegel, [...] hoch über ihn gestellt wurde. Selbst in einer Allen zugänglichen Sphäre sehn wir den unver­gleichlichen Walter Scott bald durch unwürdige Nachah­mer aus der Aufmerksamkeit des großen Publikums ver­drängt werden.« S. 489 und 90. Die zwei Strophen von Feuchtersle­ben, namentlich die zweite, sehr schön. S. 489 und 90 : Parerga II. 20. Ueber Urtheil, Kritik, Beifall und Ruhm . § 245, 489 f.: »[] wie der so früh dahingeschie­dene F e u c h t e r s l e b e n 49 es originell und schön schil­dert: ›Ist doch rufen sie vermessen / Nichts im Werke, nichts gethan! / Und das Große reift indessen / Still heran. // Es erscheint nun: niemand sieht es, / Niemand hört es im Ge­schrei. / Mit bescheidner Trauer zieht es / Still vorbei.« S. 491. Die Zeit ist ritterlich-gerecht. Tempo è ga­lant-uomo. »Die Zeit übt Gerechtigkeit, aber lang­sam wie weiland das Reichskammergericht«. » Auch die­längst anerkannten Werke des Genies werden von den Menschen meist nur auf Autorität hin verehrt, ohne sie in Wahrheit zu ver­stehn, zu genießen, zu schätzen«. S. 491 .] Parerga II. 20. Ueber Urtheil, Kritik, Beifall und Ruhm . § 245, 491: »Allerdings wird, mit der Zeit, Jedem volle Gerechtigkeit ( tempo è galant-uomo ), allein so spät und langsam, wie weiland vom Reichskammergericht, und die stillschweigende Bedingung ist, daß er nicht mehr lebe. [] Daß nun also die Menschen das ächte Verdienst, wenn es in ihrer eigenen Zeit auftritt, so schwer erkennen, beweist aber, daß sie auch die längst anerkannten Werke des Ge­nies, welche sie auf Auktorität verehren, weder verstehn, noch genießen, noch eigentlich schätzen.« S. 492. Der Feuerwerker und die Blindenanstalt. Brillant. S. 492 .: Parerga II. 20. Ueber Urtheil, Kritik, Beifall und Ruhm . § 246, 492: »Demnach bedarf ein schönes Werk ei­nes empfindenden Geistes, ein gedachtes Werk eines den­kenden Geistes, um wirklich dazuseyn und zu leben. Allein, nur gar zu oft kann Dem, der ein solches Werk in die Welt 73 74 74 Fontane Blätter 103 Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes