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fälläs mir vielleicht wieder ein, aber ist auch egal. . . jedenfalls Hab ich mich sehr gemein und hinterlistig henommen, anspeien hätte ich mich können, aber die Hauptsache: Zeit und noch einmal Zeit! Er hatte es nämlich — hopla — verdammt eilig heute abend . . .!"
Frau Annemarie glaubte verstanden zu haben, sie forschte nicht weiter. Nur als der Gatte endlich den Deckenzipfel über
das rechte Ohr gezogen hatte, fragte sie: „Soll ich dic
nachher nicht doch lieber durch den Jäger krank melden lassen In drei Stunden'fängt nämlich dein Dienst an!"
„Krank melden, mich? Unsinn, Augapfel, geliebter! Imme noch derjenige, welcher! Und wer soll denn sonst aufpassen daß er keine — hopla — Dummheiten begeht? ..."
(Fortsetzung folgt.)
Das Ziinrneraqrrarirrin sonst nnd jetzt.
Uon Max Lsesdörffer. — Mit Illustrationen von U). Schröder.
(^s^or fünfzig Jahren, im Jahr 1856, veröffentlichte Emil Adolf Roßmäßler in der „Gartenlaube" unter dem Titel „Der See im Glase" eine eingehende Schilderung des Zimmeraquariums, die in weitesten Kreisen das Interesse für das Tier- und Pflanzenleben des Wassers anregte und späterhin das mäch-
Einheimische Aquarienfische.
Goldschlei (oben links), Ellritze (oben rechts), darunter dreistachliger Stichling, in der Mitte zwischen den Seerojenslielen Schrätzer, darunter links Hecht, rechts Flußbarsch. Unten von links nach rechts: Schlammbeißer, Silberorfe und Bitterling mit Malermuschel.
tige Aufblühen einer volkstümlichen Liebhaberei zur Folge hatte. Am 3. März dieses Jahres waren hundert Jahre seit der Geburt Roßmäßlers verflossen; er erlag am 8. April 1867 einem Nierenleiden, noch bevor es ihm vergönnt war, sich an den Erfolgen seiner Bestrebungen für die Verbreitung naturwissenschaftlicher Erkenntnis zu erfreuen. Seiner in der „Gartenlaube" veröffentlichten Abhandlung ließ Roßmäßler ein Jahr später ein Buch über das Aquarium folgen, und durch diese Veröffentlichungen ist er der Vater unserer heutigen Aquariumliebhaberei und -künde geworden.
„In der Heimat ein Fremdling zu sein, ist für jedermann ein Schaden und eine große Schande", sagte Roßmäßler, und dieser Erkenntnis entsprechend, suchte er in seiner Abhandlung dem Leser ausschließlich das Pflanzen- und Tierleben der heimischen Gewässer näherzubringen. Nur bei den Fischen nennt er auch einen Ausländer, den Goldfisch, „von Nationalität ein Chinese, der einzige aus fremden Weltteilen bei uns eingeführte Fisch". Ein halbes Jahrhundert ist inzwischen verflossen, die Zeiten haben sich geändert, das jedem Naturfreund leicht erreichbare Tier- und Pflanzenleben der heimischen Natur hat leider für nur zu viele Menschen den Reiz verloren, die harmlose Naturliebe ist vielfach zum kostspieligen Sport geworden, und so sind denn auch dem Goldfisch, dem einzigen Ausländer von damals, Fremdlinge aus aller Herren Ländern gefolgt. Der schlichteste Arbeiter, der dieser Liebhaberei Interesse entgegenbringt, muß heute sein Aquarium mit fremdländischen Fischen und Pflanzen besetzen, und so ist es denn erklärlich, daß die moderne Aquarienliebhaberei weit mehr die Kenntnis der fremdländischen Wasserfauna und -flora als jene der heimischen gefördert hat. Die Aquarienliebhaber, denen so manche fremde Pflanze, so mancher tropische Fisch bekannt sind,vermögen oft rächt die verbreitetsten heimischen Wasserpflanzen, die häufigsten Fische unserer Gewässer beim richtigen Namen zu nennen, sie sind Fremdlinge in der Heimat geblieben.
Wenn es überhaupt nur die Fische der Fremde und nicht diejenigen der Heimat gewesen sind, denen das Aufblühen der Aquarienliebhaberei zu danken ist, so hat dies in erster Linie seine Ursache in der weit verbreiteten menschlichen Schwäche, alles nach Geldeswert abzuschätzen. Einige muntere Fischchen, die