Heft 
(1878) 32b
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Extra-Nummer -es Daheim

Ausgegeben Freitag den 17. Mai 1878.

Preis 50 Pf.

Portrat des Mörders Heinrich Max Hödel, gev. zu Leipzig 1857 .

Nach dem ersten Exemplar der polizeilichen Aufnahme durch Photograph Zielsdorf in Berlin.

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Wenn diese Zeilen in die Hände unserer Leser gelangen, wissen sie längst von der schnöden That, die am Sonnabend das Le­ben unseres theueren Kaisers be­drohte. Wir alle erhielten die Schre­ckenskunde erst in einem Telegramm, und wir konnten noch hoffen, daß wir das Opfer eines Mißverständ­nisses würden. Aber die Nachricht bestätigte sich, und wir mußten uns in den bitteren Gedanken finden, daß sich in deutschen Landen, un­ter treuen deutschen Herzen, ein Mann fand, so ruchlos, so durch­aus verblendet, so ganz und gar verderbt, daß er die revolverbe­waffnete Hand erhob gegen den, der mit unseres Gottes gnädiger Hilfe die tiefsten, die heißesten Wünsche unseres Volkes erfüllte, der um seines Wohles willen es starkherzig ertrug, daß ihn eben dieses Volk in seiner Mehrheit Jahrzehnte lang verkannte, der un­ser Volk in hundert Schlachten zum Siege führte.

Aber der Schmerz wurde aus­gewogen von der Freude darüber, daß Gottes Hand unserem Kaiser auch in dieser Stunde, wie schon in so vielen vorher, gnädig zur Seite stand, und es ihm und uns ersparte, daß der greise Wilhelm der Siegreiche, der erste deutsche Kaiser nach der langen bösen, kaiserlosen Zeit, durch eine deutsche Kugel fiel. Und so gestaltete sich denn der herbste Tag, den Deutschland als Kaiserreich erlebte, zugleich zu einem der schönsten, denn aus allen Her­zen drangen die Liebe, die Ver­ehrung, die Dankbarkeit, die wir für den Kaiser hegen, mächtig her­vor, und der einzelne wurde sich der Uebereinstimmung mit den Ge­fühlen aller seiner Mitbürger froh bewußt.

Nun aber, da die ersten stür­mischen Gefühle sich beruhigt haben, und nur das Gefühl heißen Dan­kes gegen den Allmächtigen und Allgütigen, der uns unseren theu- ren Kaiser erhielt, zurückblieb, blicken wir gern auf das Geschehene zurück und fragen uns: wie geschah

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