419
Wriefmappe. — Fuliundignugen.
K. G. in N. „Enzio" ist die italienische Bezeichnung für Heinz (Heinrich!.
W. P. L. Wir können leider nicht dienen.
M. B. in Koblenz. Als die günstigste Zeit zum Beginne eines Krieges scheint bisher allgemein das Frühjahr angesehen'worden zu sein. Es sprechen allerdings natürliche Gründe dafür, so die langen Tage und gnien Witterungsverhältnisse, die in Aussicht stehen und eine Beendigung der kriegerischen Operationen vor Eintritt der rauheren Jahreszeit erwarten lassen. Thatsächlich sind die meisten Feldzüge dieses Jahrhunderts im Frühjahr eröffnet worden, so die der Jahre 18(!0, l809, l813/14, .1815, 1828/29, 1848, 1849, 1859 und 1877/78. Bon diesen haben bis in den Winter hinein gedauert: 1800, 1813/14 und 1877/78, diese drei haben sogar den Winter überdauert. Im Sommer begannen die Feldzüge der Jahre 1806/7, 1812, 18SS und 1870/71; der erste und der letzte haben den Winter überdauert, der von 1812 endete um Weihnachten. In den Herbst fällt der Beginn der Feldzüge von 1805, 1853 (auf dem Balkan), 1854 tin der Krim) und 1885. Im Winter begannen die Feldzüge 1831 und 1864. Sie finden Genaueres hierüber in dem interessanten Werkchen „Die Zahl im Kriege" von dein österreichischen Generalstabshauptmann Otto Bern dt (Freylag L Berndt, Wien und Leipzig), das Ihnen jeden- salls noch eine Fülle für Ihren Zweck in Betracht kowinenden Materials bieten wird.
Franz E. in K—f. Wieder lassen wir dem Schatzkästlein Ihrer Muse eine holde Gabe entschlüpfen:
Abschied.
Die Hand reich noch und eh'wir scheiden, Und blickte ich in deine Augen Laß mir dein Aug noch sehn; Wie Stern, so hell, so licht,
In dessen Tief versank mein Leiden Dann zog iin Herzen ein Vertrauen Als wie versenkt im See. Wie's nur der Himmel giebr.
Wie oft strich über meine Stirne Doch wer wird mich in weiter ferne Die Hand wie kosend hin; Als gütig Geist uniwchn?
Verschwunden war dann all mein Zürnen, Wenn deine lieben Augensterne Wie Hauch veriveht in: Wind. Als schützend Steuer sehlu.
F. K., Hamburg. Mit bestem Dank angenommen (wenn auch für dieses Jahr zu spät). Weiteres sehr erwünscht. Wir bitten um genaue Adresse behufs Uebersendung des Honorars.
Finnland. Leider nicht verwendbar. Das Manuskript steht zu Ihrer Verfügung.
Ä. D. in N. Farbige WapPenpostkarten hat der Verlag von Bareis, Wieland L Comp, in Zürich und Stuttgart Herstellen lassen. Auf 27 Karten sind die Wappen der deutschen Bundesstaaten in heraldischer Treue wiedergegeben.
I. Sch. V. R., Paraguay. Gern bringen wir Ihre Zuschrift zur Kenntnis der Leser:
„Geehrter Herr Redakteur!
Da Sie so viele Romane und Novellen in Ihren Blättern erscheinen lassen und in diesen Geschichten immer das Suchen und Finden von Mann und Weib behandelt wird, so möchte ich doch auch meine Meinung äußern, wie dieses Liebeswerben beschaffen sein soll. Ter Maun sollte das Weib nicht suchen, sondern sich unter den heiratsfähigen Mädchen diejenigen merken, die ihm an Geist, körperlichen Fähigkeiten und finanziellen Verhältnissen in etwas gleichkommen. Er sollte aber auch schon wissen, daß er sich nicht bloß in eine, sondern in alle ihm etwas gleichkommenden verlieben kann. Dann sollte er solchen Mädchen zu erkennen geben, daß er sie gerne sieht, und wenn solche Mädchen ihm eine Liebenswürdigkeit erweisen, so sollte er sich freundlich und anerkennend zeigen. Der Mann sollte bei diesem Entgegenkommen weiblicherseits seine wirklichen und wahren Ansichten und Lebensauschauuugen auskramen. Und diejenige seiner Verehrerinnen, die ihm am meisten behngt, ihm am meisten konveniert, mit ihm am besten harmoniert, der sollte er schließlich zu erkennen geben, daß es ihm recht wäre, wenn sie ihn heiraten wollte. Der Mann sollte aber die andern Mädchen noch nicht schroff zurückweisen, sondern sollte allen die Aussicht auf Heirat offenstehen lassen, bis sich eine, die er will, erklärt, ihn heiraten zu wollen. Daun sollte der Maun auch männlich die Treue halten und den andern Mädchen zu erkennen geben, daß er schon gebunden sei. Er sollte dann alle Gedanken, sich noch eine bessere zu suche», au den Nagel hängen, sich und feine Verhältnisse zu vervollkommnen suchen. Der Maun sollte aber seiner Braut nicht den Hof machen, sondern sich eher von seiner Braut schmücken und verehren lassen. Und wenn seine Braut die Sache wirklich bis zum Heiraten betreibt, dann glaube ich, daß der Bund wirklich im Paradiese geschlossen ist. Denn wenn wir das Gegenteil thun und unsrer Auserwählten nachlaufen, ihr den Hof machen, ihr schmeicheln, so wird sie zwar in »ns sterbensverliebt, aber auch rasend vor Eifersucht. Sie glaubt nicht mehr an unsre Liebe, denn wir haben uns unmännlich benommen, und je mehr wir sie anbeten, je mehr wir sie verzärteln, desto mehr wird sie uns unterjochen wollen. Und darin glaube ich die mosaische Schlange der Verführung zu finden, daß wir, anstatt unsre liebe Gefährtin nach den Gesetzen der Vernunft zu beherrschen, uns von ihren Leidenschaften beherrschen lassen. Wenn es dem Manne gelingen sollte, sein Weibchen nach seiner besseren Einsicht zu beherrschen, so glaube ich, daß nichts mehr im Wege steht, das Paradies mitsamt der Unsterblichkeit wieder einzusühren."
L. G. in K. Am besten wenden Sie sich an die „Kölnische Volkszeitung", die sich auch zum Inserieren sllr Ihre Zwecke empfiehlt.
Theodora S. in Berlin. Mit Dank abgelehnt.
Verantwortlicher Redakteur: Ernst Schubert in Stuttgart. Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift wird strafrechtlich verfolgt.
klöue Ulustr. prsisüsis gratis
IW?
MU »1 » t 1
lul. ÄMM6NMÄNN,
Uabrilr und Bxxort, I>6lx2ig/.
Eesebüttsbünser:
8 t. stetsrsburg, Nosiruu, bondon.
Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart.
In unserm Verlage ist erschienen:
Deutsches Kochtmch.
Von
Margarete von Bennigsen.
In originellem Einband mit farbiger Holzbrand-Jmitation Preis 6.— Die Verfasserin giebt in über 1300 Kochvorschriften eine vorzügliche, durchprobte Anweisung zur Bereitung der Speisen von der einfachen, schlichten Hausmannskost bis hinauf zu den höchsten Anforderungen der feineren Gesellschaftsküche. _
2U Oboksalrsbrunn i. 8eii1.
vil'ck örmlieberssits empkobien gegen ÜVisrsn-und Llassnloiäsn, Llriss-und Ltsirr- bssotrrvsrchsn, dis versebiedenvn Normen der Ltiobb. sovis OslsirlrrlroriiNLtisrnrrs. Berner gegen Iratarrlralisotis Lkkeetinnen des Lektlioptes und der Bungen, Zogen
dlagen- und varmbLtarrbs.
Die ILrorrsntztislls ist dureb alle Llinerolvosserbondiungen und Xpotbsken rm verleben, strosebürsn init Oebraaebsonrvsisung aut IVunseb gratis und tranco.
«
MisWl! WWMWtVKWMien
üelte 8 s!MMW
Unter Berücksichtigung des reichen Inhalts und der geistigen Frische, die
-rutsche Leitung.
Im täglichen Feuilleton erscheinen die neuesten
NMlMii.UöN!!en hMMWMr Moren.
bei allen
jährlich:5M.2ä Pf.,für^.
4»,
d. II. u.III.Monat eines jeden Quartals: 3M.50Pf. f. den III. Monat: l M.75 Pf.
Für das^IuslanL beträgt das Abonnement 4M.70 Pf. pro Monat 14 M. pro Quartal inkl. Porto für post sreieZusendung unter Kreuzband. Dasselbe kann jederzeit begonnen werden durch Einsendung desAboiinementsbetrages direkt an die Eppes. d. „Berliner Tageblatt", Berlin 8>V. Probe-Nummern x/ratts und 5ra.no«,.
4».
Bu beziehen durch alle Buchhandlungen.