Heft 
(1898) 06
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Das Münchener Loföräuhaus.

r als dreihundert Jahre des Bestehens blickt das königliche Hof­bräuhaus in München zu­rück, denn von Herzog Wil­helm V. wnrde es 1589 zu

ganz ausnahmsweise Bier abgegeben, aber bald trat hierin eine Aenderung ein,

erzeugten 2500 Eimer wur­den nun 11 528 Eimer ver- schänkt. Eine abermalige Erweiterung erschien zu An­fang dieses Jahrhunderts geboten, und man verlegte das Hosbräuhaus in das Gebäudeam Platzl", an dessen Stelle sich heute der

Aus Zeit und Leben.

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Das Münchener Dofbräuhaus vor fünfzig Jahren.

prächtige Neubau erhebt, dessen Arkadenhos wir im Bilde vorführen. Das alte Haus hatte sich nämlich längst als unzulänglich er­wiesen, nnd die primitiven Räumlichkeiten standen in krassem Oiegensatz zu den Anforderungen, welche die Neuzeit hinsichtlich des Kom­forts und des Behagens stellt. Mit dem Neubau nun wurden im August 1896 die Architekten Heilmann und Littmann betraut, und sofort schritt man ans Werk. Das­selbe bot insofern besondere Schwierigkeiten, als der Wirtschaflsbetrieb nicht ge­stört werden sollte, und so tonnte nur nach und nach mit dem Abbruch des alten Gemäuers und der Auf­führung von Neubauten vor­wurde die Arbeit ungemein schnell gefordert, und schon zum diesjährigen Oktoberfest war der gesamte Neu- und Umbau fertiggestellt. Die Kosten belieten sich aus 727182 Mark.

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Das neue Münchener Dofbräuhaus.

1898 (Bd. 79).