Heft 
(1898) 16
Seite
253
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Ueber Land und Weer

Aber, Engelke, wenn du mir ein Buch gebracht hast, dann will ich mit meinem Stuhl doch lieber gleich auf die Veranda 'rausrückeu. Es is wie Frühling heut. Solche guten Tage muß mau mitnehmen. Und bringe mir auch 'ne Decke. Früher war ich nich so fürs Pimplige; jetzt aber heißt es: besser bewahrt als beklagt."

In dem ganzen Dreieck zwischen Nheinsberg, Kloster Wutz und Gransee hatte sich die Nachricht

von des alten Dubslav ernster Er­krankung mehr und mehr herum­gesprochen, und es war wohl im Zusammenhang damit, daß ungefähr um dieselbe Stunde, wo Dubslav und Engelke sich überSchniepel" undopportun" unterhielten, ein Einspänner aus die Stechliner Rampe fuhr, ein etwas sonderbares Gefährt, dem der alte Baruch Hirschfeld lang­

sam und vorsichtig entstieg. Engelke war ihm dabei behilflich und meldete gleich danach, daß der Alte da sei.

Der alte Baruch! Um Gottes willen, Engelke, was will denn der? Es ist ja doch glücklicherweise nichts los. Und so ganz aus freien Stücken. Na, laß ihn kommen."

Und Baruch Hirschfeld trat gleich darauf ein.

Dubslav, in seine Decke gewickelt, begrüßte den Alten.Aber, Baruch, um alles in der Welt, was giebt es? Was bringen Sie? Na, gleichviel, ich freue mich, Sie zu sehen. Machen Sie sich's so bequem, wie's auf den drei Latten eines Garten­stuhls überhaupt möglich ist. Und dann noch ein­mal: Was giebt es? Was bringen Sie?"

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