Heft 
(2021) 111
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Wie kleidet man Kriege ein?  Wolpert 65 16 Friedrich Holtze: Fontane und seine Kritiker . In: Theodor Fontane zur Feier seines hundertsten Geburtstages im Auftrag des Vereins für die Geschichte Berlins , hrsg. von Paul Hoffmann, Berlin 1919, S. 10. 17 Vgl. dazu Peter Schaefers Beitrag in diesem Heft, S. 70–80. 18 Ernst Friedrich Georg Freiherr von Vincke, geb. am 15. Mai 1811, studierte in Göttingen und Berlin die Rechte, von 1837 bis 1848 ist er Landrat im Kreis Hagen und Abgeordneter der Ritterschaft der Grafschaft Mark in den westfälischen Provinziallandtagen und später auch dem preußischen Vereinigten Landtage von 1847. Gegenüber den feudalständischen Bestrebungen verfocht Vincke eine streng konstitutionelle Position nach englischem Vorbild. Von dem Wahlbezirk Hagen in die Deutsche Nationalversammlung gewählt, zeigte er sich entschieden antirevolutio­när, drang immer auf Verständigung mit den Regierungen und wurde einer der bedeutendsten Führer der konstitutionel­len und erbkaiserlichen Partei. 1849 bis 1867 gehörte Vincke der preußischen Zweiten Kammer an. Er starb am 3. Juni 1875 zu Bad Oeynhausen Brock­haus Konversations=Lexikon , 14. Aufl. 1895, Bd. XVI, S. 345 f. Nicht vergessen werden sollte die Tatsache, daß Vincke viermal das ihm 1848 von König Friedrich Wilhelm IV. angetragene Amt des preußischen Ministerpräsidenten ablehnte, dann das Duell mit Otto von Bismarck(am 25. März 1852 im Tegeler Forst), das ohne Verletzungen ausging, doch auch Vinckes Einsatz für die Indemnitätsvorlage Bismarcks 1866, seine Unterstützung von Bismarcks Verfassungspolitik und seine Ablehnung des beginnenden Kulturkampfes gegen die katholische Kirche. 19 HFA, Briefe . IV, 2, S. 192. 20 Theodor Fontane. Briefe an den Verleger Rudolf von Decker. Mit sämt­lichen Briefen an den Illustrator Ludwig Burger und zahlreichen weiteren Dokumenten. Hrsg. von Walter Hettche, R. v. Deckers Verlag, G. Schenck: Heidelberg 1988, Nr. 19, S. 46. 21 HFA, Briefe . IV, 4, S. 1041. 22 Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel N o 46, 20. April 1866, S. 925. 23 Hilfreich für die Beschreibung von Einbänden dieser Zeit ist das von 1882 bis 1885 publizierte Standardwerk für Buchbinder in drei Bänden: Systemati­sches Lehr= und Handbuch der Buchbin­derei und der damit zusammenhängenden Fächer in Theorie und Praxis. Unter Mitwirkung bewährter Fachmänner sowie mit Benutzung von Notizen des verstorbe­nen Wunder=Wien, bearbeitet und herausgegeben von Paul Adam, Buchbin­dermeister. Loewensteinsche Verlags­handlung: Dresden-Blasewitz, o. J. 24 Standort: TFA Potsdam, Signatur Q 6. 25 Brief an einen Mitarbeiter des Verlages R. v. Decker vom 17. September 1894. HFA, Briefe . IV, 4, S. 385. 26 In schwarzes Halbleder mit goldge­prägter Rückenverzierung und Deckelbe­zügen aus schwarzem Kaliko ist beispiels­weise auch das Exemplar von Der deutsche Krieg eingebunden, das Ludwig Burger, der Illustrator der ersten beiden Kriegsbücher, seinem Neffen»zur Einsegnung« geschenkt hat. Es sieht fast so aus wie eine der großen schwarzen Familienbibeln. 27 Alle drei Einbandvarianten sind keine Unikate, sondern mehrfach bei Auktionen oder in Antiquariaten ange­boten worden.