Heft 
(1.1.2025) 119
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9
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Editorial | 9 Einen tiefen Einblick in verzweigte und komplexe Provenienzgeschichten gibt anlässlich des 90. Jubiläums der Gründung des Theodor-Fontane-Ar­chivs Klaus-Peter Möller in seinem Dossier zu jenen Inventaren, mit denen in der Vergangenheit versucht wurde, Ordnung, Struktur und Sinn in die bis heute von Disruptionen, Translokationen und Verbrechen geprägte Fonta­ne-Überlieferung zu bringen. Wichtige Publikationen der Fontane-Forschung nehmen wir im bekann­ten Rezensionsteil der Fontane Blätter in den Blick. Diesmal bespricht Eber ­hard Rohse die Habilitationsschrift von Sophia Wege über Fontanes ›Meta­physischen Realismus‹. Matthias Bauer rezensiert einen Sammelband zu ›Grenzüberschreitungen‹ in Fontanes Werk, herausgegeben von unseren ita­lienischen Kolleginnen Claudia Buffagni und Maria Paola Scialdone. Die Dis ­sertation über Fontane und Menzel von Elke Kalb wird von Sophia Wege kri­tisch beleuchtet. Und Rolf Selbmanns gesammelte Arbeiten über die Literatur des Realismus bespricht Philipp Böttcher. Vor den Rezensionen steht unsere neue Rubrik ›Journal‹, in der wir künf­tig Vorträge, Reden, Miszellen, Glossen und Vergleichbares versammeln wollen. Wir eröffnen in diesem Heft mit Gotthard Erlers bewegendem Vor ­trag zum Emilie Fontane-Geburtstag 2024. In einer Miszelle stellt Georg ­Wolpert einen Nachdruck von Fontanes Irrungen, Wirrungen in den Dresd­ner Nachrichten vor. Darüber hinaus drucken wir, erfreut und verbunden mit herzlichen Glückwünschen, die Laudatio Rolf Parrs zur Verleihung des Fontane-Wissenschaftspreises an Roland Berbig sowie dessen Dankesrede anlässlich der Preisverleihung auf dem Sommerfest des Theodor-Fontane-­Archivs und der Theodor Fontane Gesellschaft . Wir trauern in diesem Heft um das langjährige Mitglied unseres Redakti­onsbeirats Hugo Aust, dem Roland Berbig einen Nachruf widmet. Und wir trauern um Therese Erler, die über viele Jahrzehnte die Fontane-Forschung und die Fontane-Gemeinschaft bereichert hat. Mit den guten-alten-neuen Blättern in diesem sechzigsten Jahr ihres Er­scheinens wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, erhellende, erwei­ternde und öffnende Lektüren Ihre Herausgeber