der herrliche Adler des märkischen Waldes, der Schreiadler ^ciulln nueviu) zu nennen. Sein Horst steht nicht sehr hoch in der Astgabel einer Buche oder einer Kiefer. Im Thoriner Revier standen nur wenige hundert Bieter voneinander drei Horste, von welchen der eine im Wipfel einer Kiefer vier Jahre hintereinander bis f888 bewohnt war, der andere in halber Höhe einer starken Buche ward t889 erbaut, auch f899 besetzt und im folgenden Jahre mit einem auf einer schwachen Buche errichteten Neubau vertauscht, auf dem ich auch noch s89l den Schreiadler beobachtete.
Auch der schwarze Storch (vieouig, ni§ru) horstet im Walde, dicht am Stamm in halber Höhe steht fest und sicher sein riesiger Horst. Die Reviere Perleberg, Havelberg, Neuendorf, Neuholland, Groß-Schönebeck, Grimnitz, Hangelsberg, Lietzegöricke, Lichtefleck, Karzig, Reppen, Kladow West, Wildenow, Königswalde, Guben, Pforten, Tauer, Straupitz, Börnichen, Lübben, Grünhaus und Alt-Ruppin besitzen je einen Horst dieses seltenen Vogels. Wan vergleiche die Karte.
In Nadelholzdickungen beobachtet man den Hänfling iIonntkis cunnubinap ebenso den Baumpieper p-^nkbus nrborous), der sich durch seinen zierlichen Balzflug auszeichnet. Hier legte der Forstmann seinen Dohnenstieg an, aus dem ihm so oft durch das Rotkehlchen die Beeren genascht wurde».
Im Kieferaltholz horsten der Habicht pnluinburins), der rote Wlilan
(ölilvus reinlich, Bussard (Lutoo vulgaris), Wanderfalk (I?nIoo pevegriuus), auch der Lerchenfalk ich. sübbntoo) und der Rüttelfalk ch. tinnnneulus), der auch gerne Türme zu seinem Nistplatz wählt und deshalb aucki als Turmfalk bezeichnet wird. Gr ist kein fleißiger Grbauer des Nestes und benutzt mit besonderer Vorliebe alte verlassene Horste. Gr scheut sich sogar nicht, seine Gier in ein Krähennest abwechselnd mit der Krähe zu legen und zu bebrüten. Gs gewährt einen eigenartigen Anblick, in demselben Horst die hellgrünen Gier der Krähe und die lebhaft rotbraunen des Turmfalken zu finden. Hoch auf dem Wipfel der alten Kiefer steht der Horst des Fischadlers, der stoßtauchend aus der Luft sich ins Wasser stürzt und mit seinen stark gekrümmten, spitzigen Krallen den Fisch zu Haschen weiß, zum Leidwesen des Teichwirtes. Auch der Seeadler (Nalluetns utdieilln) wird öfter erlegt. So in der Gegend von Lindow. Giner der schönsten Tharaktervögel des Kiefernwaldes ist die Blauracke (Lvrueins Anrrulu). Wan trifft den säüanken Vogel, der mit seinem bunten Gefieder an fremde Vogelwelten erinnert, im lichten Kiefernbeftand oder auf Kahlschlägen, wo er auf dem Aststummel eines Überhälters oder eines Randbaumes nach eigenartigem Fluge aufbaumt. Neben Wäusen und Fröschen verzehrt er Insekten, vor allen Käfer (die blauen Oootrnpo«, Waikäfer, Rosenkäfer und Ourubiäen), ferner Werren, Heuschrecken und Libellen.
Auch der Vogel Bülow oder Pirol (Oriolus Aslbulu) mit seinem gelbschwarzen Gefieder ist einer unserer schönsten Vögel, der, als pfingstvogel von der Winterreise zurückkehrend, mit melodisch volltönendem Ruf seine Anwesenheit kundgibt. weniger schön klingt das Geschrei des Hähers (Ourrnlus Alunckurins), den jedermann an seinen schönen schwarzweißblauen Federn des Flügels kennt, die den im übrigen bläulichbraunen Vogel zieren. Die Kreuzschnäbel, jene papageiartig kletternden merkwürdigen Vögel, die keine regelmäßigen Brutzeiten innezuhalten