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scheinen und oft mitten im Winter bauen, sind vorwiegend durch die schwächere Art, den Fichtenkreuzschnabel (Koxia cmrvlroskru) vertreten, seltener stellt sich auch der Kiefernkreuzschnabel (Koxlu pit^xopkittuens) ein. Beide in den Kronen des Altbestandes hausend, sind an ihren Werken zu erkennen. Der größere kräftigere Kiefernkreuzschnabel bricht die Schuppen der harten Kiefernzapfen partienweise am Stiele anfangend aus, was die andere schwächere Art nicht vermag.
Auf öden Blößen, trocknen, spärlich bewachsenen Flächen, in Kiefernkusseln, jenen jammervollen, lückigen, ewig niedrig bleibenden jDrivat- waldungen, die durch Asten und Streuharken mißhandelt werden, findet sich eine besondere Vogelwelt. hieb streicht die Elster eunäutu) ab, der Wiedehopf (Vpupu epops) ruft, die Steinschmätzer (8nxicola. rubleolg. und 8. osnuulo) sind zu beobachten. Wenn im folgenden weiter die Heidelerche stVIuuäu urborsu), der Baumpieper hVutbns trivluli«), der Brachpieper cumpsstris), und von den Regenpfeiferartigen der Triel (Ooälousmus erepi- tuus), sowie der Sandregenpfeifer (Otmruärtus blntleulu.) genannt werden, so soll damit nicht gesagt sein, das Vdland sei reich an Vögeln, lange kann man wandern, bis man die der einen oder anderen Art zusagenden Örtlichkeiten findet, denn trotz ihrer Eintönigkeit finden sich doch gewisse hier oder dort in mannigfacher Abwechslung Eigentümlichkeiten, welche der einen oder anderen Vogelart ganz besonders Zusagen.
Unter den Eulen des Waldes verdient der immer seltener werdende Uhu an erster Stelle genannt zu werden. Brutstätten während der letzten 60 Jahre waren bei Joachimsthal in der Schorfheide (f873),
Niederlohme (Beeskow—Storkow) (>885),
Eberswalde und >(852).
Der Waldkauz <8trix ulneo) ist allgemein verbreitet; zeitig am Abend läßt derselbe seinen lauten Ruf erschallen. Wo sich die Mäuse stärker vermehrt haben, trifft man ihn oft in auffallend großer Zahl.
Fig. 27. Aieferuzapfen vom Kreuzschnabel zerbisse».
Reptilien und Amphibien.
Unter den waldbewohnenden Reptilien verdient die Kreuzotter (kelias berus) die besondere Aufmerksamkeit. Diese Giftschlange findet sich noch allenthalben in der Provinz. Im Jahre I8H7 wurde ihr zahlreiches Auftreten im Revier Eöpenick beobachtet; im Spandauer Forst und in der Wuhlheide wurden Ende der neunziger Jahre viele Exemplare gefangen. Die Ringelnatter (Iropläonotns uutrix) ist über die ganze jDrovinz verbreitet. Die Glatte Natter (Oorouella uustriaeu) ist selten; sie wurde bei Teupitz, bei Gderberg und bei Kolpin (>877) gefangen. Die gemeinste