fließ, Driesen, Steinspring, Hochzeit, Regenthin, Wildenow, Lübbesee, Neuhaus, Kladow-Gst, Kladow-West und Karzig. Es wurden in diesem Jahre gesammelt insgesamt 76 405 Liter und dafür 20 786 Ntk. Sammellohn bezahlt. Im Jahre sß03 wurden im Regierungsbezirk Frankfurt Riaikäfer nirgends gesammelt. Im Bezirk Potsdam sammelte man: sß02 nirgends'; 1 H03 im Revier Dippmannsdorf, Biesental und Thorin; 1904 wurden in Pechteich gesammelt 968 Liter, in Steinberge 1142,5 Liter, in Neu-Glienicke 232 Liter, in Aechlinerhütte 846,5 Liter, in Himmel- pfort HO Liter, in Akenz 1400 Liter und in Zechlin 2867 Liter. 1905 im Revier Potsdam 87 125 Käfer für 38 Alk. Die Gesamtausgabe in allen preußischen Staatsforsten im Jahre 1 904 betrug 32 4l 1,76 Alk., wofür 123 768 Liter Alaikäfer gesammelt und mit heißem Wasser verbrüht wurden.
Dieses Insekt schadet sowohl als Käfer wie als Larve. Ersterer befrißt die Blätter von Laubhölzern, besonders Birke, Buche, Hainbuche, Eiche, Pappel, Pflaume und Weiden, dabei wirft er sehr viele Blatteile unbenutzt zu Boden. Von Nadelhölzern bevorzugt er die Lärche, befrißt aber auch die Nadeln und jungen Triebe der Fichte, sowie deren und der Kiefer männliche Blüten. Der Engerling lebt von Pflanzenteilen und frißt auch alle Tiere, auf die er bei seiner Wanderung im Erdboden trifft. Höchst eigentümlich ist die Art seiner Fortbewegung. Er hat bei derselben den Rücken nach oben oder nach unten gerichtet, wenn er senkrecht aufsteigt, ist der Kopf oben. Auf der Seite liegt er nicht. Bei der Fortbewegung stemmt der Engerling das dicke Ende des Hinterleibes fast senkrecht gegen die Wand der Erdhöhle, in der er sich befindet, so daß er dadurch einen festen Halt gewinnt; nun kratzt er mit den drei Fußpaaren geschickt und schnell die Erde an der Stelle fort, wohin er vorwärtskriechen will, und scharrt sie nach rückwärts in den freien Raum, welcher zwischen dem angestemmten Hinterleib, dem Vorderkörper und der dem Bauch des Tieres gegenüberliegenden Wand der Erdhöhle gebildet wird, bis dieser ganze Raum durch einen Erdklumpen ausgefüllt ist. Dann zieht der Engerling den Hinterkörper an, drängt gleichzeitig den Kopf und den Vorderleib, die er dem Bauche zukehrt, gegen den Erdbällen vor, zieht inzwischen den Hinterleib ganz neben dem Erdklumpen heraus, stemmt ihn auf der entgegengesetzten Seite des letzteren wieder fest gegen die Wand der Höhle, hält nun den Erdbällen mit den sechs Füßen, schiebt ihn mit großer Gewandtheit nach hinten und füllt damit einen Teil des eben durchlaufenen Ganges wieder aus. Bei dem Fortschieben wendet sich die Larve also völlig um, so daß nun der Kopf an derjenigen Stelle der Höhle steht, an welcher vorher der After angedrückt wurde. War der Rücken vorher nach unten gerichtet, so liegt er nun nach oben, und umgekehrt: war er nach oben gekehrt, so liegt er nun nach unten. Der Erdklumpen wird mit den drei Fußpaaren dabei immer festgehalten und fortgeschoben, der Kops ist zurückgebeugt. Erst wenn die Erde an ihrem Platz an der Rückseite des Ganges liegt, wird der Kopf nach vorn gesenkt und mit dem Kopfschild mebrmals die Erde fest angedrückt, dann schließt die Larve wieder kopfüber, wie vorher, und setzt die Arbeit in derselben weise fort.
Die Bewegungen sind ziemlich schnell. Zum Kopfüberschießen braucht die Larve nur 10—15 Sekunden, zu dem Zurückschieben und Festdrücken der abge-