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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
Entstehung
Seite
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42 DC ſchonen möchte; weil er, in feiner jetzigen Lage, in die ihn die Phil. Betr. geſezt hätte, die ganze Sache des Leßingſchen Atheiſmus und allen dar­äber gepflogenen Briefwechſel in den Abgrund der Nollen verwůnſche. 7

Mendelſohn wandte ſich alſo in diefer Ver­legenheit wieder an ſeine Freundin, durch die es ihm ſchon oben gelungen war, die Briefe des Ja­cobi mit Arreſt zu belegen; und zweifelte nicht dar­an, daß er ſie auch zu ſeiner jetzigen Abſicht wie­der brauchbar finden wurde. Da er jenen lezten Jacebiſchen Brief mit den bengefügten Erlaͤute­rungnen gerade von Duͤſſeldorf, und nicht durch die Hand der Freundin erhalten hatte; ſo macht er ſich der leztern Unwiſſenheit davon zu nutze, und thut in ſeinem Schreiben an ſie, als wenn er den Jacobiſchen Aufſaz vom 21ſten April nicht em­pfangen hätte.Sr trägt ihr auf, den Freund Ja­cobi zu bitten, mit der Beantwortung ſeiner Erinnerungen nicht zu eilen. Er ſey ent­ſchloſſen, nach der Leipz. Meſſe den erſten Theil feiner Broſhuͤre abdrucken zu laſſen und des

Briefwechſels geſchehe darin noch keine Erwaͤha nung