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Der entlarvte Moses Mendelssohn oder völlige Aufklärung des rätselhaften Todverdrusses des M. Mendelssohn über die Bekanntmachung des Lessingschen Atheismus von Jacobi / Johann Heinrich August Schulze
Entstehung
Seite
73
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SD 73 Was ſagen nun meine Leſer zu dieſem Acten­ſtůcke, das uns als gedruckte Schrift vorliegt? und die nicht etwa eine frühere Jugendarbeit, ſondern eine der lezten Schriften des M. iſt? Selbſt feine vertrauteſten juͤdiſchen Freunde geſtehen es zu, daß M der wahre und einzige Verfaſſer der­ſelben ſey; und fie wiſſen nichts weiter zu deſſen Entſchuldigung zu ſagen, als:Mendelſohn habe doch nicht jene Frazen ſelbſt erfunden; ſondern fie nur von einem dummen Talmudiſten entlehnt! Allein, das gebe ich ihnen zu. Davon iſt aber die Rede nicht. Die Frage, welche ſie zu beantworten hätten, iſt dieſe; Warum Mendelſohn dieſe Fra­zen des Talmudiſten, nicht, in einem, ſie beſtrei­tenden, ihnen wiederſprechenden, ſie als Unwahrheiten und Frazen angebenden, ſon­dern vielmehr, in einem genehmigenden, bil­ligenden, und dieſen Unſinn als glauwuͤr­dige Wahrheit aufſtellenden Ton, in ſeiner Vorrede angeführt und vorgetragen habe? ja, wenn er doch ſogar kein Woͤrtchen zur Wieder­legung derſelben dabey ſagen wolte; warum gedachte er alsdenn überhaupt dieſer Narr heiten in feinem Vortrage auch nur mit eis Es ner