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anf und nahmen in der Folge dieſe leztere auch mit mehrerem Beyfall auf. M. ſchrieb alſo, um feiner Ueberſetzug fortzuhelfen, jene Vorrede hinterher, und ſuchte ſich darin den QOrthodoxen als einen ehrlichen Huldiger aller, auch der albernſten Behauptungen der Talmudiſten anzuheucheln; wiewol er auch dadurch ſeine Abſicht nicht erreichte. Dis Betragen ſezte den M. in den Augen der Beſſerdenkenden aus der jůdiſchen Nation vollends fo herunter, und war ihnen ſo aͤrgerlich, daß viele von ihnen entſchloſſen waren, ſelbſt, eine deutſche Ueberſetzung dieſer Mendelſohnſche Vorrede zu verauſtalten, um das chriſtliche Publicum es ſehen zu laſſen: wes Geiſteskind der Mendelſohn ſey! und wie wenig Ueberwindung es ihm koſte, ſelbſt die Dummheit und den Aberglauben unter feinen Glaubensgenoſſen zu befördern; ſobald ihre Aufklaͤrung mit einem Finanzprojeete bey ihm in Colliſiyn komme.“
Ueber
D Anm. Mendelſ. wolte ſich auch nie mit dieſer Vorrede breit machen, oder ſie unter den Chriſten bekannt werden laſſen. Ein noch in Berlin lebender Gelehrter, der von ihrem Daſeyn blos gehört hatte, ſie aber in ihrer Sprache nicht ſelbſt leſen konnte quch von ihrem eigentlichen Inhalte niehts wußte frug den M. einsmals nach dem Inhalte derſelben und äuß erte zugleich den Wunſch, daß M. ihre Ueberſe zung ins ten