die Achsen gebrochen seien und man nicht weiter fahren könne, bis der Wagen wieder ausgebessert sei.
Der Beamte wetterte und fluchte, schalt den Kutscher einen liederlichen Trunkenbold und verwünschte ihn in die tiefste Hölle. Aber mit Fluchen und Verwünschungen konnte der Wagen nicht flott gemacht werden. Man mußte in das Dorf zurück. Dort war aber kein Schmied. Der nächste wohnte in einem 18 Werst entfernten Dorfe. Das ging nun alles so ohne jede Ueberstürzung, sodaß erst nach Sabbat-Ausgang der Wagen wieder in Ordnung war und erst am Sonntag die Reise wieder fortgesetzt werden konnte.*)
Vom Sabbat wurde auch jetzt kein Wort gesprochen. Aber von diesem Vorkommnis an behandelte der Führer seinen Gefangenen mit einer scheuen Ehrerbietung, die selbst auf die rohen Kosaken überging. Am folgenden Freitag, dem letzten dieser Reise, brauchte der Rabbi kein Wort mehr für die Heilighaltung des Sabbats zu sprechen. Sein Vorgesetzter erklärte ihm aus freien Stücken, daß am Sabbat die Reise unterbrochen werde- er wolle sich nicht zum zweiten Male einer solchen Gefahr aussetzen. So erreichten sie ohne besonderen Zwischenfall St. Peters-
*) Wenn in späteren Jahren der Rabbi in trautem Freundeskreise erzählte, wie die gebrochenen Achsen chm seinen Sabbat gerettet hatten, pflegte er dazu aus dem luriantschen Sabbatliede ,'N2V2 nvm die Worte ,','82 s'Npx i'nw in launiger Weise zu zitieren.