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ihn im Bunde mit allen finsteren Geistern, ein dritter führt das Vorkommnis auf die Vertrautheit des Gefangenen mit der Gehetmwifsenschaft der Kabbala zurück, worin er ein großer Meister zu sein scheint. Aber der Vorgang ist noch zu neu, als daß es möglich wäre, sich sofort eine sichere Ansicht darüber zu bilden."
„Und auf die natürlichste, Nächstliegende Erklärung ist keiner verfallen, daß jemand gegen gute Bezahlung dem Juden das Geheimnis verraten hat?"
„Verzeihen Majestät, diese Annahme ist völlig ausgeschlossen. Die Geheimhaltung des ganzen Prozesses, die Ew. Majestät befohlen hat, ist strenge durchgeführt worden. Der Gefangene hat, seitdem er in der Peter und Paulfeste ist, mit keinem Menschen verkehrt."
„Mit keinem Menschen?" fragte der Kaiser. „Wer bringt ihm denn sein Essen?"
„Der Gefangenenwärter Jastrebof, der diese Abteilung der Zellen zu besorgen hat, Majestät. Aber für diesen stehe ich mit meinem Kopf. Er hat sogar Klage über den Gefangenen geführt, weil er keinerlei Speise zu sich nimmt; wäre er bestochen, so würde er den Gefangenen nicht verklagen. Dazu kommt, daß ja der Gefangene keine Kopeke hat; die paar Rubel, die er mitbrachte, sind ihm vor Einführung in die Zelle abgenommen worden. Der Angeklagte scheint auch nichts weniger als vermögend zu sein, seinem ganzen Auftreten nach zu urteilen."