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stimmen, auch denjenigen gegenüber, die nicht zu unseren Gesinnungsgenossen zählen. Sie alle haben Anspruch auf die Bruderliebe, zu der wir gegen alle Söhne Israels verpflichtet sind. Ich habe deshalb bereits voriges Jahr nach dem Hinscheiden des Gaon von Wilna, gesegnet sei sein Andenken, unsere Gesinnungsgenossen verwarnt und sie auf die folgenschwere Verantwortung hingewiesen, die es bedeutete, wenn jemand sich unterfangen wollte, das Andenken eines solchen Talmtd-Chochom durch irgend welchen Tadel oder auch nur den leisesten Makel zu trüben, wie es für ein solches Gebühren keinerlei Entschuldigung oder gar Rechtfertigung gäbe.
Jetzt aber, da so schwere Zeiten über uns hingegangen sind, könnte jemand glauben, da viele sich mit ihrer Handlungsweise gegen uns auf den verewigten Gaon s. A. berufen, daß meine eindringlichen Verwarnungen etwas von ihrer ernsten Bedeutsamkeit eingebüßt hätten. Ich wiederhole daher zum zweitenmale mit doppeltem Ernst die Warnung an alle unsere Genossen, die nahen und fernen, wo sie sich auch befinden mögen: Es gibt keine Entschuldigung und keinen Schein von Rechtfertigung, das Andenken des verewigten Gaon s. A. und die Ehre der Thora, die er vertrat, durch ein verletzendes Wort zu trüben. Denn wir wissen mit ganz Zweifel-