Druckschrift 
Der Raw : kulturhistorische Erzählung / von Judäus
Seite
188
Einzelbild herunterladen

188

wünscht, wer sich vielmehr mit Redlichkeit und Offenheit jedermann zuwendet, der be­wirkt damit, daß auch aus den Herzen der andern die Gehässigkeit und der Neid weicht. Dann wird auch Gott in die Her­zen von ganz Israel Frieden, Brudersinn und freundschaftliche Gesinnung senken.

Unser Vater im Himmel kann es mir bezeugen, daß diese Worte der wahre Aus­druck meiner Gesinnung und nicht bloße Form aus äußerer Rücksicht und Furcht sind, denn unsere Sache hat ja durch die Freisprechung einen lichten Ausgang ge­nommen, und unser Recht liegt sonnenklar vor aller Augen da. Ich gebe mich daher der sicheren Ueberzeugung hin, daß bei un­seren wirklichen Gesinnungsgenossen diese meine wenigen Worte willfährige Aufnahme finden, und daß nicht ein einziges meiner Worte unberücksichtigt, Gott behüte, blei­ben wird.

Da es aber viele gibt, die mit heuchle­rischer Scheinfrömmigkeit durch ihre äußere Handlungsweise als zu uns gehörig erschei­nen möchten und irrigerweise glauben, sie zählten zu unseren Genossen dadurch, daß sie Ungehöriges reden über solche Gottes­fürchtige oder über die große Gesamtheit, die nicht zu unserer Genossenschaft gehört, des­halb verhänge ich hiermit den großen Bann über jeden, der eine ungünstige Aeußerung über einen Gelehrten und Gottesfürchtigen,