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ihnen entströmte und jedem seiner Worte mit einer Ehrerbietung lauschten, als ob sie Aussprüche eines Orakels wären.
Die siegesfreudige Zuversicht in den Erfolg der russischen Waffen und den Sturz Napoleons hielten den Raw jedoch nicht ab, jede freie Zeit, die ihm in diesen aufregenden Ereignissen verblieb, im Gebet zu verbringen, das den siegreichen Ausgang dieses Krieges von Gott unter heißen Tränen erflehte. Als nun das von Marschall Davoust befehligte französische Armeekorps immer näher rückte und der Raw durch seine Kundschafter von der unmenschlichen Härte Nachricht erhielt, mit welcher die französischen Truppen in Sklow und Dubernow geschaltet hatten, erachtete er den Zeitpunkt gekommen, Ladi mit seiner Familie zu verlassen und in das Innere des russischen Reichs zu flüchten. Umsonst drängte seine Gemeinde, zu bleiben und bei ihr auszuharren.
„Beisammen bleiben wollen wir," entgegnete der Raw, „aber ich nicht bet Euch, sondern Ihr bei mir. Ihr seid gerade so gut als ich durch die Verhältnisse gezwungen, Euer Euch ans Herz gewachsenes Heim zu verlassen. Wenn Ihr dieser Pflicht der Selösterhaltung nicht Nachkommen wollt, warum wollt Ihr mich davon zurückhalten?"
Umsonst verwies seine Umgebung den Raw auf andere hervorragende Männer, welche die Ankunft des Feindes abgewartet hatten, ohne daß sie einen Schaden an ihrem Leben genom-