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Mehr Licht! : Beiträge zur Geschichte des Berliner Straßenkampfes am 18. März 1848 / von Friedrich Wilhelm von Varchmin
Entstehung
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hergegeben. Als er aber an dieſem Tage, feinen Umzug gehalten und die Studenten haranguiert hatte, da ver­zweifelte ich an der nächſten Zukunft und eilte der Heimat zu, meinen Kohl zu bauen.

Was wird weiter werden? Wird ohne fremde Eroberung oder eine Militärdiktatur die Ordnung in unſerm theuren deutſchen Vaterlande wieder hergeſtellt werden können? Ich bezweifle es. Und welche Phaſen werden wir bis dahin noch durchmachen müſſen? Auch der Scharfſinnigſte ver­möchte die Zukunft nicht zu enträthſeln!

Nur der Gedanke an Gottes allwaltende Hand, die endlich alles zum Guten lenken wird, vermag uns aufrecht zu erhalten!!

Die Meinigen grüßen herzlich, und ich bitte Sie um die Fortgewährung Ihres freundſchaftlichen Wohlwollens.

E. Bodelſchwingh.

Ich bitte, von dieſen Mittheilungen nur einen diskreten Gebrauch zu machen oder lieber gar keinen.

Die Truppen haben nur 7 Offiziere und 56 Mann Todte auf der Stelle gehabt; auch glaube ich nicht, daß nachher von den ziemlich zahlreichen Verwundeten viele ge­ſtorben ſind, weil die meiſten durch Steinwürfe, Schrot und kleine Terzerolkugeln im ganzen nur leicht verletzt waren. Alle anderen Angaben ſind eitel Lügen, um die Berliner Bürger, die nicht daran gedacht, ſich zu ſchlagen, zu Helden zu machen. Die Truppen wenigſtens die Berliner Gar­niſon waren aber allerdings ſehr ermüdet durch die Neckerei der ganzen Woche.

Einige behaupten, daß die Dragoner ſpäter auf dem